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Die Generierung von Wahrscheinlichkeiten

  • Franz Eisenführ
  • Martin Weber
Chapter
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Part of the Springer-Lehrbuch book series (SLB)

Zusammenfassung

  1. 1.

    Wahrscheinlichkeiten sind — zumindest in den Entscheidungssituationen der Praxis — prinzipiell subjektiver Natur. Sie können nicht objektiv festgestellt, sondern müssen Personen „entlockt“ werden.

     
  2. 2.

    Menschen sind nicht gewohnt und sträuben sich sogar dagegen, Wahrscheinlichkeitsurteile präzise zu quantifizieren. Für die Unterstützung schwerwiegender Entscheidungen unter Unsicherheit sollten jedoch Wahrscheinlichkeiten numerisch bestimmt werden.

     
  3. 3.

    Die Messung von Wahrscheinlichkeiten erfolgt durch direkte oder indirekte Befragung von Personen.

     
  4. 4.

    Ein wesentliches Hilfsmittel ist die Dekomposition komplexer Ereignisse in Einzelereignisse, deren Wahrscheinlichkeiten einfacher zu bestimmen sind.

     
  5. 5.

    Apriori-Wahrscheinlichkeiten und zusätzliche Daten werden mithilfe des Bayes-Theorems zu Aposteriori-Wahrscheinlichkeiten transformiert. Dies ist ein äußerst nützliches Instrument, da Menschen intuitiv nicht in der Lage sind, korrekte Transformationen vorzunehmen.

     
  6. 6.

    Eine Reihe von Unzulänglichkeiten der intuitiven menschlichen Informationsverarbeitung verzerren die Wahrscheinlichkeitsbildung.

     
  7. 7.

    Diese Fehler betreffen zum einen den Zugriff auf gespeichertes Wissen und die korrekte Schlußfolgerung daraus. Die Erfahrungsbasis kann ungeeignet sein, nicht alle relevante Information ist zugreifbar, und falsche Schlüsse können aus Erfahrungen gezogen werden.

     
  8. 8.

    Zum anderen resultieren falsche Wahrscheinlichkeitsurteile aus intuitiv falscher Wahrscheinlichkeitsverarbeitung. Hierzu gehört die „Umkehrung bedingter Wahrscheinlichkeiten“ sowie die Verletzung der Multiplikations- und der Additionsregel bei der Verknüpfung von Wahrscheinlichkeiten.

     
  9. 9.

    Ein weiteres Phänomen, „Verankerung und Anpassung“, bewirkt, daß Wahrscheinlichkeitsverteilungen oft zu eng angegeben werden, d. h. die Wahrscheinlichkeiten extremer Ausprägungen unterschätzt werden.

     

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1993

Authors and Affiliations

  • Franz Eisenführ
    • 1
  • Martin Weber
    • 2
  1. 1.Lehrstuhl für BetriebswirtschaftslehreUniversität zu KölnKölnDeutschland
  2. 2.Lehrstuhl für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, Finanzwirtschaft insb. BankbetriebslehreUniversität MannheimMannheimDeutschland

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