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Holzartige medizinische Pflanzen

  • Th. Meyer

Zusammenfassung

Nach Europa, und zwar nach Wien, brachte die ersten Roßkastanienpflanzen oder Früchte der Gesandte des Kaisers Maximilian II. in Tibet von Ungarn 1576. Seitdem hat sich dieser beliebte Baum fast über ganz Europa verbreitet, angepflanzt namentlich in Gärten und Alleen, jedoch auch in Tiergärten, da die stärkereichen Samen eine gute Äsung für Rot-, Damwild und Wildschweine abgeben. In der Türkei füttert man sogar die Pferde damit, woher wohl auch der Name Roßkastanie stammt. Die jungen Laubblätter werden abgekocht und zu einem Extrakt verarbeitet, das gegen Keuchhusten der Kinder sich bewährt hat. Die Rinde von 3–5 jährigem Holze kann wegen ihres reichen Gerbstoffgehaltes ähnlich wie die Chinarinde als Fiebermittel und gegen Schwäche der Verdauungsorgane sowie in der Gerberei benutzt werden. Man hat auch wiederholt schon Versuche gemacht, die stärkereichen Kastanienfrüchte ähnlich den Kartoffeln zur Branntweinbrennerei zu verwerten, leider aber noch ohne Erfolg. Sollte es einst gelingen, dieses Problem zu lösen, so würden diese Pflanzen sehr wertvoll werden. Vorläufig kann natürlich nur von einer gelegentlichen Nebennutzung die Rede sein.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1911

Authors and Affiliations

  • Th. Meyer
    • 1
  1. 1.ColditzDeutschland

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