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Gesetzeskunde

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Part of the Handbuch für die Schiffsführung book series (SCHIFFSFÜHRUNG, volume 2)

Zusammenfassung

Das private Seerecht enthält Bestimmungen über die rechtlichen Beziehungen zwischen den Personen, die am Schiff und/oder der Schiffsreise interessiert sind. Zu ihm gehören vor allem Regeln über das eigentliche Seehandelsrecht (z. B. Frachtverträge) und bestimmte sonstige Tatbestände, die weitreichende rechtliche Folgen haben können (z. B. Kollisionen). In Deutschland sind diese Bestimmungen im vierten Buch des Handelsgesetzbuches (HGB) enthalten und u. a. in folgende Abschnitte eingeteilt: Reeder sowie dessen beschränkte und unbeschränkte Haftung, Kapitän, Seefrachtgeschäft, Havarie und Zusammenstoß, Bergung und Hilfeleistung, Schiffsgläubigerrechte. Auch das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) muß mit herangezogen werden, ferner grundsätzliche Entscheidungen der Rechtsprechung und die in der Praxis entwickelten Handelsbräuche. Im Auslande gibt es ähnliche Gesetze oder Rechtsgrundlagen, von denen die wichtigsten, z. B. die über das Seefrachtgeschäft, den Zusammenstoß, Bergung und Hilfeleistung, international ziemlich vereinheitlicht sind. Einzelne Bestimmungen weichen aber erheblich von den deutschen ab. Während manche gesetzlichen Vorschriften durch vertragliche Abmachungen außer Kraft gesetzt werden können, sind andere im Gesetz ausdrücklich als zwingend gekennzeichnet (vgl. Haager Regeln, s. S. 26) und können nicht geändert werden.

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Referenzen

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    Die zum SSV 1948 zu erlassenden Rechtsverordnungen lagen beim Druck erst im Entwurf vor. Über die Änderung der UVV ist noch nichts bekannt.Google Scholar
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    Die entsprechende deutsche Rechtsverordnung lag beim Druck noch nicht vor.Google Scholar
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    Die deutsche Rechtsverordnung lag beim Druck noch nicht vor.Google Scholar
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    Die deutsche Rechtsverordnung lag beim Druck noch nicht vor.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1955

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