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Verseifbare Fette

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Zusammenfassung

Pflanzliche und tierische Fette werden als Speiseöle (Olivenöl, Sonnenblumenöl, Mohnöl, Erdnußöl, Schmalz usw.), sofern sie nicht trocknend sind, ebenso wie tierische Fette als Schmieröle, Ledereinfettungsöl (z. B. Tran)usw. verwendet. Trocknende Öle werden als Firnisgrundlage für Rostschutz- und Malerfarben, für Kitte, Linoleum usw. benutzt. Im Vordergrund steht hier Leinöl, für Malerfarben werden auch Sonnenblumenöl, Mohnöl, Sojabohnenöl, Perillaöl benutzt. Ein sehr geschätztes trocknendes Öl ist das chinesische Holzöl, gewonnen aus den Samen von Aleurites cordata.

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Notes

Literatur

  1. 1).
    Es ist in Alkohol und Äther leicht löslich, wachsartig und kristallinisch. Mit Wasser quillt es zu einer opalisierenden Lösung auf, aus der es durch Salze gefällt wird. Mit Basen und Säuren bildet es Salze, mit Platinchlorid entsprechend seinem Gehalt an Cholinbase ein schwerlösliches Doppelsalz (C42H84NPO8HCl)2PtCl4. Durch Kochen mit Säuren oder Barytwasser zerfällt es in Cholin, Glyzerinphosphorsäure, und Stearinsäure. Aus diesem Zerfall wird seine Konstitution abgeleitet, die auch durch synthetische Versuche von A Hundeshaen (Journ. f. prakt. Chem. 1883, [2] 28, 219)CrossRefGoogle Scholar
  2. 1a).
    A. Grün u. F. Kade (Ber. 1912, 45, 3367) gesichert erscheint.CrossRefGoogle Scholar
  3. 1).
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  4. 1).
    Die Lösung wird durch Auflösen von 3 g Stearinsäure in 1 L warmem Alkohol, Abkühlen der Lösung in doppelwandiger Eiskiste über Nacht und Abfiltrieren mit Hilfe der umstehend skizzierten Vorrichtung oder im Eistrichter (S. 47) hergestellt.Google Scholar
  5. 1).
    Da die ausgeschiedene Stearinsäure leicht Verstopfungen des Kattunfilters bewirkt, muß man event, auf dem Eistrichter (S. 47), welcher durch Zusatz von wenig Salz zum Eis zu kühlen ist, filtrieren.Google Scholar
  6. 2).
    Dies dürfte natürlich für Arachinsäure, Lignozerinsäure und andere höher als Stearinsäure schmelzende gesättigte Säuren nicht zutreffen. (Abscheidung von Arachin- und Lignozerinsäure s. S. 419.)Google Scholar
  7. 1).
    Das Thermometer ist von 10 bis 60° in Zehntelgrade geteilt. Die Marke 10° soll 3 bis 4 cm über dem Quecksilbergefäß liegen; dieses soll 3 cm lang und 6 mm dick sein. Bezugsquelle: Vereinigte Fabriken für Laboratoriumsbedarf, Berlin.Google Scholar
  8. 1).
    Zu beziehen von Zeiß, Jena.Google Scholar
  9. 1).
    Die Mengenverhältnisse beziehen sich auf die direkt abgeschiedenen, noch nicht durch Umkristallisieren gereinigten Alkohole.Google Scholar
  10. 1).
    Dissertation P. Werner, Berlin 1911.Google Scholar
  11. 1).
    Man benutzt zweckmäßig das gegen Alkalien ziemlich widerstandsfähige Glas von Schott und Gen. in Jena; s. auch Hefel-mann und Mann, Pharm. Zentralhalle 1895.Google Scholar
  12. 1).
    Zur richtigen Ausführung der Methode ist die folgende Vorschrift, sowohl was die Abmessungen des Apparates als die angegebenen Abwägungen betrifft, strengstens zu beachten (so geben z. B. größere Kolben als solche von 300 ccm Inhalt zu hohe Werte).Google Scholar
