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Wie eine gute Mutter viel Ungerades gerade, viel Böses gut macht

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Zusammenfassung

Am Abend ging Uli den Kirsch bäumen nach, um zu sehen, wo noch gekirschet werden müsse; unversehens war Joggeli bei ihm. Nachdem sie allerhand verhandelt, sagte Joggeli: die Ernte sei gut gegangen, die Arbeit gut gelaufen, nur müsse er nicht meinen, daß man dem Weibervolk Alles machen müsse, woran es sinne; das Korn sei die Hauptsache, der andern Sache hätte man sich wenig zu achten, wenn es nur mit dem Korn gut gehe. Zum Zeichen der Zufriedenheit wolle er ihm da Etwas geben. Er drückte ihm einen großen Thaler in die Hand. Uli dankte, sagte aber doch: es sei ihm nicht wegen dem Weibervolk, und er wisse wohl, daß das Korn die Hauptsache sei; aber er meine, man müsse alle Sachen achten und wo möglich gar Nichts Schaden leiden lassen. Er hätte ihn auch gleich fragen wollen, ob er gedenke bei ihm zu bleiben, fragte Joggeli. Er wisse nicht recht, was er sagen solle, es sei ihm zuwider, weiters; aber er sei auch nicht gern an einem Orte, wo man nicht mit ihm zufrieden sei, ihm nicht traue. Wenn er wüßte, daß noch Etwas der Art geschehen würde, wie letzthin, so wollte er gleich gehen, antwortete Uli.

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© 1850 Springer-Verlag Berlin Heidelberg

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Gotthelf, J. (1850). Wie eine gute Mutter viel Ungerades gerade, viel Böses gut macht. In: Uli, der Knecht. Springer, Berlin, Heidelberg. https://doi.org/10.1007/978-3-662-42957-0_18

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