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Viktor von Weizsäcker und die Psychoanalyse

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Zusammenfassung

I. Als Viktor von Weizsäcker im Jahre 1910 an die Klinik von Ludolf Krehl nach Heidelberg kam, lag dessen Beschäftigung mit der Psychoanalyse und der Symptomatik hysterischer Erscheinungen (Greifswald 1902) weit zurück und dürfte im klinischen Alltag der internistischen Krankenversorgung keine große Rolle mehr gespielt haben. Weizsäckers Interessen galten dann zunächst der experimentellen Weiterentwicklung der Herzphysiologie und — parallel dazu — der Auseinandersetzung mit der südwestdeutschen Philosophie der Windelband-Rickertschen Schule. Erst nach dem Kriege setzte mit den „Vorlesungen zur Naturphilosophie“ (1919/20) eine gewisse Wende vom „Vitalismus“ (1910) über das „Antilogische“ (1923) zum „Gesinnungsvitalismus“ (1923) ein; aber die Besinnung auf die spezifischen Merkmale der Arzt-Patienten-Beziehung und der ärztlichen Aufgabe kündigten sich bereits in der Arbeit über den „Begriff der Krankheit“ (1919) an und führte dann vor allem nach den Kasseler (1924), Wiesbadener (1925) und Baden-Badener Kongressen (1926) der deutschen Nervenärzte und Psychotherapeuten zu einer intensiven Beschäftigung mit psychotherapeutischen und psychoanalytischen Fragen.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1987

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