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Sachenrecht pp 156-188 | Cite as

Schutz des Eigentums

  • Hans Josef Wieling
Part of the Springer-Lehrbuch book series (SLB)

Zusammenfassung

Das Eigentumsrecht gibt dem Eigentümer einen Herausgabeanspruch gegen den unrechtmäßigen Besitzer. Mit der Herausgabe der Sache ist das Verhältnis zwischen Eigentümer und Besitzer häufig jedoch noch nicht bereinigt. Hat der Besitzer die Sache beschädigt oder verspätet herausgegeben, so kommen Schadensersatzansprüche in Betracht. Hat der Besitzer Nutzungen aus der Sache gezogen, so ist zu prüfen, ob dem Eigentümer Herausgabe- oder Ersatzansprüche zustehen. Umgekehrt können dem Besitzer gegen den Eigentümer Ansprüche zustehen, weil er Aufwendungen auf die fremde Sache gemacht hat. Solche Ansprüche hat das Gesetz als Nebenansprüche zum Herausgabeanspruch in den §§ 987-1003 geregelt.

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Referenzen

  1. 1).
    Vgl. Werner, Vindikationsklage des Nichteigentümers als Fall der gewillkürten Prozeßstandschaft, JuS 87, 855 ff.Google Scholar
  2. 2).
    Vgl. Soergel-Mühl § 985 N. 16, 27 und § 986 N. 12; RGRK-Pikart § 985 N. 65 ff. 3) Vgl. — auch zum folgenden — Motive 3, 399.Google Scholar
  3. 4).
    So z.B. Wolff-Raiser § 84 III 2; Staudinger-Gursky § 985 N. 53 ff.; BGH 2, 166; 12, 397.Google Scholar
  4. 5).
    Vgl. oben § 1 I 2.Google Scholar
  5. 6).
    So auch MünchenerK-Medicus § 985 N. 38.Google Scholar
  6. 7).
    Vgl. Palandt-Bassenge § 985 N. 1; Soergel-Mühl § 985 N. 4.Google Scholar
  7. 8).
    Das gilt auch dann, wenn der Anspruch auf Übereignung verjährt ist, vgl. BGH JZ 67, 756; BGH NJW 84, 1960 f.Google Scholar
  8. 9).
    HM., vgl. etwa Schwab-Prütting § 44 II 2 d; Baur § 11 B I 1; Erman-Hefermehl § 986 N. 1.Google Scholar
  9. 10).
    Ebenso z.B. Staudinger-Gursky § 986 N. 16; MünchenerK-Medicus § 986 N. 23; a.A. BGH WM 85, 1421.Google Scholar
  10. 11).
    Vgl. oben § 9 III a bb.Google Scholar
  11. 12).
    So zu Recht die hM., vgl. etwa BGH JZ 90, 707.Google Scholar
  12. 13).
    So auch Wolff-Raiser § 84 IV 1 b; BGH NJW 90, 1914 ff.Google Scholar
  13. 14).
    So zutreffend etwa Baur § 11 B I 2; Schwab-Prütting § 45 VIII 2.Google Scholar
  14. 15).
    Anders zu Unrecht die wohl hM., vgl. etwa M. Wolf N. 202; RGRK-Pikart 6 vor § 985; Staudinger-Gursky 7 vor § 985; BGH JZ 80, 767 f.Google Scholar
  15. 16).
    So zu Recht etwa Waltjen, AcP 175, 110 ff.; H. Honsell, Die zivilrechtliche Sanktion der Sittenwidrigkeit, JZ 75, 441; Schwab-Prütting § 45 VIII5 b; Reuter-Martinek §20I2ccc.Google Scholar
  16. 17).
    Anders auch hier die hM., vgl. etwa Staudinger-Gursky § 985 N. 24; MünchenerK-Medicus § 985 N. 27 f.Google Scholar
  17. 18).
    Vgl. Soergel-Mühl § 985 N. 25.Google Scholar
  18. 19).
    Vgl. die Lit. bei Müller-Laube, AcP 183, 218 f.Google Scholar
  19. 20).
    Vgl. Müller-Laube, AcP 183, 230 ff.Google Scholar
  20. 21).
    So zu Recht Baur § 11 B I 1 Fn. 2; Staudinger-Gursky 7 ff. vor § 987.Google Scholar
  21. 22).
    So zutreffend etwa Baur § 1 IB I 1; E. Wolf § 6 A I c 2; Erman-Hefermehl 7 vor § 987; zu den Vertretern der abweichenden Ansicht vgl. Pinger-Scharrelmann-Thissen, Problem 9.Google Scholar
