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Medizinische Stimmen vom Parnaß

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Zusammenfassung

Da der strahlende Apollo neben seinem Sohne Asklepios nicht nur als der vornehmste Heilgott, sondern auch als Musenführer, als Schöpfer des Gesanges und der Dichtkunst verehrt wurde, so konnten es die Jünger der Arzneikunst natürlich nicht unterlassen, den Musen auf dem Parnaß verwandtschaftliche Besuche abzustatten. Wie viele Schriften des Altertumes und späterer Zeiten beweisen, begeisterten sich manche Heilkundige durch einen Crunk aus der kastalischen Quelle, um wohl gar in elegischen Entzückungen mit lyrischen Klängen die Lehren der medizinischen Kunst vom Pegasus herab vorzutragen. Im frühesten Altertume befaßte sich die Elegie ja nicht so vorwiegend wie jetzt mit jenen zarten, rührenden Empfindungen, die im Menschen durch eigentümliche Zustände entstehen, sondern es war viel öfter die Erregung zu vaterländischer Begeisterung oder Belehrung das Ziel derselben. Es ist daher nicht zu verwundern, daß, diesem Geschmacke ihrer Zeit Rechnung tragend, namentlich von griechischen Dichtern manche poetische Arzneivorschrift in elegische form gekleidet wurde.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1899

Authors and Affiliations

  1. 1.NürnbergDeutschland

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