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Grundbegriffe der Spieltheorie

  • Susanne Wied-Nebbeling
Chapter
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Zusammenfassung

Die Spieltheorie stellt eine Methode dar, mit der strategische Entscheidungssituationen analysiert werden können. Jeder Spieler versucht, seine Zielfunktion zu optimieren, wobei er weiß, dass der eigene Erfolg auch von den Erwartungen und Handlungen der übrigen Spieler abhängen kann. Diese Charakterisierung trifft im wirtschaftlichen Bereich vor allem auf oligopolistische Anbieter zu, wie wir in den voranstehenden Kapiteln gesehen haben.

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Referenzen

  1. 1.
    Vgl. z. B. Holler/Illing (2000), S. 4; Krause (1990), S. 290 ff.; Scherer/Ross (1990), S. 208.Google Scholar
  2. 2.
    Daneben kann es weitere Spielregeln geben, in denen z. B. die zeitliche Abfolge der Spielzüge festgelegt wird.Google Scholar
  3. 3.
    Siehe für einen Einstieg Pfähler/Wiese (1990a und 1990b) und ilLing (1995); für eine ausführliche Darstellung zum Beispiel Holler/Illing (2000), Güth (1999), Kreps (1990b) und Rasmusen (1990). Als Lehrbücher seien femer z. B. Dixit/Nalebuff (1995), Osbome/Rubinstein (2002), Rieck (1993), Sieg (2000), und Wiese (2002) genannt. Für einen wertenden Überblick, der auch die Vorzüge der spieltheoretischen Methode verdeutlicht, siehe Güth (1992), Holler (2001), Illing (1994), Stadler (1995) und Sutton (1990).Google Scholar
  4. 4.
    Vgl. z. B. Varian (2001), S. 481 f.; Holler/Illing (2000), S. 2 f.Google Scholar
  5. 5.
    In der Kopfzeile und der Vorspalte werden die Strategien verzeichnet, wobei z. B. s12 bedeutet, dass Firma 1 die Strategie 2 wählt.Google Scholar
  6. 6.
    Das Gleichgewicht (0,0) stellt deshalb kein Pareto-Optimum dar, weil die maximal zu erzielende Gewinnsumme (10) nicht ausgeschöpft wird. Die Gesamtwohlfahrt des Marktes, die bei einem niedrigen (Forts. nächste Seite) Preis bekanntlich höher ist, bleibt bei diesem Spiel außer Betracht, da die Auszahlungen nur aus den Gewinnen der Anbieter bestehen.Google Scholar
  7. 7.
    Dabei gibt der erste Wert in Klammern die Auszahlung an Firma 1 und der zweite Wert die Auszahlung an Firma 2 wieder.Google Scholar
  8. 8.
    Das Modell ist an Holler/Illing (2000), S. 15 ff. angelehnt. Ähnliche Darstellungen finden sich z. B. auch bei Varian (2001), S. 488 ff., Rasmusen (1990), S. 86 f. und Sieg (2000), S. 11.Google Scholar
  9. 9.
    Siehe z. B. Dixon (1988); Hay/Morris (1991), S. 59 ff.; Kreps (1990a), S. 443 ff.; Pfähler/Wiese (1990b); Shapiro (1989).Google Scholar
  10. 10.
    Siehe hierzu z. B.: Holler/Illing (2000), S. 133 ff. und S. 157 ff.; Shapiro (1989), S. 357 ff.; Tirole (1989), S. 431 f.; Varian (2001), S. 482 ff.Google Scholar
  11. 11.
    So lange die Absprache nicht verbindlich getroffen werden kann und das Ziel der Konkurrenten ausschließlich in der Maximierung des eigenen Gewinns besteht, handelt es sich dennoch um ein nichtkooperatives Spiel.Google Scholar
  12. 12.
    Oder, wie es Carlton/Perloff (2000, S. 181) trefflich ausdrücken: Die Drohung wahrzumachen würde bedeuten, die Scheune zu verschließen, nachdem das Pferd schon gestohlen worden ist.Google Scholar
  13. 13.
    Vgl. Shapiro (1989), S. 360. Gibt es auf einer Spielstufe dagegen mehrere Gleichgewichte, lässt sich eine Kooperation auch bei endlich wiederholten Spielen durchsetzen. Siehe z. B. Holler/Illing (2000), S. 157 ff.Google Scholar
  14. 14.
    Hier sei nicht nur darauf verwiesen, dass in vielen oligopolistischen Branchen mehr verdient wird als der Unternehmerlohn und die normale Verzinsung des Eigenkapitals, sondern auch auf die Experimente von Axelrod (1984), der einen Wettbewerb mit spieltheoretischen Experten durchgeführt. Als vorherrschende Strategie erwies sich das ‘tit-for-tat’, bei dem in der ersten Runde kooperiert und in der laufenden Runde stets die Handlung des Gegenspielers aus der vorhergehenden Runde übernommen wird.Google Scholar
  15. 15.
    Der Begriff Folk-Theorem wurde von Friedman (1971) geprägt. Das Phänomen der multiplen Gleichgewichte war unter Spieltheoretikem allgemein bekannt, konnte jedoch keinem bestimmten Autor zugeschrieben werden. Für eine kurze Darstellung siehe Tirole (1989), S. 268 f.; für die Darstellung bezogen auf ein spezielles Spiel und für eine allgemeine Kritik an den Grundlagen des Folk-Theorems siehe Güth (1999), S. 83 ff. Siehe auch Holler/Illing (2000), S. 141 ff.Google Scholar
  16. 16.
    Siehe Holler/Illing (2000), S. 147 f.Google Scholar
  17. 17.
    Vgl. Tirole (1989), S. 433; Illing (1995), S. 511 und ausführlicher Holler/Wing (2000), S. 41 ff. Für einen Überblick über Spiele mit unvollständiger Information siehe Harsanyi (1995).Google Scholar
  18. 18.
    Siehe hierzu Holler/Wing (2000), S. 77 ff. und Sieg (2000), S. 87 ff.Google Scholar
  19. 19.
    Siehe für einen Überblick Fudenberg/Tirole (1989), S. 296 ff.; Tirole (1989), S. 432 ff.Google Scholar
  20. 20.
    Siehe hierzu z. B. Holler/Illing (2000), S. 122 ff. und Fudenberg/Tirole (1989), S. 306 f.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2004

Authors and Affiliations

  • Susanne Wied-Nebbeling
    • 1
  1. 1.Staatswissenschaftliches SeminarUniversität zu KölnKölnDeutschland

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