  22. 23).
    Eine Rückwirkung auf den Zeitpunkt der Einreichung der Klageschrift gemäß § 270 III ZPO kommt nicht in Betracht.Google Scholar
  23. 24).
    Bei Grundstücken umfaßt die Böäubigkeit aber nur das Wissen, nicht das grobfahrlässige Nichtwissen, entsprechend § 892, vgl. Schwab-Prütting § 45 II 1 Fn. 1.Google Scholar
  24. 25).
    Bedenklich daher die Begründung in BGH 26, 259 f.; BGH WM 61, 1149: Wer trotz eindeutiger Lage nicht erkennt, was ein redlich Denkender erkannt hätte, gilt als böäubig.Google Scholar
  25. 26).
    Vgl. auch BGH 32, 92.Google Scholar
  26. 27).
    Vgl. Motive 3, 406; RGRK-Pikart § 990 N. 13.Google Scholar
  27. 28).
    So aber z.B. BGH 16, 264; Westermann, JuS 61, 82; Baur § 5 II 1 c bb und die Lit. bei Staudinger-Gursky § 990 N. 41.Google Scholar
  28. 29).
    Vgl. oben § 4 IV 2 a.Google Scholar
  29. 30).
    Vgl. etwa Berg, JuS 65, 194; Erman-Hefermehl § 990 N. 4; Kiefner, JA 84, 192 ff.; E. Wolf § 6 A II c 10 bb.Google Scholar
  30. 31).
    Vgl. etwa Baur § 11 A II 2; Staudinger-Gursky § 990 N. 35.Google Scholar
  31. 32).
    Vgl. oben I 3, II a.Google Scholar
  32. 33).
    Eine Modifizierung dieser Regelung kann sich aus der Saldotheorie ergeben, vgl. dazu Honsell-Wieling Fall 15 ILGoogle Scholar
  33. 34).
    Zum „Fremdbesitzerexzeß“des unrechtmäßigen Besitzers vgl. unten 4 a.Google Scholar
  34. 35).
    Vgl. Soergel-Mühl § 990 N. 23; Palandt-Bassenge § 990 N. 9.Google Scholar
  35. 36).
    Der gute Glaube des Fremdbesitzers, ein Besitzrecht gegenüber dem Eigenbesitzer zu haben, kann für sein Verhältnis zum Eigentümer nicht relevant sein, vgl. auch Motive 3, 406; Planck-Brodmann § 990 N. 2 a ß; RGRK-Pikart § 990 N. 13; a.A. Staudinger-Gursky § 990Google Scholar
  36. 37).
    Die 2. Kommission (Protokolle 3981, Mugdan 3, 678) meinte irrig, mit dem Erwerb durch verbotene Eigenmacht auch jeden deliktischen Erwerb erfaßt zu haben, vgl. Wieling I § 12 III 5 b.Google Scholar
  37. 38).
    Vgl. Motive 3, 394 f.Google Scholar
  38. 39).
    Zur verbotenen Eigenmacht vgl. oben § 5 ILGoogle Scholar
  39. 40).
    Vgl. zu den verschiedenen Ansichten Pinger-Scharrelmann-Thissen, Problem 16; Wieling I § 12 III 5 c.Google Scholar
  40. 41).
    So auch z.B. Baur § 11 B II; M. Wolf N. 203 f.; Staudinger-Gursky 49 ff. vor § 987; Jauernig IV 1 vor § 987.Google Scholar
  41. 42).
    Zu den Ansichten, welche § 823 neben den §§ 989 ff. anwenden wollen, vgl. Pinger-Scharrelmann-Thissen, Problem 11.Google Scholar
  42. 43).
    Vgl. oben I 3 a-c.Google Scholar
  43. 44).
    Wer dem Eigentümer den Besitz vermittelt, etwa aufgrund eines abgelaufenen oder unwirksamen Pachtvertrages, haftet überhaupt nicht nach den §§ 987 ff., vgl. oben 13, II a.Google Scholar
  44. 45).
    Vgl. Motive 3, 406; Protokolle der 2. Kommission 3967 (Mugdan 3, 675).Google Scholar
  45. 46).
    Vgl. die Lit. bei Pinger-Scharrelmann-Thissen, Problem 10.Google Scholar
  46. 47).
    So insbesondere die frühere Rechtsprechung, vgl. RG 163, 348 ff.; BGH 32, 94; 71, 225.Google Scholar
  47. 48).
    Vgl. dazu Wieling, AcP 169, 142 ff.Google Scholar
