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Infra Low Frequency (ILF-)Neurofeedback

  • Meike Wiedemann
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Zusammenfassung

Das ILF-Training wurde von Sue und Siegfried Othmer in den USA entwickelt, deshalb wird es auch häufig als Othmer-Methode, bzw. Othmer-Verfahren, bezeichnet. Das Training in den ganz niederen Frequenzen, also das Infra Low Frequency (ILF-)Training, ist zwar Hauptbestandteil, aber nicht alleiniges Werkzeug des Othmer-Verfahrens. Das ILF-Training ist aus der klinischen Arbeit heraus über die letzten 25 Jahre entstanden. Es unterscheidet sich von den zuvor beschriebenen Neurofeedbackverfahren hinsichtlich der verwendeten Ableitungen, Elektrodenpositionierungen, Feedbackparameter und Technik.

Beim ILF-Training wird nicht versucht, von bestimmten Frequenzen willentlich mehr oder weniger zu produzieren, sondern es geht vielmehr darum, dem Gehirn spezifische Parameter aus dem niedrigen Frequenzbereich, wie in einer Art Spiegel zu präsentieren, damit das Gehirn diese Information sinnvoll nutzen kann, um den eigenen Erregungslevel selbst besser zu regulieren. Dabei kommt es häufig zu recht schnellen, spezifischen Zustandsänderungen beim Patienten, die vom Therapeuten richtig interpretiert werden müssen, um das Training für jeden einzelnen Patienten optimal anzupassen. In dieser Hinsicht ist das ILF-Training eine therapeutisch recht anspruchsvolle Arbeit.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2016

Authors and Affiliations

  • Meike Wiedemann
    • 1
  1. 1.Praxis für Neurofeedback und HypnoseStuttgartDeutschland

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