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1878. Das Scheitern der Apothekenreform und ihre vorläufige Vertagung. — Agitation in Bayern

  • H. Boettger

Zusammenfassung

Die Signatur des Jahres 1878 auf dem Gebiete der gewerblichen Thätigkeit wie der Gesetzgebung war ein gewisser Stillstand, auf letzterem Gebiete hervorgegangen aus der in einflussreichen Kreisen rege gewordenen Besorgniss einer Mitwirkung der bestehenden Verkehrs- und Erwerbsfreiheit an dem Rückschritt, den Sitte und Wohlfaht allmählig erlitten. Das blinde Wüthen des Kampfes um das Dasein so viel als möglich zu beschränken, die Schwachen gegen die Starken zu schützen, oder wenigstens den Opfern des Kampfes durch gemeinsame Hülfe ihr Schicksal zu erleichtern — wurde die Parole des Tages, und dem entsprach es, dass auch auf dem Gebiete der pharmaceutischen Reform-Gesetzgebung, deren letzter Ausgangspunkt, mehr oder weniger verhüllt, immer die Einführung der Concurrenzfreiheit war, im genannten Jahre ein gänzlicher Stillstand eintrat. Als Vermächtniss des Jahres 1877 waren die beiden vom Reichskanzleramte aufgestellten Entwürfe zu einem Apothekengesetze sammt ihrer reichen Zugabe an Gutachten, Kritiken und Petitionen eben bereit in das abgelaufene Jahr mit überzutreten, als bereits auf der Schwelle desselben die Nachricht, dass der Versuch einer reichsgesetzlichen Regelung des Apothekenwesens schon vor der Einbringung in den Reichstag definitiv gescheitert sei, ihnen entgegen trat.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1882

Authors and Affiliations

  • H. Boettger

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