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Die Energiewende in Bürgerhand braucht neue Rahmenbedingungen für gemeinschaftliches Handeln für das Gemeinwohl

  • Hubert WeigerEmail author
  • Werner Neumann
Chapter
Part of the Management-Reihe Corporate Social Responsibility book series (MRCOSORE)

Zusammenfassung

Gerade im Bereich Energieerzeugung und Energienutzung ist die Umsetzung ökologischer und sozialer Zielsetzungen dringlich. Weltweit bedrohen über 400 unsichere Atomkraftwerke – darunter weiterhin auch 8 in Deutschland noch laufende Atomkraftwerke – ganze Landstriche und Millionen von Menschen mit den Folgen von Atomkatastrophen. Für die atomaren Hinterlassenschaften sind keine Lösungen in Sicht. Der Klimawandel ist kaum noch aufzuhalten, einige „tipping-points“ sind schon überschritten. Die Senkung der Treibhausgasemissionen auf Null durch Energieeffizienz und erneuerbare Energien ist ebenso dringlich wie der Atomausstieg.

Umso mehr erstaunt, dass die prinzipiell überall verfügbaren Lösungsmöglichkeiten zu wenig oder kaum umgesetzt werden. Zahlreiche Initiativen, Kommunen, Stadtwerke, kleine und mittelständische Betriebe, Genossenschaften zeigen jedoch, wie es gehen kann. Sie zeigen was gemeinwohlorientiertes Wirtschaften ist. Ihre Entwicklung wird aber begrenzt und gebremst durch ein gesetzliches Rahmenwerk, dass weiterhin durch das Paradigma des „freien Marktes“ den etablierten Unternehmen und Politiken zum Erhalt der Konzepte dient, die die ökologischen und sozialen Katastrophen hervorgerufen haben.

CSR im Sinne eines am Gemeinwohl und nicht am Profitstreben der Finanzwelt und einzelner Unternehmen orientierten Wirtschaftens braucht daher neue Marktbedingungen für ein kooperatives und „wert“schaftliches Handeln. Der Energiebereich eignet sich hierzu sehr gut, da mit der Energiewende als Gemeinschaftswerk der Wandel schon begonnen hat.

Literatur

  1. BUND, Brot für die Welt (Hrsg) (2008) Zukunftsfähiges Deutschland in einer globalisierten Welt, eine Studie des Wuppertal-Instituts für Klima, Umwelt und Energie. Fischer-Verlag. ISBN 978-3-596-17892-6Google Scholar
  2. Hennicke P, Johnson JP, Kohler S, Seifried D (1985) Die Energiewende ist möglich. S. Fischer, Frankfurt a. M.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2016

Authors and Affiliations

  1. 1.NürnbergDeutschland
  2. 2.AltenstadtDeutschland

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