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Die Myelogonie pp 101-106 | Cite as

Die Myelogonie in der Literatur

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Zusammenfassung

Wir haben schon wiederholt darauf hingewiesen, daß die Myelogonie in ihrer reinen typischen Form bis jetzt noch von niemandem im Blute beschrieben und erkannt worden ist1). Was ihr weiteres Entwicklungsstadium in Form von Megakaryozyten betrifft, so war es, besonders das Vorkommen derselben im Parenchym, ziemlich gut bekannt. Was aber das Blut betrifft, so hat man hier dieses Entwicklungsstadium der Myelogonie als einen zufälligen, belanglosen Bestandteil des leukämischen Blutbildes betrachtet, und als ein Zellfragment, als Fragment des Megakaryozyten aufgefaßt. Reine Myelo-gonienleukämie, ebenso wie die Myelogoniose überhaupt, war bis jetzt nicht beobachtet worden.

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Notes

Referenzen

  1. 1).
    1) Die typische Blutmyelogonie kann bei unzweckmäßiger, sonst aber guter, Färbung unerkannt bleiben. Wir haben wiederholt die Erfahrung gemacht, daß Myelogonien, die bei Färbung mit unserer Polychromlösung sofort durch ihre schöne Kernstruktur auffielen, bei der Färbung nach Giemsa oder sogar nach Pappenheim (May-Giemsa) eine undeutliche Kernstruktur bekommen, weshalb man sie für Myeloblasten halten kann. Nur auf diese Weise könnte das merkwürdige Faktum erklärt werden, daß, obwohl die Myelogonie keinen seltenen Blutbefund darstellt, sie bis jetzt unerkannt geblieben ist.Google Scholar
  2. 1).
    Diese Zellen fand u. a. auch Versé in seinen Plasmozytomfällen.Google Scholar
  3. 1).
    Es sprechen mehrere Umstände dafür, daß auch die von Pappenheim auf derselben Tafel abgebildeten lymphozytären Reizungszellen (Prototyp 54) ebenfalls als große und kleine Myelogonien mit stark pyknotischen Kernen auf-gefaßt werden könnten. Diese Vermutung muß aber noch durch weitere Untersuchungen bestätigt werden. Anämie (Deutsch. Archiv f. klin. Med., Bd. 111, 1913). Die von N. beschriebenen und abgebildeten Zellen, welche der Verfasser, ebenfalls wie ein von ihm nicht genannter Hämatologe, geneigt ist z. T. als Vorstufen von Myeloblasten aufzufassen, sind augenscheinlich unsere Myelogonien, die aber viel zu blaß abgebildet oder gefärbt sind. Ob die neuerdings von Marchand (4) beiKala-Azar in den blutbildenden Organen vorgefundenen „stark basophilen rundlichen und eckigen größeren Zellen (sog. große Lymphozyten, oft Plasmazellen ähnlich)” mit unseren Myelogonien übereinstimmen, muß dahingestellt bleiben. Auch die von Sternberg (3) in einem Falle von Myeloblasten — Pseudo-leukämie im Parenchym gefundenen großen ein- und mehr kernigen, dunkel -kernigen Zellen scheinen unseren Myelogonien nicht unähnlich zu sein.Google Scholar
  4. 1).
    1) Schon nach Abfassung des -Manuskriptes erschien die Arbeit von Kurt Nicol: Wucherung myeloblastenähnlicher Elemente (diffuse Myeloblastose?) in den retroperitonealen Lymphdrüsen in einem Fall von perniziöserGoogle Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1914

Authors and Affiliations

  1. 1.Szpital StarozakonnychWarschauPolen

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