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Das Gesetz zur Strafbarkeit der geschäftsmäßigen Förderung der Selbsttötung: Die seit dem 10. Dezember 2015 geltende Rechtslage

  • Jochen TaupitzEmail author
Conference paper
Part of the Veröffentlichungen des Instituts für Deutsches, Europäisches und Internationales Medizinrecht, Gesundheitsrecht und Bioethik der Universitäten Heidelberg und Mannheim book series (IMGB, volume 46)

Zusammenfassung

Am 6. November 2015 hat der Bundestag das „Gesetz zur Strafbarkeit der geschäftsmäßigen Förderung der Selbsttötung“ beschlossen. Es soll helfen, die Tätigkeit von Sterbehilfevereinigungen wie „Sterbehilfe Deutschland e. V.“, aber auch die Suizidhilfe durch Einzelpersonen einzuschränken. Insbesondere soll verhindert werden, dass die Sterbehilfevereine ihr Tätigkeitsfeld ausbauen, der assistierte Suizid zu einem „normalen Dienstleistungsangebot der gesundheitlichen Versorgung“ wird und alte und/oder kranke Menschen sich direkt oder indirekt zur Inanspruchnahme solcher Angebote gedrängt fühlen, weil sie meinen, anderen bloß noch zur Last zu fallen. Kriminalisiert werden sollen jedoch allein „organisierte Formen des assistierten Suizids“, nicht jedoch Formen der Suizidbeihilfe, „die im Einzelfall in einer schwierigen Konfliktsituation gewährt wird“. Das Gesetz enthält jedoch zahlreiche Widersprüche und Ungereimtheiten.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2017

Authors and Affiliations

  1. 1.MannheimDeutschland

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