Advertisement

Verknüpfung von ökonomischer Analyse und normativem System des Schadensersatzrechts

  • Hans-Bernd Schäfer
  • Claus Ott
Chapter

Zusammenfassung

Die ökonomische Analyse setzt nicht bei den Normen des geltenden Rechts an, sie beschränkt sich aber auch nicht auf diesen Rahmen. Im einzelnen lassen sich kurz zusammengefaßt folgende Zielrichtungen unterscheiden:
  1. 1)

    Zunächst einmal beziehen sich die ökonomischen Aussagen auf eine Analyse der Schadensfolgen; dies betrifft die Differenzierung der Schadenskosten (Kap. IV, 1) und die Probleme ihrer Ermittlung sowie die wohlfahrtsökonomischen Zusammenhänge zwischen Schadenskosten und Vermeidungsaufwand bzw. Schadensumlage durch Versicherung. In diesem Zusammenhang wird auch — ausgehend von der REM-Hypothese — analysiert, wie sich potentielle Schädiger und Geschädigte bei alternativen schadensrechtlichen Sanktionen verhalten.

     
  2. 2)

    Darüber hinaus macht die ökonomische Analyse Aussagen über Ziele und Aufgaben des Schadensersatzrechts und über Zielkonflikte und ihre Lösung. Dies betrifft die Ausrichtung des Schadensersatzrechts — aus ökonomischer Sicht -am Prinzip der Allokationseffizienz und die Betonung seiner Präventivfunktion.

     
  3. 3)

    Weiter werden Aussagen über die Elemente eines effizienten Schadensrechts gemacht. Dies betrifft die Frage, welche Instrumente der Schadensprävention in Betracht kommen, wie sie sich allokativ auswirken und wie sie im einzelnen ausgestaltet und kombiniert werden können und müssen, wenn ihr Einsatz zu einem gesamtgesellschaftlichen Wohlfahrtsgewinn führen soll. Hierbei bezieht die ökonomische Analyse Regelungsinstrumente des geltenden Schadensersatzrechts (wie z.B. die Verschuldenshaftung und Gefährdungshaftung) in die Untersuchung ein, darüber hinaus aber auch Regelungsinstrumente aus Bereichen außerhalb des Schadensersatzrechts (zivilrechtliche Abwehrrechte, öffentlichrechtliche Verbote, Pigou-Abgaben).

     
  4. 4)

    Schließlich trifft die ökonomische Analyse des Schadensersatzrechts auch Aussagen über Entscheidungskriterien für die Lösung konkreter Rechtsfalle und entwickelt Vorschläge für die Anwendung und Fortbildung des geltenden Rechts.

     

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Referenzen

  1. 1.
    AK-BGB-Rüßmann Rn. 1 vor §§249–253.Google Scholar
  2. 2.
    Vgl. dazu näher Rüßmann a. a. O., Rn. 55; Lange, Schadensersatz, S. 76 ff.; Esser/Schmidt, Schuldrecht, Bd. I, Allg. Teil, S. 535 ff.Google Scholar
  3. 3.
    Vgl. Rüßmann a. a. O., Rn. 58 ff.Google Scholar
  4. 1.
    Derartige Schäden (third-party-effects) sind gerade eine Voraussetzung von Allokationseffizienz (vgl. Kap. VII, 2).Google Scholar
  5. 2.
    AK-BGB-Joerges § 823 Rn. 1.Google Scholar
  6. 1.
    §705 des 1. Entwurfs des BGB, aus dem §826 BGB hervorging, trug die Überschrift „Illoyale Handlungen“; vgl. Mugdan, Materialien zum BGB, Bd. II, S. 405,1078.Google Scholar
  7. 2.
    Motive II, S. 727.Google Scholar
  8. 3.
    Vgl. Vollkommer in: Jauernig u.a., § 276 Anm.II 1; Larenz, Schuldrecht, Allg. Teil, § 20 II; Esser/ Schmidt, Schuldrecht, Bd. I, § 261; AK-BGB-Dubischar, §§ 276,277 Rn. 9.Google Scholar
  9. 4.
    Nachweise bei Leser AcP 183,588 und Brüggemeier AcP 182,388.Google Scholar
  10. 1.
    Neubekanntmachung des Reichshaftpflichtgesetzes von 1871 unter der neuen Bezeichnung Haftpflichtgesetz, vom 4.1.1978 (BGBl. I, S. 145).Google Scholar
  11. 2.
    Durch Gesetzesänderung von 1943 eingeführt und durch Gesetzesänderung von 1978 erweitert.Google Scholar
  12. 3.
    Neubekanntmachung vom 14.1.1981 (BGBl. I, S. 61).Google Scholar
  13. 1.
    Vgl. BGHZ 80,1 m.w. Nachw.; krit. Hübner, VersR 1983, Karlsruher Forum, S. 126 ff.Google Scholar
  14. 1.
    Siehe dazu näher Jagusch/Hentschel, Straßenverkehrsrecht, § 7 Rn. 46.Google Scholar
  15. 1.
