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Kommentar zum Gesetz zur Strafbarkeit der geschäftsmäßigen Förderung der Selbsttötung aus medizinischer Sicht

  • Ralf J. JoxEmail author
  • Gian Domenico Borasio
Conference paper
Part of the Veröffentlichungen des Instituts für Deutsches, Europäisches und Internationales Medizinrecht, Gesundheitsrecht und Bioethik der Universitäten Heidelberg und Mannheim book series (IMGB, volume 46)

Zusammenfassung

Schon bisher standen Ärzte unter einer rechtlichen Dreifach-Bedrohung, wenn sie Suizidhilfe leisten. Erstens durch die sogenannte Garantenstellung für das Leben ihrer Patienten: Wenn jemand nach einem Suizidversuch das Bewusstsein verliert, muss der Arzt ihn nach immer noch geltender höchstrichterlicher Rechtsprechung retten. Zweitens durch das strafrechtlich sehr scharfe Betäubungsmittelgesetz: Wenn man bei der Suizidhilfe nicht pfuschen will, muss man Substanzen verwenden, die unter dieses Gesetz fallen – das ist aber streng verboten. Und drittens durch die deutschen Landesärztekammern: 10 von 17 Kammern drohen Mitgliedern, die Suizidhilfe leisten, mit berufsrechtlichen Konsequenzen.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2017

Authors and Affiliations

  1. 1.Institut für Ethik, Geschichte und Theorie der MedizinLudwig-Maximilians-Universität MünchenMünchenDeutschland
  2. 2.Lehrstuhl für Palliativmedizin, Abteilung für Palliativmedizin und supportive TherapieKlinikum der Universität Lausanne (CHUV)LausanneSchweiz

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