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Über ein neues Ferment im Blutserum und seine klinische Bedeutung

  • E. Gabbe
Part of the Verhandlungen der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin book series (VDGINNERE)

Zusammenfassung

Unter den im normalen Serum vorkommenden Fermenten sind solche, die bei den Oxydationsvorgängen eine Rolle spielen, bisher nicht nachgewiesen. Um so auffälliger ist es, daß das menschliche Serum regelmäßig Stoffe enthält, die das an sich schwer zu oxydierende SH-Glutathion leicht oxydierbar machen. Über den Nachweis dieser Stoffe habe ich an anderer Stelle berichtet (1); die Fortsetzung der Versuche ergab nun, daß es sich bei diesen Stoffen um ein Ferment handeln dürfte, das auf die Oxydation bzw. Dehydrierung der SH-Gruppe des Glutathions spezifisch eingestellt ist. Da das Glutathion ein Bestandteil sämtlicher Zellen des Organismus ist, muß man wohl annehmen, daß dieses Ferment für die Funktion des Glutathions in den Zellen und damit für deren Stoffwechsel eine Bedeutung hat. Die fermentative Wirkungsstärke ist, wie unten gezeigt wird, bei Gesunden auffallend konstant, sie weicht jedoch bei manchen pathologischen Zuständen erheblich von der Norm ab; daher kann dieses Ferment auch klinisches Interesse beanspruchen.

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Literaturverzeichnis

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1933

Authors and Affiliations

  • E. Gabbe
    • 1
  1. 1.Abteilung des DiakonissenhausesBremenDeutschland

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