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Die Versorgung der Trepanationslücke mit Fremdknochen

  • G. Merrem

Zusammenfassung

In den meisten Lehrbüchern ist heute das typische operative Vorgehen bei einer Trepanation noch in der Form dargestellt, daß die mittels der verschiedenen Trepanationsverfahren gewonnene Knochenplatte im Zusammenhang mit einem mehr oder weniger großen Periostmuskellappen bleibt und zurückgeschlagen wird. Die meisten Neurochirurgen sehen jedoch in dem Verbleiben der Knochenplatte in der Nähe des Hirnoperationsgebietes ein störendes Hindernis, und die völlige Herausnahme der Knochenplatte und Aufbewahrung derselben in einer sterilen Kompresse während der Operation dürfte die Methode der Wahl geworden sein. Beim Verschließen der Schädellücke haben wir somit bei Wiedereinfügen der Platte ein autoplastisches Transplantat vor uns, und zwar ein. homologes, da es ja dem gleichen Knochenbereich entnommen ist. In der Knochentransplantationslehre der Extremitätenknochen gelten aus entwicklungsgeschichtlichen Gründen andere Voraussetzungen und es scheint sich dort im großen und ganzen nach der letzten zusammenstellenden Arbeit von Roth aus der Baseler Klinik die Meinung durchzusetzen, daß für diese Teile des Knochensystems durch Tiefkühlung konservierte Knochen verwendet werden sollten. Die weitere Behandlung des autoplastischen Transplantats, also der Knochenplatte, geschieht nun lehrbuchmäßig am häufigsten nach der Methode, daß wir nach Anlegen von Bohrlöchern die Befestigung mittels Draht- oder Perlonnähten vornehmen.

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Copyright information

© Springer-Verlag Wien 1955

Authors and Affiliations

  • G. Merrem
    • 1
  1. 1.Neurochirurgischen UniversitätsklinikLeipzigDeutschland

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