Advent – Vier Wochen voll froher Erwartung

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Zusammenfassung

Am Sonntag nach dem 26. November endet das bisherige Kirchenjahr, und mit dem darauf folgenden ersten Adventssonntag beginnt ein neues. Die geläufige Bezeichnung Advent leitet sich ab von der heute weniger geläufigen lateinischen Vokabel „adventus“ = Ankunft und vermittelt ungefähr den gleichen theologischen Inhalt wie die Festbezeichnung Epiphania. Es geht dabei um die Erscheinung Gottes in dieser Welt und konkret um die Vorfreude auf die Geburt des göttlichen Kindes, die die Christenheit heute mit dem Weihnachtsfest am 25. Dezember begeht. Die Wochen davor waren traditionell eine Zeit der Besinnung und der inneren Einkehr, weswegen die liturgische Farbe der diese Zeit begleitenden Gottesdienste auch fast immer das eher verhaltene und nachdenklich stimmende Violett ist. Nur am dritten Adventssonntag (Gaudete = freuet euch) trug der Zelebrant rosa (wie auch am Sonntag Laetare in der Fastenzeit – sonst kommt diese Farbe nie vor. Die Adventszeit, die ursprünglich analog der 40‐tägigen vorösterlichen Fastenzeit als mehrwöchige Phase der physischen Zügelung gedacht war, hat diesen spezifischen Charakter wegen des besonderen, in dieser Zeit begangenen Brauchtums weitgehend aufgeben müssen. Der Advent endet mit dem ersten dem eigentlichen Weihnachtsfest zugeordneten Gottesdienst.

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Authors and Affiliations

  1. 1.WachtbergDeutschland

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