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Erst denken dann lenken… Zehn Thesen und Antithesen zur Energiewende

  • Peter VestEmail author
Chapter
Part of the Management-Reihe Corporate Social Responsibility book series (MRCOSORE)

Zusammenfassung

Dieser Artikel sollte als Plädoyer gegen jede Form einer unsachlichen Diskussion in Sachen Energiewende betrachtet werden. Es sollten zukünftig in der politischen und öffentlichen Diskussion keine verkürzten Argumentationen mehr verwendet werden: Preissteigerungen von Energie können rein logisch nicht allein durch den Zubau erneuerbarer Energien und die EEG-Umlage verursacht sein, weil andere Kostenfaktoren eine mindestens genauso große Rolle spielen. Zudem sind die einzelnen Bestandteile der Energiepreise nicht unabhängig voneinander. Es ist durchaus sinnvoll, Transparenz dort vorzuschreiben, wo heute noch bewusste Desinformation vorherrscht. Ein gutes Beispiel sind die Ankündigungen von Preiserhöhungen regionaler Energieversorger, die in der Vergangenheit fast immer ausschließlich mit einer steigenden EEG-Umlage begründet wurden. Zusätzlich müssten Beschaffungs- und Vertriebskosten, die aktuell noch als Block dargestellt werden dürfen, in der Darstellung aufgeteilt werden. So könnte den Kunden die Entwicklung der EEX-Preise transparent gemacht werden, die wie gezeigt bereits in der Vergangenheit den Anstieg der EEG-Umlage kompensiert hat. Es bleibt festzustellen: Eine fast vollständige Versorgung mit CO2-freier Energie ist langfristig in Deutschland möglich, wenn die Rahmenbedingungen stimmen und die Zusammenhänge den Stromkunden und der Öffentlichkeit transparent dargestellt werden.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2016

Authors and Affiliations

  1. 1.GeschäftsführerWIRCON GmbHWaghäuselDeutschland

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