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Einleitung und Grundsätze des Sachenrechts

  • Hans Josef Wieling
Part of the Springer-Lehrbuch book series (SLB)

Zusammenfassung

Die geschlossene Darstellung des Sachenrechts als einer einheitlichen Materie geht auf den römischen Schuljuristen Gaius im 2. Jh. n. Chr. zurück, der sein Lehrbuch in drei Teile einteilte: Der erste Teil enthielt das Personen- und Familienrecht (personae) , der zweite das Sachen- und Erbrecht (res) , der dritte Teil das Schuldrecht (actiones) . Seit dem Pandektenrecht des 19. Jh. unter der Führung der historischen Rechtsschule setzt sich dieses System allgemein durch, wobei der „Allgemeine Teil“ hinzukommt und das Erbrecht vom Sachenrecht abgetrennt wird.

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Referenzen

  1. 1).
    Westermann-Westermann I § 2 III 3; Wolff-Raiser § 1 III 1.Google Scholar
  2. 2).
    Zu dinglichen Rechten und dinglichen Ansprüchen vgl. unten II 1 pr. und b. 3) Vgl. nur etwa Palandt-Heinrichs § 242 N. 79. 4) Vgl. O. vGierke II § 100 II 4.Google Scholar
  3. 5).
    Vgl. z.B. ABGB § 353: „Alles, was jemandem zugehört, alle seine körperlichen und unkörperlichen Sachen, heißen sein Eigentum“.Google Scholar
  4. 6).
    HM. vgl. Larenz AT § 13 III. 7) Der Ausdruck findet sich in § 221.Google Scholar
  5. 8).
    Zu den dinglichen Ansprüchen in diesem engeren Sinne rechne ich daher solche Ansprüche nicht, welche zwar aus der Verletzung eines dinglichen Rechts entstehen, aber von dessen Fortbestand unabhängig sind, z.B. Ansprüche aus § 823 oder §§ 987, 989, 990. Diese Ansprüche können unabhängig vom Eigentum übertragen werden.Google Scholar
  6. 9).
    Vgl. etwa unten § 33 III 1 a.Google Scholar
  7. 10).
    Vgl. Johow, Begründung 7.Google Scholar
  8. 11).
    Zur Konsolidation vgl. unten § 20 I 5 a dd.Google Scholar
  9. 12).
    Auch das Gesetz spricht vom Recht an der Sache, vgl. etwa §§ 1018, 1030, 1105, 1113, 1204 usw.Google Scholar
  10. 13).
    Vgl. die Lit. bei Wolff-Raiser § 120 Fn. 1; Westermann-Gursky I § 71 I 2. l4) Zu den letzteren vgl. unten § 2 I 2 c.Google Scholar
  11. 15).
    Vgl. O. vGierke II § 120 II, IV 7.Google Scholar
  12. 16).
    Vgl. ALR I 2 § 135: „Wenn demjenigen, der ein persönliches Recht zu einer Sache hat, der Besitz derselben auf den Grund dieses Rechtes eingeräumt wird, so entsteht dadurch ein dingliches Recht auf die Sache“.Google Scholar
  13. 17).
    Zur Entstehung des BGB vgl. etwa vTuhr I 1–8.Google Scholar
  14. 18).
    Vgl. oben 1 a.Google Scholar
  15. 19).
    Verfügungen sind solche Rechtsgeschäfte, welche ein Recht übertragen, seinen Inhalt ändern oder es aufheben. Dagegen ist die Begründung eines Rechts keine Verfügung; andernfalls wäre jeder Verpflichtungsvertrag eine Verfügung.Google Scholar
  16. 20).
    Vgl. etwa Baur § 5 III 1 b; Lange § 14 II 1; Müller N. 2379.Google Scholar
  17. 21).
    Die hM. mindert die unerwünschten Folgen der freien Widerrufbarkeit der Einigung dadurch, daß sie das Fortbestehen des Einigseins vermutet; ein Widerruf der Einigung muß für den anderen Vertragspartner erkennbar sein, wer sich auf einen Widerruf beruft, muß ihn beweisen; vgl. nur Palandt-Bassenge § 929 N. 6.Google Scholar
  18. 22).
    So zutreffend etwa Westermann-Westermann I § 38, 4; Schödermeier-Woopen, JA 85, 622 ff.Google Scholar
  19. 23).
