Sachenrecht pp 39-42 | Cite as

Einleitung in das Recht des Besitzes

  • Hans Josef Wieling
Part of the Springer-Lehrbuch book series (SLB)

Zusammenfassung

Besitz ist die tatsächliche Herrschaft über eine Sache. So wie der Eigentümer das Recht hat, mit der ihm gehörigen Sache nach Belieben zu verfahren und andere von jeder Einwirkung auszuschließen (§ 903, 1), so ist der Besitzer dazu tatsächlich in der Lage. Vom Besitz völlig zu trennen ist die Frage nach dem Recht zum Besitz: Ob jemand als Eigentümer, Mieter, Verwahrer berechtigt ist, die tatsächliche Sachherrschaft auszuüben, spielt für die Tatsache des Besitzes keinerlei Rolle. Auch der Dieb, Räuber, Unterschlagende ist Besitzer, obwohl er ein Recht zum Besitz nicht hat. Die Vermengung von Besitz und Recht zum Besitz ist ein häufig vorkommender Fehler.

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Referenzen

  1. 1).
    Der petitorische „Besitzschutz“, der in § 1007 geregelt ist, stützt sich dagegen auf ein Recht zum Besitz, nicht auf den Besitz.Google Scholar
  2. 2).
    Das Gesetz kennt diesen Terminus nicht, er ergibt sich indirekt als Gegensatz zum mittelbaren Besitz aus § 868.Google Scholar
  3. 3).
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    Vgl. Schwab-Prütting § 6 IV; Medicus, BürgR N. 607.Google Scholar
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    Vgl. etwa Wolff-Raiser § 17; Schwab-Prütting § 6 III.Google Scholar
  7. 7).
    Vgl. etwa Wolff-Raiser § 17 Fn. 1; Heck, Exkurs 1, 6; vertreten wird die Ansicht noch von Planck-Brodmann 6 vor § 854.Google Scholar
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    So zu Recht Larenz AT § 2 II Fn. 7.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1994

Authors and Affiliations

  • Hans Josef Wieling
    • 1
  1. 1.Fachbereich RechtswissenschaftUniversität TrierTrierDeutschland

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