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Zur Geschichte der antitoxischen Antikörper

  • E. v. Behring

Zusammenfassung

Im Laufe des Jahres 1890 fand ich solche Meerschweinchen, welche zuerst mit einer für Kontrolltiere subletalen Dosis des Diphtherievirus subkutan infiziert, dann an der Infektionsstelle mit Jodtrichlorid nachbehandelt und dadurch geheilt worden waren, bis zu einem gewissen Grade diphtherieimmun. Wurde nun die Immunität durch weitere Behandlung mit lebenden Diphtheriebazillen oder mit Diphtheriegift gesteigert, dann liess das Blut der immunisierten Meerschweine antidiphtherische Eigenschaften erkennen. Entgegen der bis zum Jahre 1890 herrschenden Immunitätslehre besass aber das immunitätverleihende Blut keine antibakteriellen Antikörper. Nun war mir durch meine Jodoformstudien bekannt, dass unter Umständen die antiinfektiöse Leistungsfähigkeit eines therapeutisch wirksamen Mittels auf seine entgiftende oder antitoxische Wirkung zurückzuführen ist, und als ich das Immunblut und Immunserum mit Diphtheriegift mischte, fand ich, dass dieses antitoxische Erklärungsprinzip auch für die hämatogene Diphtherie-Immunität zutrifft.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1912

Authors and Affiliations

  • E. v. Behring
    • 1
  1. 1.MarburgDeutschland

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