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Shopping-Himmel

Virtuelle Bequemlichkeit – oder warum wir auf dem Sofa den digitalen Darwinismus anheizen
Chapter

Zusammenfassung

Kaum ist der Beifall verklungen, stakst schon das nächste Model über den Laufsteg. Pfennigabsätze, rosa Rock und Handtasche – dazu eine Sonnenbrille mit Gläsern so groß wie Kanaldeckel. Doch Sandra sieht viel mehr: Begeistert streckt sie ihr Tablet dem rosa Märchenwesen entgegen; mit der Kamera scannt sie die Frau von Kopf bis Fuß. „Der Rock kostet nur 68,50 Euro“, flüstert sie Sabine zu, die neben ihr sitzt. „Die Tasche kommt von Gaucho, ein echtes Schnäppchen für 35,00 Euro. Und die stylische Brille ist der Bringer, sie ist bei Feldmann im Angebot – für nur 42,50 Euro!“ Sabine wundert sich: „Woher weißt du das so schnell?“ „Kein Problem mit meiner neuen App, die ich beim Frühstück runtergeladen habe“, erklärt Sandra, „hier kommt schon der passende Link, super, die Tasche gehört mir!“ Nur ein paar Klicks trennten Sandra vom Konsumentenglück – jetzt ist die Online‐Bestellung bei Gaucho auf dem Weg. Augmented Reality macht’s möglich, eine neue Dimension des Online‐Shoppings. Das englische Wort augmented bedeutet „erweitert“, was Sandra ihrer Freundin erklärt: „Mit der Kamera erkennt mein Tablet, welche Tasche dem Model über die Schulter hängt. Dann bekomme ich sofort Preis und Marke eingeblendet.“ Und den Link zum Kaufen … So erweitert sich Sandras Realität, ihre spezielle Mode‐App versorgt sie mit Informationen, die genau zur Situation passen. Bald wird sie auch in der Lage sein, die Unterwäsche zu scannen, inklusive der Herstellernamen und Preise.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2014

Authors and Affiliations

  1. 1.Digitale Medien – Medienmanagement und KommunikationDuale Hochschule Baden-WürttembergMannheimDeutschland
  2. 2.EcoWordsLorschDeutschland

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