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Die Differentialdiagnose subfebriler bzw. chronischer Fieberzustände

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Zusammenfassung

Angesichts der oft uneharakteristischen, launenhaften und „pseudoneurasthenischen“ subjektischen Störungen solcher subfebriler chronischer Krankheiten muß es als Regel gelten, durch genaue Temperaturmessung sicherzustellen, ob Fieber besteht oder nicht. Dies kann nie durch eine einmalige Temperaturmessung geschehen. Die Kranken sind vielmehr einige Tage durchzumessen; und zwar sollen die Messungen stets im After oder Munde ausgeführt werden. Es ist dabei nicht nur die absolute Höhe der Temperatur zu beachten, sondern auch ein etwa auffallend großer Unterschied zwischen Morgen- und Abendtemperatur. Die Messungen sind ferner sowohl bei Bettruhe, als auch nach einer körperlichen Anstrengung vorzunehmen, da mitunter erst eine solche, z. B. ein Spaziergang, die Neigung zu Temperatursteigerungen erkennen läßt. Bei Frauen ist auch die Zeit der Regel zu berücksichtigen, da sich die Temperatursteigerung gerade als sog. prämenstruelle kenntlich machen kann. In manchen Fällen wird man die Temperatursteigerung sogar nur dann entdecken, wenn man in dem oft rasch vorübergehenden Zustande besonderen Unbehagens mißt. Endlich denke man daran, daß bei älteren Leuten schon sehr geringe Temperatursteigerungen als pathologisch gelten müssen. Aber auch bei jugendlichen Personen kann eine Temperatur von über 37,3° in der Achsel und 37,5° im After ein krankhafter Zustand sein.

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Notes

Hinweise

  1. 1).
    Neumann, Die Klinik der beginnenden Lungentuberkulose Erwachsener. Wien: Springer 1924.CrossRefGoogle Scholar
  2. 1).
    Kollebt, Beitr. z. Klinik d. Tuberkul. Bd. 45, S. 335. 1920.CrossRefGoogle Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1942

Authors and Affiliations

  1. 1.Universitätsklinik in Königsberg I.PrDeutschland

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