Advertisement

Zusammenfassung

Längstwellen sind elekromagnetische Wellen mit Frequenzen zwischen 10 und 30 kHz, also Wellenlängen zwischen 10 und 30 km. Für die Nachrichtentechnik ergehen sie bis heute die sicherste und weitestreichende drahtlose Telegraphieverbindung. Darüber hinaus erstreckt sich ihre Anwendung auf Navigation[WILLIAMS, 1951], Präzisions-Zeitvergleiche über große Entfernungen [PIERCE, 1957] und, im Zusammenhang damit, neuerdings Satellitenortung [LOONEY, 1964]. Die hohen Reichweiten der Längstwellenausbreitung beruhen darauf, daß sowohl die Erde als auch die unteren Schichten der Ionosphäre bei diesen niedrigen Frequenzen einen hohen Reflexionsfaktor haben. Daher werden die Wellen zwischen der Erde und der tiefen Ionosphäre wie in einem Wellenleiter geführt. Die Übertragereigenschaften dieses Wellenleiters sind nun von dem Zustand seiner oberen Begrenzung stark abhängig. Daher ist zu erwarten, daß geeignet angesetzte Vermessungen der Längstwellenausbreitung Auskunft über die tiefe Ionosphäre ergeben. Solche Auskunft ist jedoch dem Geophysiker erwünscht, denn eben für den Höhenbereich, in dem Längstwellen reflektiert werden, gibt es nur wenige zuverlässige und zugleich billige Meßverfahren. Die Aufgabe dieser Arbeit ist, eines der technisch einfachsten Längstwellen-Meßverfahren auf seinen Informationsgehalt hin zu untersuchen. Es ist zu klären, durch welche Parameter der ionosphärische Wellenleiter für Längstwellen zu beschreiben ist und welche von diesen den Längstwellenmessungen zugänglich sind.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1965

Authors and Affiliations

There are no affiliations available

Personalised recommendations