  13. 1).
    Von der großen Zahl von Arbeiten, welche sich mit der Hübischen Jodzahl beschäftigen, sind zu nennen: v. Hübl, Dinglers polyt. Journ. Bd. 253, 281; C. Liebermann, Berichte 1891, 24, 4117Google Scholar
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  22. 1).
    Am besten nimmt man methylalkoholische Kalilauge.Google Scholar
  23. 2).
    Durch einen blinden Versuch zu ermitteln.Google Scholar
  24. 1).
    E. und M. haben zur Mittelbildung und zur Berechnung der Linolensäuremenge nur handelsübliche Leinöle herangezogen. Solange wie aber bei den nicht zur Mittelbildung herangezogenen von E. und M. selbst gepreßten Ölen oder solchen mit dunklen Fettsäuren nicht noch in anderer Weise (durch Ermittelung von Jodzahl, Verseifungszahl, Brechungsexponent) bewiesen wird, was Eibner nach einer Privatmitteilung in Aussicht stellt, daß diese Produkte nicht handelsüblichen reinen Leinölen gleich zu erachten sind, erscheint es nicht ganz unbedenklich, sie ohne weiteres von der Mittelbildung a-uszuschließen.Google Scholar
  25. 1).
    The Analyst 1896, 328. Die Verf. scheiden die Stearinsäure nach S. 389 ab. Der Befund erscheint nicht einwandfrei.Google Scholar
  26. 2).
    Als Marokko-Olivenöl mit bis 95 gehender Jodzahl wird ein Öl bezeichnet, das nicht von der Olive, sondern von einer anderen Nutzpflanze Marokkos stammt. Ähnlich verhält es sich mit Javaolivenöl, da in der Breite von Java die Olive nicht vorkommt (E. A. Sasserath, Zeitschr. f. Nähr. und Genußm. 1910, 20, 749).Google Scholar
  27. 3).
    Ähnlich verhält sich Paranußöl (Bertholethia excelsa), spez. Gew. 0,918, ep 0° ,V.-Z. 193,4, J.-Z. auch der Fettsäuren 106,0, Schm. der Fettsäuren 28–30°.Google Scholar
  28. 4).
    Nach H e h n e r und Mitchell 7 % Stearinsäure, nach Hazura (Monatshefte 10, 242) ist ungesättigte Säure auch Hypogaeasäure C16H20O2.Google Scholar
  29. 5).
    Compt. rend. 73, 1330. Ferner Tortelli und Ruggeri, Chem.-Ztg. 1898, 600; Arch butt, Journ. Soc. Chem. Ind. 1898, 1124.Google Scholar
  30. 6).
    Marre, Rev. chim. pure et appl. 1911, 186; Zeitschr. f. angew. Chem. 1911, 2033.Google Scholar
  31. 7).
    F. Ulzer und K. Zumpfe finden, daß Traubenkernöl in Petroläther leicht löslich ist, daß die ätherunlöslichen Bleisalze der Fettsäuren 7–8 % Säuren vom Schm. 56, Jodzahl 0,4, geben und ein Gemisch von Palmitin- und Stearinsäure sind, daß die Säuren aus dem ätherischen Bleisalz sich bei der Oxydation mit KMnO4 in der Hauptsache als bestehend aus Linolsäure, daneben Ölsäure und Rizinolsäure erweisen. Die in kaltem Äther unlöslichen, in heißem Äther löslichen Bleisalze sind in äußerst geringer Menge vorhanden. Die daraus abgeschiedenen Säuren geben bei der Oxydation eine Säure vom Schm. 115° (Dioxybehensäure und Erukasäure, Schm. 127°). Da die Säure außerdem J.-Z. = 0,4 hat, erscheint die Annahme von Fitz, daß Erukasäure vorhanden, nicht richtig.Google Scholar
  32. 1).
    Dem Mandelöl ähnliches Verhalten betr. Konstanten weisen Aprikosen- und Pfirsichkernöl auf.Google Scholar