    Vgl. BGHZ 4,1. Nach neuerer Rspr. muß der Geschäftsherr auch den Nachweis erbringen, daß der „Zwischengehilfe“ den Verrichtungsgehilfen sorgfältig ausgewählt hat, BGH DB 1973, 1645.Google Scholar
  16. 2.
    v. Bar, Gutachten Bd. II, S. 1706.Google Scholar
  17. 3.
    Zu weiteren Sondertatbeständen s. Esser/Schmidt, § 8 II 5, S. 116 ff.Google Scholar
  18. 4.
    Dazu im einzelnen Baur, Sachenrecht (13. Aufl. 1985), § 25 IV, S. 229ff.Google Scholar
  19. 1.
    Siehe dazu Brüggemeier AcP 182, 385 ff.Google Scholar
  20. 2.
    Vgl. dazu AK-BGB-Reich § 823 Abs. 2, Rn. 5 ff.Google Scholar
  21. 3.
    Siehe dazu Brüggemeier a. a. O., m. w. Nachw.Google Scholar
  22. 4.
    Vgl. Kap. VI, 7.9.Google Scholar
  23. 5.
    v. Ihering, Das Schuldmoment im röm. Recht (1867), S. 40. Zur rechtsgeschichtlichen Entwicklung Ogorek, Untersuchungen zur Entwicklung der Gefährdungshaftung im 19. Jhd., (1975), S.42ff.Google Scholar
  24. 1.
    Vgl. Larenz, Schuldrecht I § 201, S. 255.Google Scholar
  25. 2.
    Larenz, Schuldrecht I § 201, S. 255.Google Scholar
  26. 3.
    Hierzu näher Larenz, Schuldrecht I, § 20 III.Google Scholar
  27. 4.
    Siehe näher Larenz a. a. O. m. Nachw.Google Scholar
  28. 5.
    RGZ 119, 397, 400.Google Scholar
  29. 1.
    Hierzu näher Larenz a. a. O., S. 263 ff.Google Scholar
  30. 2.
    Larenz a.a.O., S.265; ähnlich AK-BGB-Dubischar §§276–277 Rn.14; Soergel/Schmidt §276 Rn. 17 (Einstandspflicht für sorgfältige Ausführung einer einmal übernommenen Tätigkeit).Google Scholar
  31. 3.
    Zu dieser „Akzentverschiebung“ Leser AcP 183,568,588 ff.Google Scholar
  32. 4.
    Siehe im einzelnen AK-BGB-Dubischar, §§ 276–277 Rn. 19ff.Google Scholar
  33. 5.
    Vgl. BGH JZ 1968, 103 m. Anm. Deutsch.Google Scholar
  34. 1.
    Vgl. den „Straßenbahn-Fall“ — BGHZ 24,21: „Es geht nicht an, ein Verkehrsverhalten, das den Ge-und Verboten der Verkehrsordnung voll Rechnung trägt, trotzdem mit dem negativen Werturteil der Rechtswidrigkeit zu versehen. Hierfür gibt der eingetretene Erfolg keinen ausreichenden Grund her, da das Urteil der Rechtswidrigkeit... die zum Erfolg führende Handlung nicht unberücksichtigt lassen kann.Google Scholar
  35. 2.
    Vgl. Esser/Schmidt S. 359; Leser a. a. O., S. 589.Google Scholar
  36. 3.
    Näher hierzu Larenz, SchuldrechtI, §20 IV, S.266ff.; Esser/Schmidt, Schuldrecht I, §25 IV, S. 357 ff.; MünchKomm/Hanau § 276 Rn. 23 ff.; Kötz, Deliktsrecht, C12, S. 54ff.Google Scholar
  37. 4.
    Siehe dazu Schmidt, in: Emmerich u.a., Grundlagen des Vertrags- und Schuldrechts (1972), S. 465 ff., 495 ff.Google Scholar
  38. 1.
    Vgl. v. Bar, Gutachten Bd. II, S. 1714ff. und ders., Verkehrspflichten, S. 113.Google Scholar
  39. 2.
    Ausführlich hierzu v. Bar, Verkehrspflichten, S. 16.Google Scholar
  40. 3.
    Im einzelnen dazu v.Bar a.a.O., S.93; Mertens, VersR 1980, 397, sowie MünchKomm/Mertens § 823 Rn. 177ff.Google Scholar
  41. 4.
    Vgl. näher v. Bar, Gutachten Bd. II, S. 1716 m. w. Nachw.Google Scholar
  42. 5.
    Zu den Abwägungsfaktoren MünchKomm/Mertens § 823 Rn. 190ff.; ders. VersR 1980,397.Google Scholar
  43. 6.
    BGH NJW 1972, 903 (Ruhrschnellweg).Google Scholar
  44. 7.
    Vgl. § 20 Bundesfernstraßen-Gesetz.Google Scholar
  45. 1.
    Vgl. BGH NJW 1972, 903; Palandt/Thomas § 823 Anm. 14 A e bb m. w. Nachw.Google Scholar
  46. 2.
    BGH NJW 1972,903.Google Scholar
  47. 3.
    BGH a.a.O. (S.904).Google Scholar
  48. 1.
    BGHZ 51, 91.Google Scholar
  49. 2.
    BGH a. a. O., 108.Google Scholar
  50. 3.
