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Sachenrecht pp 200-214 | Cite as

Das Pfandrecht

  • Hans Josef Wieling
Chapter
Part of the Springer-Lehrbuch book series (SLB)

Zusammenfassung

a) Das BGB kennt als vertragliches Pfandrecht nur das Besitzpfand, die Mobiliarhypothek ist grundsätzlich abgeschafft1) . Dennoch hat der Gesetzgeber in einigen Fällen besitzlose Pfandrechte zugelassen, um besonderen Bedürfnissen abzuhelfen; so kann etwa der Pächter eines landwirtschaftlichen Grundstücks das ihm gehö Inventar (= Zubehö) ohne Besitzübertragung verpfänden, vgl. §§ 1 ff. Pachtkreditgesetz2). Auch von Gesetzes wegen kö besitzlose Pfandrechte entstehen, wie etwa das Vermieterpfandrecht, vgl. unten VIII a.1

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Referenzen

  1. 1).
    Mit „Hypothek’4 bezeichnete man im rö und gemeinen Recht besitzlose Pfandrechte.Google Scholar
  2. 2).
    Im Schö Nr. 42, vgl. ferner Palandt-Bassenge 2 ff. vor § 1204.Google Scholar
  3. 3).
    Im Zweifel darf man davon ausgehen, daß die Parteien alle aus dem Geschäft entstehenden Verbindlichkeiten sichern wollten.Google Scholar
  4. 4).
    So zutreffend gegen die hM. Schmidt, AcP 134, 131 ff.; E. Wolf § 8 B III b. 5) Staudinger-Wiegand § 1205 N. 28. 6) Vgl. oben § 9 I 2 d. 7) Vgl. oben § 10 IV.Google Scholar
  5. 8).
    So aber Soergel-Augustin § 1207 N. 15; dagegen zutreffend MünchenerK-Damrau § 1207 N. 8.Google Scholar
  6. 9).
    Vgl. dazu unten VIII b.Google Scholar
  7. 10).
    Vgl. etwa Staudinger-Wiegand § 1207 N. 9; BGH 17, 5; BGH NJW 63, 2223.Google Scholar
  8. 11).
    Vgl. unten VI 2 b.Google Scholar
  9. 12).
    So auch Heck § 105 I; Westermann-Gursky § 64 I 2 b; AlternK-Reich § 1215 N. 2. Die hM. lehnt dies ab, muß aber — um zu befriedigenden Ergebnissen zu kommen — in Einzelfallen immer wieder die §§ 1215 ff. analog anwenden.Google Scholar
  10. 13).
    Oder steht ihm eine dauernde Einrede entgegen, § 1254.Google Scholar
  11. 14).
    Befriedigt der Schuldner den Gläubiger, so erlö Forderung und Pfandrecht.Google Scholar
  12. 15).
    Vgl. oben II a.Google Scholar
  13. 16).
    Der Bürge kann verlangen, daß der Gläubiger seine Befriedigung zunächst aus einer Pfandsache des Schuldners suche, § 772 ILGoogle Scholar
  14. 17).
    Nur ausnahmsweise kann sich aus § 242 etwas anderes ergeben, vgl. BGH BB 66, 179.Google Scholar
  15. 18).
    Das gleiche Recht hat der Bürge, § 768, sowie der Grundeigentümer gegen den Hypothekar, § 1137, vgl. unten § 27 III 2 a.Google Scholar
  16. 19).
    Für Pfandsachen, die einen Bö oder Marktpreis haben, gilt die Sonderregelung der §§ 1235 II, 1221.Google Scholar
  17. 20).
    Eine Sachmängelhaftung des Pfandgläubigers ist ausgeschlossen, § 461. 21) Vgl. dazu unten 5 b.Google Scholar
  18. 22).
    Auch wenn sie dem Recht des betreibenden Gläubigers vorgehen. 23) Daneben kommen vertragliche Regreßansprüche des Eigentümers gegen den Schuldner in Betracht, etwa aus Auftrag, § 670.Google Scholar
  19. 24).
    Ein Zahlungstitel gegen den Schuldner ist nicht erforderlich.Google Scholar
  20. 25).
    Eine Vereinbarung mit dem Verpfänder steht gleich, wenn die Voraussetzungen des § 1248 vorliegen.Google Scholar
  21. 26).
    Vgl. Johow, Begründung 1840 f.Google Scholar
  22. 27).
