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Einführung und Grundlagen

  • Susanne Wied-Nebbeling
Part of the Springer-Lehrbuch book series (SLB)

Zusammenfassung

Im folgenden wird untersucht, wie sich Preise bei unterschiedlichen Marktformen bilden. Ein solches Vorgehen ist dann sinnvoll, wenn die einzelnen Marktformen zu einem unterschiedlichen Marktverhalten führen, das wiederum unterschiedliche Marktergebnisse nach sich zieht. Unter “Marktergebnis” wird in der Marktund Preistheorie insbesondere die allokative Effizienz verstanden, die sich in der Preis- und Gewinnhöhe zeigt. Das Marktverhalten umfaßt die Strategie(n), die ein Anbieter wählt, um seine Zielsetzung zu erreichen.1 Auf die Abgrenzung der Marktformen wird im nächsten Abschnitt eingegangen.

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Literatur

  1. 1.
    Zu einer Klassifikation von Verhaltensweisen siehe Ott (1989), S. 59 ff.Google Scholar
  2. 2.
    Die Termini Marktstruktur und Marktform werden hier synonym verwendet, obgleich die Marktstruktur im industrieökonomischen Kontext mehr Charakteristika umfaßt als die Marktform (s.u.).Google Scholar
  3. 3.
    Hierzu sei auf folgende Artikel verwiesen: Oberender/Väth (1989), Ott (1985) und Scherer (1985).Google Scholar
  4. 4.
    So wird beim Verhalten die Werbungsintensität, Forschung und Entwicklung, Investitionsentscheidungen und anderes mehr beücksichtigt; zum Marktergebnis zählt u.a., inwieweit der technische Fortschritt zur Einsparung von Ressourcen und/oder zur Verbesserung der Produktqualität genutzt und inwieweit Vollbeschäftigung erreicht wird. (Siehe z.B. Scherer/Ross, 1990, S. 4f., Carlton/Perloff, 1990, S. 2 ff., Reid 1987, S. 27).Google Scholar
  5. 5.
    Der Begriff “homogenes Gut” wird in der Literatur unterschiedlich definiert. Teilweise umfaßt er — wie in der wirtschaftspolitischen Praxis üblich — nur die sachliche Homogenität (siehe z.B. Gabisch, 1990, S. 62), teilweise dagegen auch das Fehlen von Präferenzen (so z.B. bei Herberg 1989, S. 37).Google Scholar
  6. 6.
    Siehe z.B. Arrow (1984), Eatwell/Milgato/Newman (1990), Kreps (1990a) und Williamson (1985).Google Scholar
  7. 7.
    Die Pionierarbeit über Marktzutrittsschranken stammt von Bain (1956).Google Scholar
  8. 8.
    Siehe Stigler (1968), S. 67. Für eine differenzierte Analyse von Marktzutrittsschranken siehe von Weizsäcker (1980).Google Scholar
  9. 9.
    ‘Morphologisch’ bedeutet ‘die äußere Gestalt betreffend’, ‘der Form nach’.Google Scholar
  10. 10.
    Wer sich genauer für die Herkunft der Bezeichnungen für die Marktformen interessiert, schlage in Ott (1989), S. 39 f. nach.Google Scholar
  11. 11.
    Nicht so die neuere Theorie der contestable marktes (siehe unter b).Google Scholar
  12. 12.
    Im anglo-amerikanischen Raum hat sich inzwischen die Bezeichnung ‘perfect competition’ durchgesetzt (siehe z.B. Kreps 1990a, Carlton/Perloff 1990 und Hirshleifer 1988). In früherem Sprachgebrauch ging die ‘perfect competition’ über die ‘pure competition’ hinaus, indem auch noch freie Mobilität der Produktionsfaktoren sowie freier Marktein- und -austritt zum Anforderungskatalog gehörte (so auch heute noch Maddata/Miller 1989, S. 283 f.).Google Scholar