    BGHZ 12, 124. Die Entscheidung knüpft an § 41 Abs. 1 StVO a. F. an, bezieht sich aber auf die Haftung nach § 823 Abs. 1 BGB (vgl. S. 126).Google Scholar
  51. 1.
    MertensVersR 1980,397,401.Google Scholar
  52. 2.
    Steffen VersR 1980,409,411.Google Scholar
  53. 3.
    Leser AcP 183,591.Google Scholar
  54. 4.
    Mertens a. a. O.Google Scholar
  55. 1.
    Verkehrspflichten. Richterliche Gefahrsteuerungsgebote im deutschen Deliktsrecht, (1980) S. 112 ff.Google Scholar
  56. 2.
    Ebenda S. 113.Google Scholar
  57. 3.
    Ebenda S. 114.Google Scholar
  58. 4.
    Ebenda S. 118.Google Scholar
  59. 5.
    Ebenda S. 118.Google Scholar
  60. 6.
    Ebenda S. 119 f.Google Scholar
  61. 7.
    Ebenda S. 122.Google Scholar
  62. 8.
    Ebenda S. 125.Google Scholar
  63. 9.
    Ebenda S. 127.Google Scholar
  64. 1.
    Zur künftigen verschuldensunabhängigen Produkthaftung, die aufgrund der EG-Richtlinie vom 25.7.1985 zur Angleichung der Rechts- und Verwaltungsvorschriften der Mitgliedstaaten über die Haftung für fehlerhafte Produkte im deutschen Recht einzuführen ist, s. Taschner NJW 1986,611; Schmidt-Salzer BB1986,1103.Google Scholar
  65. 2.
    BGHZ 67,359. Näher hierzu Hager, Zum Schutzbereich der Produzentenhaftung, AcP 184,413 ff.Google Scholar
  66. 3.
    Vgl.MünchKomm/Mertens§ 823 Rn.293.Google Scholar
  67. 1.
    BGH VersR 1956,410.Google Scholar
  68. 2.
    BGHZ 51, 91 — Hühnerpest.Google Scholar
  69. 3.
    MünchKomm/Mertens § 823 Rn.297.Google Scholar
  70. 4.
    BGH NJW 959, 1676.Google Scholar
  71. 5.
    BGHZ 64, 46.Google Scholar
  72. 6.
    BGH NJW 1972, 2217 — „Estil“.Google Scholar
  73. 7.
    Herrmann, Die Rückrufhaftung des Produzenten, BB 1985, 1801; Sack, Produzentenhaftung und Produktbeobachtungspflicht, BB 1985, 8/3.Google Scholar
  74. 8.
    BGH NJW 1981, 1606, 1607 — Benomyl.Google Scholar
  75. 9.
    BGH NJW 1981, 1603 — Derosal. BGH NJW 1981, 1606 — Benomyl. OLG Celle BB 1979, 392 m. Anm. Schmidt-Salzer. Alle drei Entscheidungen betreffen Klagen von Obstbauern aus dem „Alten Land“ gegen Chemie-Konzerne, deren Produkte sich bei der Bekämpfung des Apfelschorfs als unwirksam erwiesen hatten.Google Scholar
  76. 1.
    BGH NJW 1981, 1606, 1607 — Benomyl.Google Scholar
  77. 2.
    BGHZ 51,91, 105.Google Scholar
  78. 3.
    BGH NJW 1980.1219.Google Scholar
  79. 1.
    BGH NJW 1980, 1219 m. w. Nachw. Diese Entscheidung betrifft die Haftung von Importeuren aus EG-Ländern. Ihr lag ein Unfall mit einem aus Frankreich eingeführten Klapprad zugrunde, bei dem während der Fahrt der Gabelschaft brach.Google Scholar
  80. 2.
    BGH NJW 1980, 1219.Google Scholar
  81. 3.
  82. 4.
    BGHZ 51, 91, 106.Google Scholar
  83. 1.
    BGHZ 51, 105.Google Scholar
  84. 2.
    Zu diesen Anforderungen im einzelnen MünchKomm/Mertens § 823 Rn.309; Palandt/Thomas § 823 Anm. 16 D c ff., jew. mit Hinweisen auf die Rechtspr.Google Scholar
  85. 3.
    BGH NJW 1975, 825.Google Scholar
  86. 4.
    Vgl. BGH NJW 1984, 2290: es besteht keine allgemeine Rechtspflicht, den Vertragspartner über alle Umstände aufzuklären, die auf seine Entschließung Einfluß haben könnten. Eine Auf klärungspflicht kann sich nur aus besonderen Gründen ergeben, insbes. daraus, daß der Erklärungsgegner die Mitteilung der verschwiegenen Tatsachen nach der Verkehrsauffassung erwarten durfte.Google Scholar
  87. 1.
    Dazu Picker AcP 183,412 m. w.Nachw.Google Scholar
  88. 2.
    Vgl. BGH NJW 1977, 376.Google Scholar
  89. 3.
    BGH NJW 1962, 31.Google Scholar
  90. 4.
    BGHZ 66, 51 („Gemüseblatt“).Google Scholar
  91. 5.
    Medicus, Verschulden bei Vertragsverhandlungen, in: Gutachten und Vorschläge zur Überarbeitung des Schuldrechts, Bd. I, S. 479 ff., 488.Google Scholar
  92. 1.