    Der 1. Entwurf forderte in allen Fallen einen „Vertrag“, die heutige Fassung ist eine rein redaktionelle Änderung, vgl. Protokolle der 2. Kommission 3675 ff., 3383 ff. (Mugdan 3, 623 f., 522 f.) .Google Scholar
  20. 24).
    So die ständige Rechtsprechung, vgl. etwa RG 124, 221; BGH 41, 95 f.; BGH JZ 65, ftl.Google Scholar
  21. 25).
    Vgl. Westermann-Westermann I § 3 II 4; Larenz I § 17 IV.Google Scholar
  22. 26).
    Vgl. z.B. Erman-Westermann § 328 N. 3; Baur § 5 II 2.Google Scholar
  23. 27).
    Ausnahmen gelten im Grundstücksrecht, vgl. etwa §§ 878, 892 II.Google Scholar
  24. 28).
    Vgl. oben II 3 d.Google Scholar
  25. 29).
    So zutreffend etwa MünchenerK-Wacke § 873 N. 22; Baur § 5 IV 3 a.Google Scholar
  26. 30).
    Vgl. Flume II § 18, 8 mit Rechtsprechungsanalyse.Google Scholar
  27. 31).
    So zu Recht etwa MünchenerK-Wacke § 873 N. 23.Google Scholar
  28. 32).
    Es genügt keineswegs, daß Grundgeschäft und dingliches Geschäft gleichzeitig abgeschlossen sind.Google Scholar
  29. 33).
    Vgl. Westermann-Westermann I § 4 IV 2; Baur § 5 IV 3 b.Google Scholar
  30. 34).
    So zutreffend auch Baur § 5 IV 3 c; Schwab-Prütting § 4 II 3; Flume II § 12 III 4.Google Scholar
  31. 35).
    Vgl. etwa § 161 (Schutz des bedingt Berechtigten) ; §§ 1365, 1369, 1423–1425 (Schutz der Ehegatten) ; §§ 2113 f. (Schutz des Nacherben) ; § 6 KO (Schutz der Konkursgläubiger) .Google Scholar
  32. 36).
    Vgl. Flume II § 17, 6 b; Enneccerus-Nipperdey § 144 II 1 a.Google Scholar
  33. 37).
    Vgl. Flume II § 17, 6 b.Google Scholar
  34. 38).
    Allerdings ist die Terminologie durchaus uneinheitlich und verwirrend. Als „absolute“ Verfügungsverbote bezeichnet man bisweilen auch solche, welche keinen gutgläubigen Erwerb gestatten, als „relative“ solche, die ihn zulassen. „Absolut“ sind danach etwa die Verfügungsbeschränkungen nach §§ 134, 1365, 1369, „relative“ solche nach §§ 135 f., 161, 2113, § 7 KO.Google Scholar
  35. 39).
    Vgl. MünchenerK-Mayer-Maly § 135 N. 22.Google Scholar
  36. 40).
    Zur Problematik der einstweiligen Verfügung zugunsten eines von mehreren Käufern vgl. Wieling, JZ 82, 839 ff.Google Scholar
  37. 41).
    Vgl. etwa Soergel-Hefermehl §§ 135/136 N. 8; Palandt-Heinrichs § 136 N. 6. Nach BGH NJW 90, 2459 verliert der Verfügende sein Eigentum und behält nur eine „Rechtsmacht“ zurück, kraft derer er das Eigentum auf den Geschützten übertragen kann. Das ist im Ergebnis dasselbe, doch ist die Erfindung einer „Rechtsmacht“ überflüssig.Google Scholar
  38. 42).
    Diesen Anspruch aus § 985 gegen den Erwerber hat der Verfügende aufgrund der relativen Unwirksamkeit nur im Verhältnis zum Geschützten, dem er den Anspruch abtreten muß.Google Scholar
  39. 43).
    Vgl. RG 117, 291; 120, 118; OLG Hamm, DNotZ 70, 662.Google Scholar
  40. 44).
    Das BGB kennt keine Erwerbs verböte, wohl kommen sie in anderen Gesetzen vor, vgl. etwa Art. 86 EGBGB.Google Scholar
  41. 45).
    Der Kaufvertrag wird durch die Auflassung und Eintragung nur dann geheilt, wenn ein Formmangel vorliegt, § 313, 2, nicht bei sonstigen Mängeln.Google Scholar
  42. 46).
    HM, vgl. etwa Baur § 15 IV 2 c; Wolff-Raiser § 38 Fn. 36; Soergel-Hefermehl §§ 135/136 N. 18.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1994

Authors and Affiliations

  • Hans Josef Wieling
    • 1
  1. 1.Fachbereich RechtswissenschaftUniversität TrierTrierDeutschland

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