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Der elektromotorische Antrieb

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Zusammenfassung

Als man um das Jahr 1900 in größerem Umfang begann, Werkzeug- und Hebemaschinen elektromotorisch anzutreiben, geschah dies einfach in der Weise, daß man an die Stelle der früheren Dampfmaschine oder dgl. einen Elektromotor setzte, wobei die bis dahin benutzten Transmissionen und Getriebe beibehalten wurden. Erst später zerlegte man die langen Wellenstränge in einzelne Gruppen mit eigenem elektrischen Antrieb, und zwar derart, daß möglichst solche Maschinen eine Gruppe bildeten, welche gleichzeitig benutzt wurden. Dieser Gruppenantrieb ist in neuerer Zeit durch den Einzelantrieb und den Mehrmotorenantrieb abgelöst worden. Abb. 479 zeigt an dem Beispiel eines Fräswerks den Einzelantrieb und den einfacheren Mehrmotorenantrieb. Diese Entwicklung ist noch nicht abgeschlossen. Vielmehr beobachtet man, wie Bingel1 zeigt überall ein Hinwandern des Elektromotors zum Werkstück, womit meistens eine Auflösung des Energiestromes in einzelne Teilströme verbunden ist (Mehrmotorenantrieb gegen Einzelantrieb). Die Energieerzeugung hat in dieser Zeit eine gegenläufige Wanderung vollzogen. Die Dampfmaschine ist nicht nur aus der Werkstätte und Fabrik, sondern meist auch aus der Stadt verschwunden und findet sich nun in riesenhafter Leistung zusammen-gefaßt in einzelnen Großkraftwerken. Die Gründe für diese Entwicklung sind ebenfalls wirtschaftlicher Art. Wir haben bereits mehrfach festgestellt, daß eine elektrische Maschine relativ um so leichter und billiger hergestellt werden kann, je größer ihre Leistung ist, und daß zudem der Wirkungsgrad der großen Maschine ein höherer ist.

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Notes

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1933

Authors and Affiliations

  1. 1.Staatlichen Berufspädagogischen InstitutBerlinDeutschland

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