    Eine umfassende Darstellung des Meinungsstandes und eine grundlegende Auseinandersetzung mit der Dogmatik der culpa in contrahendo stellt die Abhandlung von Picker dar, Positive Forderungsverletzung und culpa in contrahendo — Zur Problematik der Haftung „zwischen“ Vertrag und Delikt, AcP 183,369 ff.Google Scholar
  93. 2.
    So der Vorschlag von Huber, Leistungsstörungen, in: Gutachten..., Bd. I, S. 647 ff., 743; Medicus, Gutachten ..., 493 f. Weitere Nachweise für die „Tendenz zum Deliktsrecht“ bei Picker a. a. O., S.376 Fn.l7.Google Scholar
  94. 3.
    Nachweise bei Picker a. a. O., S. 376 Fn. 17.Google Scholar
  95. 4.
    Krit. zu diesen Begründungen Picker a. a. O., S. 385 ff., 393 ff.Google Scholar
  96. 1.
    Schuldrecht I, §291, S. 430.Google Scholar
  97. 2.
    Picker a. a. O., S. 430.Google Scholar
  98. 3.
    Hierzu krit. Picker a. a. O., S. 413.Google Scholar
  99. 1.
    Huber, Leistungsstörungen, in: Gutachten... Bd.I, S.737.Google Scholar
  100. 2.
    RGZ 78, 239.Google Scholar
  101. 3.
    BGH NJW 1962, 31Google Scholar
  102. 4.
    BGHZ 66, 51.Google Scholar
  103. 1.
    BGHZ 66, 51, 54.Google Scholar
  104. 2.
    Siehe dazu v. Bar, Verkehrspflichten, S. 254 ff.Google Scholar
  105. 3.
    Siehe dazu Picker a. a. O., S. 460 ff., 470 ff. m. w. Nachw.Google Scholar
  106. 1.
    Worauf zutreffend Picker a. a. O., S. 471 hinweist.Google Scholar
  107. 1.
    Dazu näher MünchKomm/Mertens § 826 Rn. 8, 12 ff.Google Scholar
  108. 2.
    Dazu besonders v.Bar, Verkehrspflichten, S. 157 ff. m.ausf. Nachw. Fn.99. S. w. Brüggemeier AcP 182,385; ders., AG 1982,268; Mertens AcP 178,227.Google Scholar
  109. 3.
    MünchKomm/Mertens § 823 Rn. 152.Google Scholar
  110. 4.
    Dazu grundlegend Köndgen, Selbstbindung ohne Vertrag. Zur Haftung aus geschäftsbezogenem Handeln (1981), S.216ff., 352ff.; Hopt, Nichtvertragliche Haftung außerhalb von Schadens- und Bereicherungsausgleich, AcP 183, 608ff., 638ff.; Mertens, Deliktsrecht und Sonderprivatrecht, AcP 178,227 ff.Google Scholar
  111. 5.
    Z. B. Beratung eines Mandanten im Rahmen eines Vertragsverhältnisses zwischen Rechtsanwalt, Steuerberater etc. und Mandant.Google Scholar
  112. 6.
    Z.B. §19 Abs.1 Notar O.Google Scholar
  113. 7.
    Dazu näher MünchKomm/Mertens § 823 Rn. 188.Google Scholar
  114. 8.
    Dazu v.Bar, Verkehrspflichten, S. 21 Iff.; MünchKomm/Mertens § 823 Rn.473.Google Scholar
  115. 9.
    „vertragsisolierte Berufshaftung“ (Köndgen, Selbstbindung, S.226; zur Abgrenzung der verschiedenen Fallkonstellationen; ders., S. 352 ff.)Google Scholar
  116. 1.
    Vgl. näher MünchKomm/M ertens § 826 Rn. 61 ff.; v. Bar, Verkehrspflichten, S. 216 ff.Google Scholar
  117. 2.
    v. Bar, Verkehrspflichten, S. 157 ff, 233 ff.; ders, JuS 1982,637,643 ff.Google Scholar
  118. 3.
    Abi. Herrmann JZ 1983,422,426; Lorenz NJW 1982, 2362; zurückhaltend Hopt AcP183,633ff, 661 ff.; zögernd zustimmend Köndgen, Selbstbindung, S. 365, 372. Zur Haltung der Rechtsprechung vgl. BGH DB 1981, 1274.Google Scholar
  119. 4.
    MünchKomm/Mertens § 823 Rn.469ff, 475ff.; Brüggemeier AcP 182,385.Google Scholar
  120. 1.
    Vgl. AK-BGB-Rüßmann, Rn. 1 vor §§ 249–253: Wahrung des Integritätsinteresses; Esser/Schmidt, Schuldrecht, Allg. Teil, § 32 vor I: der Ersatzberechtigte hat primär Anspruch auf Wahrung seines Besitzstands.Google Scholar
  121. 2.
    Larenz, Schuldrecht I, § 281, S.431 f.Google Scholar
  122. 1.
    Vgl. hierzu statt aller Larenz a. a. O., S. 433 f.; Esser/Schmidt, S. 500 ff.Google Scholar
  123. 2.
