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Skinner und das operante Konditionieren

  • Guy R. Lefrancois
Part of the Springer-Lehrbuch book series (SLB)

Zusammenfassung

Es mag vielleicht wie ein Widerspruch erscheinen, zu Beginn festzustellen, daß Skinners theoretische Orientierung antitheoretisch ist; diese Feststellung ist jedoch nur oberflächlich widersprüchlich. Skinners Ansichten über Theorien sind in seiner Feststellung zusammengefaßt, daß Theorien zwar für denjenigen, der sie aufstellt, amüsant sein können, aber wenig praktischen Wert besitzen (Skinner, 1961). Sein System sieht keine Systematisierung von Prinzipien und Gesetzen vor, sondern befaßt sich einfach mit der Beschreibung der von ihm gemachten Beobachtungen. Interessanterweise sind ausgerechnet seine Arbeiten unempfindlich gegen Kritik, weil sie in klarer, objektiver und deskriptiver Form und ohne spekulative Schlußfolgerungen seine Beobachtungen wiedergeben. Die Hauptkritiker des Skinnerschen Systems sehen im operanten Konditionieren eine Methode, die möglicherweise benutzt werden könnte, um das gesamte menschliche Verhalten zu erklären und zu kontrollieren. Jedoch ist ihre Kritik mehr gegen die Anwendung des Systems als auf das System selbst gerichtet. Der Einfachheit halber können wir Skinners Beobachtungen in zwei Teile aufteilen, in diejenigen Beobachtungen, die sich mit den unabhängigen Variablen befassen (Faktoren, die man direkt experimentell manipulieren kann) und solche, die sich mit den abhängigen Variablen befassen (Variablen, die nicht vom Versuchsleiter manipuliert werden, sondern von den unabhängigen Variablen beeinflußt sind). Darüberhinaus beschäftigt sich Skinner mit den spezifischen Beziehungen zwischen den abhängigen und unabhängigen Variablen, mit der Absicht, die Kontrolle über die abhängigen Variablen zu steigern und zu verfeinern. Die wichtigsten Elemente dieses Systems, aufgeteilt nach abhängigen und unabhängigen Variablen sind in der nächsten Tabelle zusammengefaßt.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1986

Authors and Affiliations

  • Guy R. Lefrancois
    • 1
  1. 1.Department of Educational PsychologyUniversity of AlbertaEdmontonCanada

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