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Das Kurbelgetriebe

Die verschiedenen Arten des Kurbelgetriebes
Chapter

Zusammenfassung

Wenn aus einem Gelenkviereck durch Feststellung eines Gliedes ein Kurbelgetriebe entstanden ist1, so kann jeder der beiden Arme entweder ganze Umdrehungen um seinen festen Drehpunkt ausführen oder nur zwischen gewissen Grenzen hin- und herschwingen. Im ersten Fall bezeichnen wir ihn als Kurbel, im zweiten Fall als Schwinge. Demnach unterscheiden wir drei Hauptarten des Kurbelgetriebes:
  1. 1.

    das Doppelkurbelgetriebe, bei dem beide Arme Kurbeln sind

     
  2. 2.

    das Schwingkurbelgetriebe, bei dem der eine Arm Kurbel, der andre Schwinge ist

     
  3. 3.

    das Doppelschwinggetriebe, bei dem beide Arme Schwingen sind.

     

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Notes

Literatur

  1. 1.
    Vgl. Art. 5I.Google Scholar
  2. 1.
    Grashof: Theoretische Maschinenlehre Bd. 2, S. 117. Berlin 1883.Google Scholar
  3. 1.
    R o b e r t s: Three-bar Motion in Plane Space, Proceedings of the London Mathematical Society 1875, vol. VII, p. 14. Vgl. auch J. Kleiber: Beitrag zur kinematischen Theorie der Gelenkmechanismen, Z. Math. Phys. 36 (1891) S. 296.Google Scholar
  4. 1.
    Vgl. jedoch den in Art. 87 behandelten Ausnahmefall.Google Scholar
  5. 2.
    Vgl. R. Müller: Über die Doppelpunkte der Koppelkurve, Z. Math. Phys. 34 (1889), S. 303 u. 372 und 36 (1891), S. 65.Google Scholar
  6. 1.
    Vgl. Art. *36.Google Scholar
  7. 1.
    Bei dem allgemeinen Kurbelgetriebe haben wir auf eine Untersuchung der Polkurven verzichtet, weil diese Kurven zu verwickelt sind, um von den Bewegungsvorgängen des Getriebes ein anschauliches Bild zu geben. Vgl. jedoch R. M ü l l er: Über einige Kurven, die mit der Theorie des ebenen Gelenkvierecks in Zusammenhang stehen, Z. Math. Phys. 48 (1902) S. 224.Google Scholar
  8. 2.
    Nach Art. *35 ist ° ein Doppelpunkt der durch die Paare A°, B und A bestimmten Involution. Diese Involution ist jetzt symmetrisch. Ihr zweiter Doppelpunkt, nämlich der unendlich ferne Punkt der Geraden A B, gehört als Pol zur Durchschlagslage A° B° bei der zuvor betrachteten Parallelbewegung der Koppel.Google Scholar
  9. 1.
    Zu demselben Ergebnis gelangen wir noch kürzer durch folgende Überlegung: Nach Art. *35 existieren für die Durchschlagslage A° B° der Koppel A B eines durchschlagenden Kurbelgetriebes mit dem festen Glied A B zwei Pole; sie sind die Doppelpunkte der durch die Paare A°, B und B°, A bestimmten Involution. Gegenwärtig fällt aber A° mit B zusammen, folglich ist B selbst der eine der beiden Pole, und da die Pole jedes Paar der Involution harmonisch trennen, so ist der andere Poluoder vierte harmonische Punkt zu B°, A und B. — Das Analoge gilt für den Pol β0.Google Scholar
  10. 1.
    Vgl. R. Müller: Über die Gestaltung der Koppelkurven für besondere Fälle des Kurbelgetriebes, Z. Math. Phys. 36 (1891) S. 11.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1932

Authors and Affiliations

  1. 1.Technischen Hochschule DarmstadtDarmstadtDeutschland

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