  48. 49).
    Bestehen keine besonderen Regeln, so ist Geschäftsführungsrecht (§§ 677 ff.) oder Bereicherungsrecht (§§812 ff.) anzuwenden. 50) Vgl. oben I 3 b.Google Scholar
  49. 51).
    Vgl. unten § 15 VIII b.Google Scholar
  50. 52).
    Vgl. unten § 15 VIII b. Zutreffend BGH 27, 321; Baur § 11 B I 1; Eichler II 1, 228 Fn. 219; E. Wolf 6 B I c 3; Jauernig 2 b bb a vor § 994; Staudinger-Gursky 27 ff. vor § 994 mit Lit. Die verbreitete Meinung, die dem U einen Anspruch aus §§ 994 ff. gegen E gibt, ist unhaltbar, so aber z.B. RG 142, 422; BGH 34, 122; BGH JR 88, 17 ff.; Schwab-Prütting § 45 VI 5 b; Palandt-Bassenge 3 vor § 994; RGRK-Pikart § 994 N. 6.Google Scholar
  51. 53).
    Vgl. oben I 3 c.Google Scholar
  52. 54).
    Vgl. Johow, Begründung 924; Motive 2, 394; Protokolle der 2. Kommission 3993 (Mug-dan3, 681 f.).Google Scholar
  53. 55).
    „Enger Verwendungsbegriff4, vgl. BGH 10, 177; 41, 345 f.; ihm folgend u.a. RGRK-Pikart § 994 N. 28; Palandt-Bassenge 5 vor § 994; weitere Lit. bei Staudinger-Gursky 5 vor § 994. Obwohl der BGH eine Verwendung verneint, hat er — wenig konsequent — in BGHGoogle Scholar
  54. 41, 162 f. das Bereicherungsrecht als durch die §§ 994 ff. ausgeschlossen angesehen und sich schließlich genö gesehen, auf § 242 zurückzugreifen! Das spricht kaum für die Lö des BGH.Google Scholar
  55. 56).
    Sog. „weiter Verwendungsbegriff*, so im Ergebnis die hM., vgl. etwa E. Wolf § 6 B I c 1; Baur § 11 C IV 1; Haas, AcP 176, 16; Soergel-Mühl § 994 N. 2.Google Scholar
  56. 57).
    Eine übermäßige Belastung des Eigentümers kann durch eine Eingrenzung der „aufgedrängten Bereicherung’4 verhindert werden; vgl. dazu oben § 11 II 5 a aa, unten 3 b aa.Google Scholar
  57. 58).
    Ebenso BGH WarnRspr 1967 Nr. 184; Erman-Hefermehl § 994 N. 5; Palandt-Bassenge § 994 N. 2.Google Scholar
  58. 59).
    Vgl. etwa RG 106, 149; MünchenerK-Medicus § 996 N. 6; RGRK-Pikart § 996 N. 4; Erman-Hefermehl § 996 N. 2.Google Scholar
  59. 60).
    Zur Frage der aufgedrängten Bereicherung vgl. oben § 11 II 5 a aa.Google Scholar
  60. 61).
    Vgl. etwa M. Wolf N.213; Erman-Hefermehl §996 N.2; Palandt-Bassenge §996 N. 1.Google Scholar
  61. 62).
    Anders der Scheinerbe nach § 2022.Google Scholar
  62. 63).
    Vgl. Honsell-Wieling Fall 12 bei Fn. 5.Google Scholar
  63. 64).
    Vgl. etwa RG 163, 352; BGH 41, 157 ff.; Baur § 11 C IV 1; Heck § 70, 5; Schwab-Prütting § 48 VIII 5 a. Zu den Ansichten, welche neben den §§ 994 die §§ 812, 951 anwenden wollen, vgl. Pinger-Scharrelmann-Thissen, Problem 18.Google Scholar
  64. 65).
    Andernfalls wird der neue Besitzer, d.h. Gläubiger des Verwendungsersatzanspruchs, gleichzeitig Eigentümer und Schuldner des Anspruchs, § 999 II. Das Recht erlischt durch Konfusion.Google Scholar
  65. 66).
    Vgl. Motive 3, 416.Google Scholar
  66. 67).
    Vgl. oben I 3 a pr.; ferner Westermann-Westermann § 33 VI 1; Erman-Hefermehl § 1000 N. 2; Staudinger-Gursky § 1000 N. 3. 68) Vgl. oben § 4 I 1 b cc.Google Scholar
  67. 69).
    Vgl. Planck-Brodmann § 1001 N. 3 a; Staudinger-Gursky § 1001 N. 23. Gibt der Besitzer einen Betrag an, so gilt dasselbe wie bei der ausdrücklichen Genehmigung, vgl. unten ee.Google Scholar