    Im Anschluß an Medicus (Staudinger/Medicus, Rn. 38 vor § 249; § 249 Rn. 104 f. sowie: Unmittelbarer und mittelbarer Schaden, (1977)) lassen sich die auszugleichenden Vermögensverluste auch in unmittelbare, mit dem Schadensereignis sofort eintretende Schäden und in mittelbare, sich erst nach der Verletzung im zeitlichen Ablauf entwickelnde Schäden untergliedern.Google Scholar
  124. 3.
    Dazu näher AK-BGB-Rüßmann, §§ 249,250 Rn. 9; Esser/Schmidt § 321, S. 497.Google Scholar
  125. 4.
    Statt aller Jauernig/Teichmann § 252 Anm. 1.Google Scholar
  126. 5.
    Hierzu ausführlich Esser/Schmidt, S. 500.Google Scholar
  127. 6.
    MünchKomm/Grunsky § 249 Rn. 19.Google Scholar
  128. 7.
    Grunskyebd. Rn. 17.Google Scholar
  129. 1.
    AK-BGB-Rüßmann Rn. 24 vor §§ 249–253: Vermögensnachteile, die in keiner Weise mit dem haftungsbegründenden Ereignis verbunden sind, beeinflussen die Differenz nicht.Google Scholar
  130. 1.
    Vgl. dazu Steindorff ZHR 138 (1974), 518; Medicus JuS 1979, 233ff.; Larenz, Schuldrecht I, §27 IIa S.396; MünchKomm/Grunsky Rn.8 vor §249; AK-BGB-Rüßmann Rn.13 vor §§249–253; Esser/Schmidt § 31 II 2, S.480.Google Scholar
  131. 2.
    Darin ist sich die Kritik am normativen Schadensbegriff einig, s. nur Larenz, Esser/Schmidt; Grunsky; Rüßmann (vorherige Fußn.).Google Scholar
  132. 3.
    Schuldrecht I,§ 27II, S. 397.Google Scholar
  133. 1.
    BGH NJW 1952, 1010.Google Scholar
  134. 2.
    BGH JZ 1969,703.Google Scholar
  135. 3.
    Siehe statt aller AK-BGB-Rüßmann Rn.49 vor §§249–253; MünchKomm/Grunsky Rn.37 vor § 249; Palandt/Heinrichs Anm. 5 a bb vor § 249; Larenz, Schuldrecht I, § 27 III a (S. 403 f.); Esser/ Schmidt §331.Google Scholar
  136. 1.
    Larenza.a.O., S.404.Google Scholar
  137. 2.
    Dazu eingehend Esser/Schmidt, S. 528 ff., Larenz a. a. O., S. 404 ff.Google Scholar
  138. 3.
    RGZ 133, 127 und ständig.Google Scholar
  139. 4.
    BGHZ 3, 261; 7, 198; 57, 137; BGH NJW 1976, 1143.Google Scholar
  140. 5.
    BGHZ 3, 261.Google Scholar
  141. 6.
    BGHZ 3, 261, 267.Google Scholar
  142. 7.
    Auf die Nähe zum Verschuldensmaßstab weist zutreffend Grunsky hin, MünchKomm Rn. 39 vor §249.Google Scholar
  143. 1.
    So zutreffend Larenz, Schuldrecht I, § 27 III, S. 406.Google Scholar
  144. 2.
    MünchKomm/Grunsky Rn.42 vor §249; AK-BGB-Rüßmann Rn.50 vor §§249–253; Lange, Schadensersatz (1979); ders., JZ 1976, 198; Huber JZ 1969,677; Kramer JZ 1976,338.Google Scholar
  145. 3.
    So etwa in der Entscheidung RGZ 105,264: der Verletzte wurde im Krankenhaus mit Grippe infiziert, im Verlauf der Grippeerkrankung trat eine tödliche Lungenentzündung hinzu; vgl. w. RGZ 119,204: der Verlust eines Beines führte nach Jahren zu einem Sturz und zu weiteren Körperschäden.Google Scholar
  146. 4.
    BGHZ 18, 286.Google Scholar
  147. 5.
    BGHZ 25, 86.Google Scholar
  148. 6.
    AK-BGB-Rüßmann Rn. 50 vor §§ 249–253; MünchKomm/Grunsky Rn. 42 f. vor § 249.Google Scholar
  149. 7.
    Siehe hierzu Larenz, Schuldrecht I, § 27III2, S. 408 ff.Google Scholar
  150. 1.
    Hierüber besteht Übereinstimmung, vgl. AK-BGB-Rüßmann Rn.57 vor §§249–253; Münch-Komm/Grunsky Rn. 46 vor § 249; Larenz a. a. O., S. 412; Esser/Schmidt, S. 537 f.Google Scholar
  151. 2.
    Zur Kritik bes. Larenz S. 412 ff.; Deutsch, Haftungsrecht I, S. 237 ff.Google Scholar
  152. 3.
    MünchKomm/Grunsky Rn.46 vor § 249, der die Adäquanztheorie ausdrücklich ablehnt und sich für die Schutzzwecklehre ausspricht, zugleich aber feststellt, im Regelfall würden beide übereinstimmen, s. a. Rn. 49.Google Scholar
  153. 4.
