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Physikalische Grundlagen der Niederdruckentladungen

  • Hans von Bertele
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Zusammenfassung

Bei der praktischen Verfolgung von Konstruktions- und Betriebsfragen von Stromrichter-Gefäßen macht sich der Mangel einer Zusammenstellung der wichtigsten physikalischen Begriffe und Grundvorstellungen der Niederdruck-Dampf- und Gasentladungsphysik oft störend bemerkbar. In den verschiedenen Hand-und Lehrbüchern [21] sind die Niederdruckentladungsprobleme verständlicherweise nur im Zusammenhang einer allgemeinen Darstellung von Entladungen oder Lichtbögen gebracht. Dadurch sind einerseits die Probleme speziellen Interesses erst aus dem allgemeinen Zusammenhang herauszuschälen und anderseits häufig überdies aus verschiedenen Werken zusammenzuholen, wie die jeweiligen Autoren eben einzelne Details einbeziehen wollten oder ihnen entsprechende Zahlenwerte zur Verfügung standen. In den folgenden Abschnitten ist nun eine Zusammenfassung solcher Da-ten und Vorstellungen gegeben, wie sie der Verfasser im Lauf der Zeit für die Behandlung von Stromrichter-Gefaßproblemen zusammengetragen hat. Für ein näheres Eingehen auf die allgemei-nen physikalischen Zusammenhange muß natürlich auf die Lehrbücher und die speziellen Arbeiten der Literaturnachweise zurückgegriffen werden.

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Referenzen

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    S. Chapman [24 a] erwähnt als Beispiel, daß bei einer Wasserstoff-Sticksloffmischung 32,7/67,3 °/o und einem Temperaturunterschied von 274° C auf 11° C die endgültige Konzentrationsänderung 100 (K’A — KA) = 3,62 betrug, was in diesem speziellen Fall auf kT = 0,l schließen läßt. Die heutigen praktischen Kenntnisse über die Thermodiffusion sind noch relativ gering; sicher ist aber, daß kT mit zunehmenden Konzentrationsunterschieden abnimmt.Google Scholar
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    Das Vorhandensein einer Maxwe11sehen Geschwindigkeitsverteilung reicht aber nicht aus, das L angmuirsehe Plasma-Paradoxon zu erklären. Es zeigt sich nämlich, dali bereits in so kleinen Zeiten und über so geringe Abstände eine einheitliehe Elektroneuenergieverteilung zustandekommt, daß die Eigengeschwindigkeit hierzu nicht ausreicht. Man nimmt daher an, daß sehr hohe Plasma-Elektronen-Schwingungen in Mikrogebieten auftreten, die die raschen Ausgleiche vollziehen [25 b].Google Scholar
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    Die hier gebraclite Ableitung entspricht formal völlig der von Schottky gegebenen. Trägerneubildung j ist die Anzahl der je cm3/sec gebildeten Trägerpaare und Trägerabfluß y ist die je Sekunde aus der Volumseinheit austretende Anzahl Tragerpaare.Google Scholar
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    In einer der vorgenannten Arbeiten [3] findet sieh eine Abschätzung der in Croßstromrichtern herrsehenden Diffusionsdaten. Demnach liegt Da zwischen 2000 und 4000 cm/sec und b+ ist ~ 3000 cm/sec pro Volt/cm.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Wien 1952

Authors and Affiliations

  • Hans von Bertele
    • 1
    • 2
  1. 1.Purley, SurreyEngland
  2. 2.Technischen HochschuleWienÖsterreich

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