  68. 70).
    Andere, nicht geltend gemachte Verwendungen gelten nicht als genehmigt, vgl. Planck-Brodmann § 1001 N. 3 a.Google Scholar
  69. 71).
    RG 71, 426 ff.; MünchenerK-Medicus § 1003 N. 15; Erman-Hefermehl § 1003 N. 2; RGRK-Pikart § 1003 N. 4.Google Scholar
  70. 72).
    Vgl. unten § 15 V 4.Google Scholar
  71. 73).
    Erman-Hefermehl § 1003 N. 2.Google Scholar
  72. 74).
    RG71, 426ff.Google Scholar
  73. 75).
    Vgl. Wieling, JZ 85, 518 Fn. 88, 90.Google Scholar
  74. 76).
    Vgl. dazu oben § 11 II 5 c; ferner Wieling, JZ 85, 515 ff.Google Scholar
  75. 77).
    Vgl. oben § 5 IV 5; anwendbar ist nicht nur § 867, 1, sondern die Vorschrift insgesamt.Google Scholar
  76. 78).
    BGH 67, 378 ff.; BGH WM 65, 863 ff.Google Scholar
  77. 79).
    BGH VersR 77, 136.Google Scholar
  78. 80).
    BGH 55, 153; 63, 206.Google Scholar
  79. 81).
    Vgl. Kö PdW Fall 175.Google Scholar
  80. 82).
    BGH 63, 206.Google Scholar
  81. 83).
    Vgl. Honsell-Wieling Fall 18 III 3 a aa.Google Scholar
  82. 84).
    Die Tatsache des Besitzes muß beweisen, wer sich darauf beruft.Google Scholar
  83. 85).
    So etwa Baur § 10 II 2; Soergel-Mühl § 1006 N. 3 und 10; Staudinger-Gursky § 1006 N. 6; MünchenerK-Medicus § 1006 N. 13, 16; BGH 64, 396; BGH NJW 84, 1456.Google Scholar
  84. 86).
    Vgl. etwa Hedemann, Justus Wilhelm, Die Lehre von der Vermutung nach dem Recht des Deutschen Reiches (1903), 156 ff.Google Scholar
  85. 87).
    Vgl. Protokolle der 2. Kommission 4053 (Mugdan 3, 520).Google Scholar
  86. 88).
    Zugunsten des Pfandbesitzers wird das Bestehen des Pfandrechts, also auch das Bestehen der gesicherten Forderung vermutet, anders zu Unrecht Wolff-Raiser § 22 Fn. 2; Staudinger-Gursky § 1006 N. 21. Auf diese Vermutung kann sich der Besitzer natürlich nur berufen, wenn er das Pfandrecht geltend macht, nicht wenn er die Forderung geltend macht.Google Scholar
  87. 89).
    So aber etwa Palandt-Bassenge § 1006 N. 7; RGRK-Pikart § 1006 N. 17; BGH NJW 60, 1518.Google Scholar
  88. 90).
    Vgl. Baumgärtel-Wittmann, JR 78, 21.Google Scholar
  89. 91).
    So zu Recht AlternK-Kohl § 1006 N. 13; Staudinger-Gursky § 1006 N. 37 ff.Google Scholar
  90. 92).
    BGH NJW 61, 779; Westermann-Westermann § 34 I.Google Scholar
  91. 93).
    Ihren Namen hat sie daher, daß ein Praetor Publicius sie im 1. Jh. v. Chr. geschaffen hat.Google Scholar
  92. 94).
    Vgl. etwa Wolff-Raiser § 23 pr.; Eichler II1,236; Heck § 34,2; Schwab-Prütting § 50II 1. 95) Vgl. oben § 1 II 2.Google Scholar
  93. 96).
    Vgl. oben§ 11 I 2 b.Google Scholar
  94. 97).
    Vgl. Protokolle der 2. Kommission 4055 (Mugdan 3, 699); Planck-Brodmann § 1007 N. 3 b a; P. Koch 153.Google Scholar
  95. 98).
    Schon die 1. Kommission bejaht die Anwendung des § 1004 auf den Ersitzungsbesitzer, vgl. Protokolle 4269 (Jakobs-Schubert, Sachenrecht I 858); ferner Motive 3, 432.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1994

Authors and Affiliations

  • Hans Josef Wieling
    • 1
  1. 1.Fachbereich RechtswissenschaftUniversität TrierTrierDeutschland

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