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Zusammenfassung

Sehr zu verwundern würde es bei der wichtigen Rolle, welche die Liebe in dem langen Trauerspiele „Leben“ auf der Weltbühne spielt, gewesen sein, wenn die Menschheit nicht nach Mitteln gesucht hätte, durch welche ein anderes Wesen, sozusagen unfreiwillig, zu dem gemeinsamen Empfinden dieses Hangens und Bangens in schwebender Pein mit veranlaßt werden könnte. In der That finden wir denn auch schon bei den Völkern des Altertums den Glauben verbreitet, es gebe magische und physische Mittel, welche die persönliche Neigung und leidenschaftliche Liebe dessen, dem sie gegeben werden, zu dem, der sie anwendet oder giebt, erwirken könnten. Veranlassung zu diesem Glauben gab jedenfalls die Erfahrung, daß durch manche medizinische Mittel die menschliche Gemütsstimmung völlig geändert werden kann. Homer erwähnt schon, als eines die Traurigkeit verscheuchenden, den Geist in eine heitere Stimmung versetzenden Getränkes, des Nepenthes. Die Helena reichte denselben im Hause des Menelaus, des Guten, dem Telemach, damit er seinen Kummer vergessen sollte.

„Du siehst, mit diesem Trank im Leibe, Bald Helenen in jedem Weibe.“

Goethe. (faust.)

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© 1891 Springer-Verlag Berlin Heidelberg

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Peters, H. (1891). Pharmazie und Magie der Liebe. In: Aus pharmazeutischer Vorzeit in Bild und Wort. Springer, Berlin, Heidelberg. https://doi.org/10.1007/978-3-662-36655-4_10

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