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Projekte, die Hoffnung machen

Chapter

Zusammenfassung

Die öffentlichen Rechtssysteme in Entwicklungsländern sind korrupt und funktionsunfähig - diese Tatsache gilt sogar unter Experten aus dem Bereich der Entwicklungszusammenarbeit als unveränderlich. Doch das stimmt nicht. Geschildert werden zahlreiche Projekte unterschiedlicher NGOs, die in enger Zusammenarbeit mit örtlichen Behörden, Betroffenen, lokalen Fachleuten, Bürgervereinen, Kirchengemeinden, Journalisten, Wirtschaftsleuten u.a. für nachhaltige Veränderungen im Rechtswesen zum Wohle der (armen) Bevölkerung geführt haben. Die unterschiedlichen Beispielprojekte aus verschiedenen Ländern in Asien, Afrika und Südamerika zeigen, dass stets individuelle Lösungen erarbeitet werden müssen. Nur das Zusammenspiel aller Akteure kann eine langfristige Eindämmung der Gewalt gegen Arme und nachhaltige Rechtsdurchsetzung für alle Menschen in Entwicklungs- und Schwellenländern bewirken. Die ausgewählten Projekte wurden zumeist mehrfach und von unabhängigen Sachverständigen evaluiert. Sie belegen, dass neue Wege in der Entwicklungszusammenarbeit beschritten werden können: Die extreme alltägliche Gewalt (Vergewaltigung, Menschenhandel, Sklaverei, Raub oder illegalen Inhaftierungen) kann eingedämmt werden. Etablierte Unrechtsstrukturen der öffentlichen Justizsysteme können langfristig reformiert werden. Arm zu sein muss nicht - wie in weiten Teilen der Welt heute der Fall - zugleich bedeuten, permanent von Gewalt bedroht zu leben.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2016

Authors and Affiliations

  1. 1.International Justice MissionWashingtonUSA
  2. 2.U.S. Department of JusticeWashingtonUSA

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