  13. 13.
    Trotz der ähnlich lautenden Formulierung sind die Unterschiede zwischen den beiden enorm. Während der große Anbieter im Teilmonopol die alleinige Preissetzungsmacht innehat (vgl. Kapitel 11.2), bilden die wenigen mittleren Anbieter im Teiloligopol einen Oligopolkern, innerhalb dessen eine starke Interdependenz herrscht.Google Scholar
  14. 14.
    Rund 70% der von mir Anfang der 80er Jahre befragten Firmen aus der Industrie waren dieser Marktform zuzuordnen; bei einer vorangehenden Befragung zu Anfang der 70er Jahre belief sich der Anteil auf 63% (vgl. Wied-Nebbeling 1985, S. 17 f.).Google Scholar
  15. 15.
    Siehe hierzu Krelle (1976), S. 541; Scherer/Ross (1990), S. 17; Siebke (1990), S. 65 ff.; Varian (1987), S. 447 und 453.Google Scholar
  16. 16.
    Dieses Kriterium deckt sich in etwa mit der Beweglichkeit der Nachfrage (in Verbindung mit dem Schwellenwert der Fühlbarkeit) bei Krelle (1976), S. 6ff. Ähnlich ist auch die Abgrenzung bei Ott (1989), S. 43.Google Scholar
  17. 17.
    Eine grundsätzliche Kritik und nähere Ausführungen zur Abgrenzung des Polypols vom Oligopol bieten Fehl/Oberender (1992), S. 43ff.Google Scholar
  18. 18.
    Robinson, J. (1969), S. 17; Robinson, E. (1952), S. 4ff. Zu weiteren Ansätzen, die jedoch in dieselbe Richtung gehen und gleichermaßen Schwierigkeiten aufwerfen, siehe Ott (1989), S. 47 ff. und Schmidt (1993), S. 44 ff.Google Scholar
  19. 19.
    Siehe hierzu Triffin (1949), S. 130 ff.Google Scholar
  20. 20.
    Streng genommen ist diese Schreibweise mathematisch nicht zulässig, aber sie ist anschaulicher als die Form ∈ = (dx/dp). (p/x).Google Scholar
  21. 21.
    Vgl. Lancaster (1971), S. 126 f.Google Scholar
  22. 22.
    Siehe hierzu Krouse (1990), S. 136 und die dort genannte Literatur.Google Scholar
  23. 23.
    Daher haben sich das Bundeskartellamt und die Monopolkommission eingehend Gedanken um die theoretische Fundierung und praktische Umsetzbarkeit gemacht, letztlich ohne die Problematik abschließend Iösen zu können. Siehe das Fünfte Hauptgutachten der Monopolkommission 1982/83, Deutscher Bundestag, 10. Wahlperiode, Drucksache 10/1791 vom 26.7.1984, Kap. VII. 24 Siehe hierzu auch Stobbe (1991), S. 296 f.Google Scholar
  24. 25.
    Als pointierter Vertreter einer solchen Sichtweise ist Heuß (1965) zu nennen. Siehe auch Kaufer (1980).Google Scholar
  25. 26.
    Eine Fußpflegerin in Frankfurt konkurriert nicht mit einer solchen in München; eine chemische Reinigung in Dortmund nicht mit einer in Aachen.Google Scholar
  26. 27.
    Der Begriff “Preis-Absatzfunktion” ist in der Literatur nicht eindeutig belegt. Zu finden ist auch, daß alternativ oder außerdem die Form x = f(p) mit diesem Begriff abgedeckt wird.Google Scholar
  27. 28.
    Vgl. z.B. Ott (1989), S. 171; Schumann (1992), S. 317; Wagner (1988), S. 164 ff.Google Scholar
  28. 30.
    Vgl. mit anderen Symbolen Güth (1992a), S. 294f. Siehe hierzu Güth (1992a), S. 294.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1994

Authors and Affiliations

  • Susanne Wied-Nebbeling
    • 1
  1. 1.Staatswissenschaftliches SeminarUniversität zu KölnKölnDeutschland

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