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Brüche des Vorderarmes

  • Carl Ewald
Part of the Die Ärztliche Praxis book series (BAP)

Zusammenfassung

Die Fraktur des Olecranons ist schon daran leicht zu erkennen, daß der Verletzte nicht imstande ist, das Gelenk aktiv zu strecken. Er vermag den Vorderarm dabei nicht zu heben Er ist also nicht imstande jene Bewegung zu machen, die man beim Abnehmen des Hutes auszuführen hat. Man prüft so, daß man den Vorderarm bei abduziertem Oberarm senkrecht herunterhängen läßt und nun Streckung verlangt. Bei passiver Beugung ist die Stufe und die Diastase gewöhnlich unverkennbar. Die Naht dieses Bruches ist so einfach (in Lokalanästhesie zu machen), der Erfolg so sicher, daß man sie nur aus besonderen Gründen unterlassen sollte. Die unblutige Behandlung erfolgt natürlich bei gestrecktem Ellbogen. Mit Heftpflasterstreifen sucht man die Olecranonspitze herunterzuziehen. Der Streifen kann, wenn er sich zusammenrollt, Dekubitus herbeiführen. Das abgebrochene Stück wächst, wenn nicht genäht wurde, meistens nicht mehr knöchern an, es bleibt daher eine dauernde Schwächung der Streckung zurück und Refrakturen sind leicht möglich.

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Copyright information

© Springer-Verlag Wien 1928

Authors and Affiliations

  • Carl Ewald
    • 1
  1. 1.WienÖsterreich

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