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Zusammenfassung und Schlusswort

  • Martina ZempEmail author
  • Guy Bodemann
Chapter
Part of the essentials book series (ESSENT)

Zusammenfassung

Das Miterleben von destruktiven Konflikten zwischen den Eltern zählt zu den drei belastendsten Stressfaktoren im Alltag eines Kindes; streitende Eltern werden zu einer Quelle von Bedrohung und Verängstigung für das Kind anstatt einer Quelle von Sicherheit und Trost. Als destruktiv werden Paarkonflikte bezeichnet, wenn sie chronisch, hoch intensiv, hostil und ungelöst verlaufen. Es ist wissenschaftlich untermauert, dass Konflikte dieser Art zu den stärksten familiären Risikofaktoren für emotionale und Verhaltensprobleme bei Kindern und Jugendlichen gehören. Destruktive Elternkonflikte sind insofern von besonderer Bedeutung für die Kindesentwicklung als
  1. 1.

    Kinder die Paarkonflikte, inklusive nonverbale Botschaften, hoch empfindlich wahrnehmen,

     
  2. 2.

    die Auswirkungen erwiesenermaßen unabhängig sind von Störungen in der Eltern-Kind-Beziehung oder dem elterlichen Befinden,

     
  3. 3.

    Paarkonflikte sich beim Übergang zur Elternschaft schätzungsweise um den Faktor 9 multiplizieren,

     
  4. 4.

    Konflikte im Beisein von Kindern häufig besonders dysfunktional verlaufen,

     
  5. 5.

    Kinder sich nicht an wiederholte Konflikte gewöhnen und

     
  6. 6.

    kein Alter oder Geschlecht prinzipiell gegen die negativen Folgen resistent ist.

     

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2015

Authors and Affiliations

  1. 1.Psychologisches InstitutUniversität ZürichZürichSchweiz

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