    AK-BGB-Rüßmann, Rn. 58 vor §§ 249–253; Larenz S. 412; Lange, Schadensersatz, S. 77.Google Scholar
  154. 5.
    Huber JZ 1969,681.Google Scholar
  155. 6.
    BGHZ 3, 261-Leitsatz.Google Scholar
  156. 7.
    BGHZ 27, 137.Google Scholar
  157. 8.
    BGHZ 8,325; 10, 107; 20, 137.Google Scholar
  158. 1.
    Krit. dazu AK-BGB-Rüßmann Rn.66 vor §§249–253: die Strafverfahrenskosten sind gar nicht durch eine Rechtsgutverletzung (Gesundheit und Eigentum) verursacht worden.Google Scholar
  159. 2.
    BGHZ 27, 137, 141.Google Scholar
  160. 3.
    BGH JZ 1969,703.Google Scholar
  161. 4.
    A.a.O, S.704.Google Scholar
  162. 5.
    Vgl. RGZ 169, 117: der Verletzer habe kein Recht darauf, so gestellt zu werden, als ob er einen völlig gesunden Menschen verletzt habe.Google Scholar
  163. 1.
    Larenz, Schuldrecht I § 27 III, 3, S. 414ff.Google Scholar
  164. 2.
    BGHZ 43, 178.Google Scholar
  165. 1.
    BGHZ 58, 162; and. OLG Bremen VersR 1970,424 (Vorinstanz)Google Scholar
  166. 2.
  167. 3.
    BGHZ 57, 25.Google Scholar
  168. 4.
    A. a. O, S. 28.Google Scholar
  169. 5.
  170. 1.
    BGHZ 63, 189.Google Scholar
  171. 2.
    BGH NJW 1971, 1982.Google Scholar
  172. 3.
    Zu dieser Konstellation BGH NJW 1964, 1363.Google Scholar
  173. 1.
    BGH NJW 1964, 1363, 1364. Dort ist dies allerdings noch unter dem Aspekt erörtert worden, ob der zweite Unfall eine adäquate Folge des ersten ist.Google Scholar
  174. 2.
    Vgl. RGZ 164, 125.Google Scholar
  175. 3.
    BGH NJW 1964, 1364; bestätigend BGHZ 57, 25, 31.Google Scholar
  176. 1.
    Vgl. dazu BGHZ 63,295.Google Scholar
  177. 2.
    Vgl. BGHZ 27,284.Google Scholar
  178. 3.
    Vgl.RGZ 45, 170.Google Scholar
  179. 4.
    Dazu näher Esser/Schmidt, Schuldrecht, Allg. Teil, § 321 (S.497) sowie — zu dem aus § 1004 BGB folgenden — Unterlassungs- und Beseitigungsanspruch AK-BGB-Kohl § 1004 Rz.67ff. sowie insgesamt zum Ehrenschutz MünchKomm/Schwerdtner § 12 Rn. 230 ff., 249 ff. sowie Rn. 337 ff. (zum Widerruf ehrenrühriger Behauptungen) und Rn. 368 ff. (zum presserechtlichen Gegendarstellungsanspruch). Zum Spannungsverhältnis von Schutz der Ehre und Freiheit des öffentlichen Meinungskampfes und zur Frage, welcher Herstellungsaufwand angemessen ist s. BGHZ 66, 182 (Panorama) sowie BGHZ 70, 39.Google Scholar
  180. 5.
    Dazu näher Lange, Schadensersatz, S. 142 f., 256.Google Scholar
  181. 6.
    § 53 Abs. 3 Luftverkehrsgesetz (bei Körper- und Gesundheitsverletzungen durch militärische Luftfahrzeuge); § 29 Abs. 2 AtomG; § 97 Abs. 2 Urheberrechtsgesetz; § 35 Abs. 1 S. 2 GWB.Google Scholar
  182. 1.
    Nachweise bei MünchKomm/Schwerdtner § 12 Rn. 163ff., 291 ff. Zur neueren Entwicklung der Rechtsprechung zum allgemeinen Persönlichkeitsrecht s. a. Brandner JZ 1983,689 ff.Google Scholar
  183. 2.
    So die ständige Rechtsprechung des BGH; s. BGH NJW 1971,698; BGH JZ 1979,351 (Kohl/Biedenkopf); BGH NJW 1982,635 (Heinrich Böll); s. a. OLG Stuttgart JZ 1983,72.Google Scholar
  184. 3.
    BGH NJW 1971, 698; BGH NJW 1977,626; BGH NJW 1979, 1041; näher hierzu mit eing. Nachw. MünchKomm/Schwerdtner a. a. O. Rn. 301 ff.Google Scholar
  185. 4.
    BGHZ 26,349 = NJW 1958,827.Google Scholar
  186. 5.
    BGHZ 35,363; s. w. BGHZ 39, 124 (Fernsehansagerin); BGH NJW 1965,685 (Soraya); BGH NJW 1965,2395. Zur neueren Rechtsprechung Brandner JZ 1983,689 ff.Google Scholar
  187. 6.
    BGHZ 35,363.Google Scholar
  188. 7.
    BVerfGE 34,269 = NJW 1973, 1221.Google Scholar
  189. 1.
