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Hormone und Mediatoren

  • Philipp ChristenEmail author
  • Rolf Jaussi
  • Roger Benoit
Chapter

Zusammenfassung

Hormone dienen, zusammen mit den Wachstumsfaktoren, zur extrazellulären Signalübermittlung. Die strukturell heterogenen Hormone werden in spezialisierten Drüsen oder Einzelzellen gebildet und ins Blut oder die interstitielle Flüssigkeit sezerniert (innere Sekretion). Über den Blut- oder Lymphkreislauf gelangen sie zu ihren Zielzellen (endokrine Signalübermittlung), binden dort an ihre spezifischen Rezeptoren und bringen deren Signaltransduktion in Gang.

Glanduläre Hormone sind die klassischen Hormone aus spezialisierten Hormondrüsen; aglanduläre Hormone werden von spezialisierten Einzelzellen abgegeben, dazu gehören die neurosekretorischen Hormone aus Nervenzellen. Gewebehormone oder Mediatoren haben wegen ihres raschen Abbaus nur lokale Wirkung. Die hormonal regulierten Funktionseinheiten sind Zellen, Gewebe oder Organe. Hormone koordinieren deren Zusammenspiel, insbesondere regulieren sie die Stoffwechselleistungen bestimmter Organe. Die hierarchisch am höchsten gestellten Hormondrüsen liegen im Gehirn und kontrollieren periphere Hormondrüsen und andere Effektororgane. Die hormonale Signalübermittlung ist wesentlich langsamer als die neuronale Übermittlung.

Die Pheromone und Autoinducers übermitteln chemische Signale zwischen den Individuen einer Spezies, insbesondere bei gewissen Bakterien und Insekten dienen sie als Erkennungs- bzw. Sexuallockstoffe. Pflanzen verfügen über besondere Phytohormone.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2016

Authors and Affiliations

  1. 1.Biochemisches InstitutUniversität ZürichZürichSchweiz
  2. 2.Paul Scherrer InstitutVilligenSchweiz

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