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Zusammenfassung

Blutplättchen lassen sich mit Indium-111 markieren, ohne daß ihre Fähigkeit abnimmt, an thrombotischen Prozessen teilzunehmen. In den letzten Jahren hat die Szintigraphie mit 111-In-markierten Blutplättchen eine zunehmende Anwendung in der Angiologie, Kardiologie und Hämatologie gefunden. Um nachzuprüfen, welche diagnostische Wertigkeit diese nichtinvasive Methode der Diagnostik bei Patienten mit cerebrovaskulären Erkrankungen besitzt, wurde die Thrombozytenszintigraphie bei 171 Schlaganfallpatienten durchgeführt. Bei allen Patienten wurden 24 Stunden nach Injektion der radioaktiv markierten Blutplättchen szintigraphische Aufnahmen der Halsgefäße vorgenommen. Bei 92 Patienten erfolgte zur Bestimmung des zirkulierenden Blutpools und zur Quantifizierung der plättchengebundenen Aktivität eine Doppelisotopen-Szintigraphie, die aus der gleichzeitigen Registrierung von 111-In- Aktivität und erythrozytengebundener 99m-Tc-Aktivität besteht. Um eventuelle kardiale Emboliequellen nachweisen zu können, wurde zusätzlich bei 42 Patienten eine Szintigraphie des Herzens vorgenommen. Bei 28 dieser Patienten bestand klinisch der dringende Verdacht auf eine kardiale Hirnembolie.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1990

Authors and Affiliations

  • Christof Kessler
    • 1
  1. 1.Klinik für NeurologieMedizinischen Universität zu LübeckLübeck 1Deutschland

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