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Schluß

Chapter
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Zusammenfassung

Die Beschäftigung mit Chemie wird dem Architekten und Bauingenieur viel Interessantes bieten und vor allen Dingen ihm das Verständnis für seine Baustoffe erweitern. Es liegt mir nichts daran, aus Architekten und Ingenieuren Chemiker zu machen oder sie mit dem Studium von Chemie zu belasten. Noch weniger ist mir darum zu tun, zu einer Halbbildung Anlaß zu geben, die nie etwas taugt. Aber ein gewisses Kennenlernen der Baustoffe ist notwendig, denn es gibt nicht nur ein inneres Verhältnis zu diesen Baustoffen, sondern es führt zu wirtschaftlichen und kulturellen Vorteilen. Zu wirtschaftlichen Vorteilen, weil richtige angewandte Baustoffe nicht zugrunde gehen und weil Ersparnis beim Bau die Folge diese Kenntnis sind. Kulturellen Vorteil, weil erst dann eine richtige Verwendung unserer modernen Baustoffe möglich ist, wenn man diese Baustoffe kennt. Mit dem Rüstzeug an Baustoffkenntnis, mit welchem noch vor einem Menschenalter unsere Architekten und Ingenieure bauten, ist es heute nicht mehr getan. Der moderne Baumeister muß seine Baustoffe kennen und muß einsehen lernen, daß er ohne diese Kenntnis nicht weiter kommt. Dann wird er durch diese Kenntnis in die Lage gesetzt, Bauausführungen zu wählen und anzuwenden, an die noch vor kurzer Zeit unsere Vorfahren nicht denken konnten. Die modernen Baustoffe, d. h. schwer verfaulbar gemachtes Holz, Stahlbeton, Eisenbeton, Dichtungsstoffe und Kitte geben heute die Möglichkeit, Bauausführungen zu wählen, die dem Baumeister des Altertums oder des Mittelalters bis in die Neuzeit hinein unerreichbare Wunschträume blieben. Mehr Kenntnis der Baustoffe ist deshalb mit Recht seit Jahren der Schlachtruf aufgeklärter Ingenieure und Architekten. Diese Mehrkenntnis der Baustoffe soll dieses Buch von der chemischen Seite vermitteln. Gelingt diese Vermittlung, so hat das kleine Werk seinen Zweck erfüllt, nämlich unseren modernen und modernsten Baustoffen, die oft noch verkannt und in ihren unbegrenzten Möglichkeiten gar nicht begriffen werden, den Weg in die Praxis zu ebnen.

Notes

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1939

Authors and Affiliations

  1. 1.Technischen Hochschule AachenDeutschland
  2. 2.ForschungsinstitutsHüttenzementindustrie DüsseldorfDeutschland

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