  33. 2).
    Biebersches Reagens (rauchende Salpetersäure, konz. Schwefelsäure und Wasser zu gleichen Vol.) 1 T. + 5 T. Öl geben mit Mandelöl gelblichweiße, mit Aprikosen- und Pfirsichkernöl sofort pfirsichrote bis orange Färbung; ähnliche Färbungen treten mit Phlorogluzinäther und Salpetersäure 1,42 ein; vgl. C hwolles Pharm. Ztg. 1903, 109.Google Scholar
  34. 3).
    Zeitschr. f. analyt. Chemie 3, 233.Google Scholar
  35. 1).
    Im Baumwollstearin (vom Öl abgepreßt) sind nach Hehner und Mitchell 3,3 % Stearinsäure vorhanden.Google Scholar
  36. 2).
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    Hohe R.-M.-Z. (4,2–4,4) besitzen die in Gärungsbottichen erhaltenen Öle, nach Win-field sogar bis 9,9.Google Scholar
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  45. 6).
    Farben-Ztg. 1912.Google Scholar
  46. 1).
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  47. 2).
    Amthor u. Zink, Frühling, Zeitschr. f. angew. Chem. 1896, 352.— Nußberger, Zeitschr. f. analyt. Chem. 1897, 269. Die Angaben der Tabelle gelten für Bücken-, Herz-, Nieren- und Kammfette.Google Scholar
  48. 3).
    Das Fett von der Brust und den Keulen enthält keine Stearinsäure.Google Scholar
  49. 4).
    Büffelbutter aus Mazedonien verhält sich nach Jorissen (Chem.-Ztg. 1898, 162) betr. Zusammensetzung wie Kuhbutter, 0,866 bei 100°, Refr.-Z. 45, R.-M.-Z. 29,6.Google Scholar
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    22,7–24,2, Farnsteiner u.Karsch (in Ausnahmefällen). Butter unter 26 nach den „Vereinbarungen” I, S. 96 verdächtig. Zusatz von Kokosbutter durch Bestimmung der unlöslichen flüchtigen Fettsäuren nach Polenske , s. S. 440; Juckenack u. Pasternack, Zeitschr f Unt. d. Nahr.- und Genußm. 1904, S. 193.Google Scholar
  51. 1).
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  52. 2).
    Tsujimoto, Chem. Rev. 1909, 16, 84.Google Scholar
  53. 3).
    Steenbuch, Zeitschr. f. angew. Chem. 1889, 64.Google Scholar
  54. 4).
    In dem besonders bereiteten japanischen Öl konnte Fahrion keine Jecormsaure finden, dagegen fand er als flüssige ungesättigte Säure die Asellinsäure. Die Frage der Zusammensetzung dieser Trane hält Lewkowitsch für offen (siehe auch Weiß , Der Gerber, 1893, 137).Google Scholar
  55. 5).
    Fahrion (Chem.-Ztg. 1893) nimmt in der flüssigen Säure die Gegenwart von Asellinsäure C17H32O2 an, die Jodzahl der flüssigen Säure beträgt 175,5.Google Scholar
  56. 6).
    Merlangustran und japanisches Fischöl an der Berührungsstelle intensiv blau, beim Rühren braumn, nach 2–3 stündigem Stehen der Mischung gelb, bei Robbenöl ist die Farbe anfangs unverändert, wird aber später braun.Google Scholar
  57. 1).
    Die Mehrzahl der Direktionen schreibt vor, daß die zu liefernden Rüböle und Leinöle klar und hellgelb gefärbt sind. Baden, Bayern und Württemberg bestimmen, daß die Zähigkeit der Rüböle wenigstens 12 bei 20° (Engler) beträgt. 2) Bedingungen der Kaiserl. Werft Wilhelmshaven.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1913

Authors and Affiliations

  1. 1.Technischen Hochschule BerlinDeutschland

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