    Der gleiche Mangel liegt vor, wenn nach hM. die im Grundbuch eingetragene Vormerkung durch bloße Zession der gesicherten Forderung abgetreten werden soll, vgl. unten § 22 III 2 a.Google Scholar
  23. 28).
    Vgl. Protokolle der 1. Kommission 5574 ff. (Jakobs-Schubert, Sachenrecht II S. 971); Motive 3, 836 f.Google Scholar
  24. 29).
    Vgl. Johow, Begründung 1839 f.Google Scholar
  25. 30).
    Vgl. Protokolle der 1. Kommission 5581 (Jakobs-Schubert, Sachenrecht II S. 974); Motive 3, 837; vgl. ferner etwa Wolff-Raiser § 170 II 1; Staudinger-Wiegand § 1250 N. 4.Google Scholar
  26. 31).
    Vgl. die entsprechende Diskussion unten bei den gesetzlichen Pfandrechten, bei der Vormerkung und der Hypothek, § 15 VIII b aa, § 22 III 2 b, § 27 II 4 pr. und IV a aa.Google Scholar
  27. 32).
    So Heck § 105 V; Westermann § 132 I 1 b; Hager 211 f.Google Scholar
  28. 33).
    Das gilt nicht bei gesetzlichem Übergang, § 1251 II 3.Google Scholar
  29. 34).
    Beispiel: G1 hat eine Forderung von 8.000 DM gegen S, E bestellt dem G\ dafür ein Pfandrecht an seiner goldenen Uhr im Werte von 8.000 DM. E bestellt dann auch dem G2 ein Pfandrecht an der Uhr für dessen Forderung in Hö von 8.000 DM gegen X. Dann beerbt G\ den E. Würde das Pfandrecht des G1 durch Konsolidation erlö, so würde das Pfandrecht des G2 erstrangig, G1 liefe Gefahr, die Uhr ersatzlos zu verlieren, weder sein Pfandrecht noch die Erbschaft hätten ihm etwas genützt. § 1256 II bestimmt daher, daß das Pfandrecht des G1 bestehen bleibt; wenn G2 die Uhr versteigern läßt, erhält G1 8.000 DM von dem ErlöGoogle Scholar
  30. 35).
    Und zwar nicht nur, wenn er die Sache verwerten will.Google Scholar
  31. 36).
    Vgl. Staudinger-Wiegand § 1225 N. 25 mit Lit. Zahlt der Grundstückseigentümer, der die Hypothek bestellt hat, so erwirbt er in gleicher Weise gemäß § 1143 die gesicherte Forderung mit den Pfandrechten anteilsmäßig.Google Scholar
  32. 37).
    Vgl. zur Gleichbehandlung dieser Sicherheiten einschließlich der Bürgschaft vgl. BGH 108, 179 ff.; BGH JuS 93, 161 f.Google Scholar
  33. 38).
    Eine Aufzählung gesetzlicher Pfandrechte findet sich z.B. bei Staudinger-Wiegand § 1257 N. 1; MünchenerK-Damrau § 1257 N. 1.Google Scholar
  34. 39).
    Vgl. etwa Westermann § 133 I; Baur § 55 C II 2 a; MünchenerK-Damrau § 1257 N. 3; Staudinger-Wiegand § 1257 N. 14 mit Lit. in N. 11 Fn.Google Scholar
  35. 40).
    Vgl. etwa BGH 34, 134 ff.; 34, 153 ff.; Palandt-Bassenge § 1257 N. 2; AlternK-Reich § 1257 Nr. 7; weitere Lit. bei Staudinger-Wiegand § 1257 N. 10 Fn.Google Scholar
  36. 41).
    Vgl. oben § 12 V 1 b. Die Rechtsprechung hat dazu geführt, daß die Unternehmer in den allgemeinen Geschäftsbedingungen ein Pfandrecht vereinbaren, das als rechtsgeschäftliches Pfandrecht nach § 1207 auch gutgläubig erworben werden kann. Hier stellt sich das Problem des guten Glaubens des Unternehmers, vgl. oben III 2 b.Google Scholar
  37. 42).
    BGH 34, 126 f.Google Scholar
  38. 43).
    Vgl. oben VI 1 b.Google Scholar
  39. 44).
    Vgl. unten § 27 II 4 a.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1994

Authors and Affiliations

  • Hans Josef Wieling
    • 1
  1. 1.Fachbereich RechtswissenschaftUniversität TrierTrierDeutschland

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