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Zusammenfassung

Die Beurteilung des Angiogramms eines rezidivierenden Hirntumors ist bedeutend schwieriger als das bei einer erstmals auftretenden Hirngeschwulst. Der Grund ist darin zu suchen, daß sich beim Tumorrezidiv der neuerlich wachsende Prozeß in einem Gewebe abspielt, in dem es infolge der vorhergegangenen Operation zu Schrumpfungen und Verziehungen gekommen ist. Diese beiden Komponenten, die Schrumpfung und die neuerliche Expansion, wirken auf die Hirngefäße in verschiedenen, oft sogar in entgegengesetzten Richtungen. Deutliche Gefäßverlagerungen, die bei einer erstmalig auftretenden Hirngeschwulst die Diagnose im Angiogramm einfach gestalten können, fehlen öfters beim Rezidiv, da sich hier alte Schrumpfungen infolge der Operation und neuerliche Expansion des Tumors in ihrer Wirkung auf das Hirngefäßsystem aufheben können. Das gleiche kann beim Rezidivtumor auch für die pathologische Spannung und Streckung von Gefäßen, die man oft beim erstmals auftretenden Tumor im Angiogramm sieht, gelten. Auch diese kann beim Rezidiv durch die in verschiedenen Richtungen wirkenden Komponenten der Verziehung und neuen Expansion aufgehoben werden.

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Copyright information

© Springer-Verlag Wien 1955

Authors and Affiliations

  • K. Gloning

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