    S. die ausführlichen Nachweise bei MünchKomm/Schwerdtner, § 12 Rn. 291 ff.Google Scholar
  190. 2.
    Ablehnend Giesen NJW 1971, 801 m.w.N.; Palandt-Heinrichs § 253 Anm.l (and. aber Palandt-Thomas §823 Anm. 15f.); MünchKomm/Grunsky §253 Rn.6; AK-BGB-Rüßmann §253 Rn.l. Zutreffend MünchKomm-Schwerdtner § 12 Rn. 291: die ablehnenden Stellungnahmen im Schrifttum sind durch die Rechtsprechung des BVerfG (NJW 1973, 1221) Makulatur geworden.Google Scholar
  191. 3.
    Lange, Schadensersatz § 7 V (S. 271 ff.); MünchKomm-Grunsky § 253 Rn. 6, die beide die Rechtsprechung de lege ferenda begrüßen.Google Scholar
  192. 4.
    AK-BGB-Rüßmann a. a. O. Bedenken auch bei Larenz, Schuldrecht, Allg. Teil, § 28 III (S. 440).Google Scholar
  193. 5.
    Rüßmann a. a. O.Google Scholar
  194. 6.
    Hierzu eingehend BVerfG NJW 1973, 1221.Google Scholar
  195. 7.
    Mugdan, Die gesamten Materialien zum BGB für das deutsche Recht, (1899), Bd. II Protokolle, S.1297.Google Scholar
  196. 8.
    Vgl. Motive II, 22.Google Scholar
  197. 1.
    Lange, Schadensersatz, S. 258; Larenz, Schuldrecht I, S.440; Nörr AcP158, 1.Google Scholar
  198. 2.
    Lange a.a.O.,S. 258.Google Scholar
  199. 3.
    Larenz a.a.O., S.440.Google Scholar
  200. 4.
    Vgl. Baur FS Raiser, S. 119; Diederichsen FS Klingmüller, S. 65; w. Hinw. bei AK-BGB-Rüßmann Rn. 26 vor §§249–253.Google Scholar
  201. 5.
    Vgl. dazu Larenz, Schuldrecht, Allg. Teil, §29 (S.441 ff.); Esser-Schmidt, Schuldrecht, Allg. Teil, § 31 II (S.475ff.); Lange, Schadensersatz, § 2 I (S.34ff.); Brinker, Die Dogmatik zum Vermögensschadensersatz (1982); Keuk, Vermögensschaden und Interesse (1972); H. J.Mertens, Der Begriff des Vermögensschadens im Bürgerlichen Recht (1967); Stoll, Begriff und Grenzen des Vermögensschadens (1973).Google Scholar
  202. 1.
    Aufl., 1974, Stichwort „Vermögen“.Google Scholar
  203. 2.
    Rose, Vermögenssteuern HdWW 8, 299; Folkers, Vermögen I HdWW 8,266.Google Scholar
  204. 3.
    Larenz, Schuldrecht I § 291 c, S. 447.Google Scholar
  205. 4.
    Larenz, Schuldrecht I § 29 le, S.447; ders., FS Nipperdey 1965, Bd.I, S.496ff.; Tolk, Der Frustrie-rungsgedanke und die Kommerzialisierung immaterieller Schäden, 1977, S.94ff.; Medicus VersR 1981, 595; Lange, Schadensersatz, § 6III (S. 167f.); Diederichsen, FS Klingmüller 1974, S.80; Baur FS Raiser 1974, S. 119. And. dagegen Palandt-Heinrichs, Vorbem. 2 b, MünchKomm-Grunsky Rn. 12, AK-BGB-Rüßmann Rz. 33, jeweils vor § 249.Google Scholar
  206. 5.
    So z. B. ausdrücklich BGHZ 66,277,279 gegen andere Entscheidungen des BGH, die den „Kommerzialisierungsaspekt“ als maßgeblich bezeichnet haben: Genußmöglichkeiten lassen sich heute so weitgehend mit Geld erkaufen, daß sich daraus eine sachgemäße Einschränkung für entgangene Gebrauchsvorteile nicht ergäbe. Näher dazu unten, 5.4.Google Scholar
  207. 1.
    Vgl. nur Esser-Schmidt § 31 II (S. 482 f.).Google Scholar
  208. 2.
    Esser/Schmidt a.a.O., S.482; Larenz, Schuldrecht I, S.446; Palandt/Heinrichs Vorbem.2e; MünchKomm/Grunsky Rn. 10; jeweils vor § 249.Google Scholar
  209. 3.
    Larenz, Schuldrecht I, S. 440; Lange, Schadensersatz, S. 258.Google Scholar
  210. 4.
    Hierzu zutreffend Köndgen AcP 177 (1977), S. 1 ff., 11 ff.Google Scholar
  211. 5.
    Dazu Larenz, Schuldrecht I, S. 448.Google Scholar
  212. 6.
    Köndgen a.a.O., S. 11 f.Google Scholar
  213. 1.
    Ein Beispiel für die Schwierigkeit der Bewertung von Schäden beim Fehlen eines (konkreten) Marktpreises bietet BGHZ 92,85 = JZ 1985,39 m. zust. Anm. Medicus.Google Scholar
  214. 2.
