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Theoretische Grundlagen in pathologisch-physiologischer und unfalltechnischer Hinsicht

  • Hans Burckhardt
Part of the Hefte zur Unfallheilkunde book series (HU)

Zusammenfassung

Mit dem Wort körpereigenes Trauma ist viel Mißbratich getrieben worden. Was will man eigentlich damit sagen? Welche Traumen sind denn körpereigene und welche sind es nicht ? Den meisten, die das Wort in den Mund nehmen, schwebt unklar so etwas vor, wie daß dabei äußere Kräfte aus dem Spiel bleiben. Etwas Derartiges gibt es überhaupt nicht. Der Mensch schwebt nicht bloß nicht im luftleeren Raum, er schwebt nicht einmal in der Luft, er ist in engstem Kontakt mit der massiven Außenwelt. Von den mechanischen Kräften, die mit ihr zusammenhängen, und seien es auch nur die Druckkräfte, die vom Boden gegen die Sohlen ausgeübt werden, kann niemals abgesehen werden. Wer das nicht einsieht, dem ist dringend zu raten, daß er sich erst über das klar wird, was man in der Physik unter Kraft versteht, und Kraft ist hier ein physikalischer Begriff. Umgekehrt soll sofort gezeigt werden, daß bei den gewöhnlichen Frakturen, deren Entstehungsursache meist lediglich in der Einwirkung einer äußeren Kraft gesehen wird, körpereigene Vorgänge wesentlich mitbeteiligt sind1.

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Literatur

  1. 1.
    Alles Nähere auch betreffs der weiteren Ausführungen siehe Burckhardt: „Der Mechanismus der Frakturentstehung. Das larvierte Trauma als ein grundlegendes Prinzip in der Pathologie. Die traumatischen, Schäden des Bewegungssystems”, Arch. Klin. Chir. 185, 428 (1936) und: „Die Entstehung der sog. Verletzungen durch Muskelzug”, Med. Klin. 1936, H. 35, 36.Google Scholar
  2. 1.
    Schaer, Der Meniskusschaden. Leipzig 1938, Georg Thieme.Google Scholar
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    Vgl. Burckhardt, Brans Beitr. 130, H. 1, S. 165 (1923).Google Scholar
  4. 1.
    Richtiger aber scheußlich ausgedrückt : ein erhebliches Binnenverletztwerden.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1939

Authors and Affiliations

  • Hans Burckhardt
    • 1
  1. 1.EssenDeutschland

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