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Systematik des Emails

  • Ludwig Stuckert

Zusammenfassung

Das Email ist, wie schon zu Anfang dieses Kapitels ausgeführt, ein aus Silikaten, Boraten und Fluoriden aufgebautes Glas von verhältnismäßig niedriger Schmelzbarkeit und bestimmten physikalischen und chemischen Eigenschaften, die durch die Art seiner Verwendung bedingt werden. Macht schon der Aufbau des Emails aus einer ganzen Anzahl von Oyxden eine große Zahl von Variationen der Zusammensetzung möglich, so läßt der Umstand, daß die verschiedenen Oxyde beim Aufbau der einzelnen Emails weitgehende zahlenmäßige Änderungen zulassen, die Anzahl der möglichen Kombinationen ins Ungemessene steigen. All diese unzähligen Emailrezepte stellen mehr oder minder brauchbare Versätze dar. Während der Praktiker vielfach geneigt ist, die einzelnen Rezepte als solche zu betrachten und die solchen Versätzen innewohnenden guten Eigenschaften als besondere Charakteristika gerade dieser speziellen Versätze zu werten, sieht der wissenschaftlich denkende Chemiker in diesen einzelnen Kombinationen und Variationen doch nur diskrete Punkte bestimmter Mischungsgebiete, innerhalb deren die für ein brauchbares Email erforderlichen Eigenschaften liegen. Sein Bestreben geht dahin, diese Mischungsgebiete abzugrenzen gegen Gebiete, innerhalb deren Gläser und Emails entstehen, die nicht mehr die von der Praxis geforderten Qualitäten aufweisen. In den abgegrenzten Mischungsgebieten gibt es dann eine unendliche Anzahl von Einzelpunkten, und jeder dieser Punkte stellt ein brauchbares Email dar, das vielleicht dem oberflächlichen Beobachter als ein ganz selbständiger Versatz erscheint, das aber bei entsprechender Umrechnung sich zwanglos als zu einem bestimmten Mischungstyp gehörig erweist.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1929

Authors and Affiliations

  • Ludwig Stuckert

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