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Sachenrecht pp 361-370 | Cite as

Nutzungs- und Erwerbsrechte an Grundstücken

  • Hans Josef Wieling
Part of the Springer-Lehrbuch book series (SLB)

Zusammenfassung

Dienstbarkeiten sind dingliche Rechte an einem Grundstück, kraft derer der Inhaber berechtigt ist, das Grundstück in gewisser Weise zu nutzen. Die Dienstbarkeit schränkt also den Gebrauch des Grundeigentums ein und überträgt das Gebrauchsrecht insoweit auf den Inhaber der Dienstbarkeit; dieser kann verlangen, daß der Eigentümer ihm den Gebrauch gestatte oder einen bestimmten Gebrauch unterlasse. Als dingliches Recht lastet die Dienstbarkeit auf dem Grundstück; sie kann aber nicht eine persönliche Verpflichtung des Eigentümers begründen, irgendeine Leistung zu erbringen oder etwas zu tun: servitus in faciendo consistere nequit.

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Referenzen

  1. 1).
    Man faßt diese Dienstbarkeiten, vom Eigentümer aus gesehen, zusammen als Servitutes, quae in patiendo consistunt, die auf ein Dulden gehen.Google Scholar
  2. 2).
    Als völliges Bauverbot für bestimmte Grundstücksteile, OLG Neustadt NJW 58, 635; als beschränktes Bauverbot, z.B. für bestimmte Bebauungsart mit Bauhöhenbegrenzung, BGH JZ 67, 322.Google Scholar
  3. 3).
    Servitutes, quae in non faciendo consistunt, die auf ein Nichttun gehen.Google Scholar
  4. 4).
    Die Grunddienstbarkeit gilt gemäß § 96 als Bestandteil des herrschenden Grundstücks, vgl. oben § 2 III 1 d.Google Scholar
  5. 5).
    Sie werden auch als Realrechte bezeichnet, vgl. Wolff-Raiser § 2 IV 2, das Gesetz bezeichnet sie in § 444 mit dem alten Ausdruck „Gerechtsame*4.Google Scholar
  6. 6).
    Vgl. oben § 19 I 3 b bb.Google Scholar
  7. 7).
    Auch ein gutgläubiger Erwerb ist nur aufgrund der Eintragung der Dienstbarkeit beim dienenden Grundstück möglich, nicht aufgrund des Vermerks beim herrschenden, vgl. BayObLG NJW-RR 87, 790; Luke, JuS 88, 524 f.; Schmidt, JuS 88, 154.Google Scholar
  8. 8).
    Vgl. oben § 20 I 4; auch BGH 41, 209; M. Wolf N. 732.Google Scholar
  9. 9).
    Vgl. oben § 1 II 3 a.Google Scholar
  10. 10).
    Vgl. etwa MünchenerK-Falckenberg § 1018 N. 14, 24.Google Scholar
  11. 11).
    Es muß sich aber nicht um einen wirtschaftlichen Nutzen handeln, auch Annehmlichkeiten reichen aus, Motive 3, 481.Google Scholar
  12. 12).
    Vgl. Motive 3, 481: RG 30, 207.Google Scholar
  13. 13).
    Vgl. Motive a.a.O.Google Scholar
  14. 14).
    Vgl. OLG München NJW 57, 1765; Baur § 33 II 4. 15) Vgl. BGH 29, 244.Google Scholar
  15. 16).
    Vgl. etwa Baur § 33 II 4; Palandt-Bassenge § 1018 N. 24. 17) Vgl. BGH 29, 244, ebenso M. Wolf N. 737; Erman-Baumert § 1018 N. 17. 18) Vgl. Planck-Strecker § 1018 N. 2 b; Wolff-Raiser § 106 II 2; MünchenerK-Falckenberg § 1018 N. 33; Joost, NJW 81, 309.Google Scholar
  16. 19).
    So zu Recht BayObLG MDR 80, 579; Palandt-Bassenge § 1018 N. 5; MünchenerK-Falckenberg § 1018 N. 43 mit Lit. in Fn. 211; Schwab-Prütting § 77 VII 2.Google Scholar
  17. 20).
    So zu Recht BayObLG MDR 80, 579; BayObLG MDR 82, 936; Palandt-Bassenge, Schwab-Prütting a.a.O. gegen BGH NJW 79, 2149; BGH NJW 81, 343; BGH NJW 85, 2475; BGH NJW 88, 2364 f.Google Scholar
  18. 21).
    HM., vgl. etwa MünchenerK-Falckenberg § 1018 N. 51 ff.Google Scholar
  19. 22).
    Vgl. Motive 3, 489.Google Scholar
  20. 23).
    Vgl. MünchenerK-Falckenberg § 1027 N. 1, 9; M. Wolf N. 742.Google Scholar
  21. 24).
    Vgl. oben § 20 III 2 b.Google Scholar
  22. 25).
    Vgl. zu den landesrechtlichen Regelungen MünchenerK-Pecher Art. 96 EGBGB N. 2.Google Scholar
  23. 26).
    Zur Geschichte der Reallast vgl. Motive 3, 572 ff.Google Scholar
  24. 27).
    Vgl. unten § 29 III 3 und 4.Google Scholar
  25. 28).
    Eine nachträgliche Umänderung ist nicht möglich, §§ 1110, 1111 I.Google Scholar
  26. 29).
    Näherrechte sind Erwerbs- und Vorkaufsrechte für Familienangehörige, die „näher“ an einer Sache sind, welche an einen Familienfremden veräußert wurde, vgl. Mitteis-Liebrich, Deutsches Privatrecht § 34.Google Scholar
  27. 30).
    Es ist dann im Zweifel nicht übertragbar und vererbbar, vgl. §§ 1098, 514.Google Scholar
  28. 31).
    Beispiel: E hat dem K ein Vorkaufsrecht eingeräumt, dann verschenkt er das Grundstück an S; das Vorkaufsrecht greift nicht ein. S verkauft das Grundstück an X; K kann jetzt das Vorkaufsrecht ausüben.Google Scholar
  29. 32).
    So Wolff-Raiser § 126 V 1 nach Fn. 29.Google Scholar
  30. 33).
    Es gilt nach § 96 als wesentlicher Bestandteil des Grundstücks.Google Scholar
  31. 34).
    Ein Verkauf an einen gesetzlichen Erben mit Rücksicht auf sein Erbrecht löst im Zweifel das Vorkaufsrecht nicht aus, §511. 35) Vgl. oben § 22 IV 1.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1994

Authors and Affiliations

  • Hans Josef Wieling
    • 1
  1. 1.Fachbereich RechtswissenschaftUniversität TrierTrierDeutschland

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