    Aus der umfangreichen Literatur sei hier nur verwiesen auf Dunz, Schadensersatz für entgangene Sachnutzung, JZ 1984, 1010; Hagen, Entgangene Gebrauchsvorteile als Vermögensschäden, JZ 1983,833; Jahr, Schadensersatz wegen deliktischer Nutzungsentziehung, AcP 183 (1983), 725; Littbarski, Neuere Entwicklungen zum Schadensbegriff, Rechtstheorie 1984, 171. Zur grundsätzlichen Kritik von Lehre und Rspr. aus der Sicht der ökonomischen Analyse des Rechts Ott/Schäfer, Begründung und Bemessung des Schadensersatzes wegen entgangener Sachnutzung, ZIP 1986, 613 ff.Google Scholar
  215. 3.
    BGHZ 40,345. Eine ausführliche Darstellung der bisherigen Rechtsprechung enthält der Vorlage-beschluß des V. Zivilsenats des BGH an den großen Senat für Zivilsachen v. 22.11.1985 — VZR 237/84; BGH JZ 1986, 387 m. Anm. Zeuner = VersR 1986, 189 = WPM1986,266.Google Scholar
  216. 4.
  217. 1.
    BGHZ 40, 345,349; 45,212.Google Scholar
  218. 2.
    So ausdrücklich BGHZ 56, 214, 215; 66,277,278; 86, 128, 132.Google Scholar
  219. 3.
    Vgl. BGHZ 45,212,220 und besonders BGHZ 56,214.Google Scholar
  220. 4.
    BGHZ 56, 214.Google Scholar
  221. 5.
    S. dazu die Zusammenstellung bei Palandt-Heinrichs, Anhang zu § 249.Google Scholar
  222. 6.
    BGH NJW 1967, 1803.Google Scholar
  223. 7.
    BGHZ 75,366; ebenso hinsichtlich der verspäteten Fertigstellung eines Hauses BGHZ 66,277; 75, 366, 370. Neuerdings hat der BGH (VII. Zivilsenat) Schadensersatz für den Ausschluß der Gebrauchsmöglichkeit einer Tiefgarage zuerkannt; BGH JZ 1986,386; anders der V. Zivilsenat hinsichtlich der vorübergehenden Nichtbenutzbarkeit eines Wohnhauses, BGH JZ 1986,387 (Vorla-gebeschluß); zu beiden Anmerkung Zeuner JZ 1986,395.Google Scholar
  224. 8.
    BGHZ 86, 128 = NJW 1983,444.Google Scholar
  225. 9.
    BGHZ 89, 60.Google Scholar
  226. 10.
    BGHZ 63,393.Google Scholar
  227. 11.
    BGHZ 76, 179, 184 = NJW 1980, 1386.Google Scholar
  228. 12.
    BGHZ 70, 199.Google Scholar
  229. 13.
    BGHZ 89,60. 14S.64.Google Scholar
  230. 1.
    BGHZ 89,60,64.Google Scholar
  231. 2.
    Vgl. Hiddemann, Anm. zu BGH LM BGB § 249 (a) Nr. 40 — Pelzmantel.Google Scholar
  232. 3.
    Vgl. BGHZ 63,393,397 (Pelzmantel); 76, 179 (privates Schwimmbad); 86, 128 (Wohnwagen); 89, 60 (Motorboot).Google Scholar
  233. 4.
    S.dazu BGHZ 86, 128, 131.Google Scholar
  234. 5.
  235. 1.
    Zutreffend Grunsky JZ 1983, 372, 373: es ist nicht Aufgabe der Rechtsprechung, zwischen einer „guten“ und einer „schlechten“ Kommerzialisierung zu differenzieren.Google Scholar
  236. 2.
    Ebenso Dunz JZ 1984, 1010; Jahr AcP 183,725,779ff., 791. Gegen eine Übertragung der Rechtsprechung zum Nutzungsausfallschaden auf andere Lebensbereiche Hagen JZ 1983,833; Palandt-Heinrichs Vorbem. 2 b cc vor § 249.Google Scholar
  237. 3.
    Vgl. Hagen a. a. O., S. 840: unübersehbare wirtschaftliche Auswirkungen, schwerwiegende gesamtwirtschaftliche Folgen. Ähnlich Lange, Schadensersatz, S.187: uferlose Ausdehnung der Ersatzpflicht, unwirtschaftliche Steigerung der Versicherungsprämien. Zur Kritik dieses Arguments Ott/ Schäfer ZIP 1986,613,616ff.Google Scholar
  238. 1.
    Hierauf verweist auch Dunz a. a. O., S. 1013; dazu schon Grunsky, Aktuelle Probleme zum Begriff des Vermögensschadens, 1968, 35 f. Zum Zusammenhang von Differenzrechnung und Bilanzierung auch Jahr AcP 183,779 ff.Google Scholar
  239. 2.
    Andernfalls würde die Sache mit dem doppelten Wert in Ansatz gebracht; Substanzwert und Gebrauchswert dürfen selbstverständlich nicht addiert werden, hierzu und zur Auseinandersetzung um das Verhältnis von Substanzwert und Gebrauchswert zutr. Köndgen AcP 177, 1, 18ff.; Jahr AcP 183,743 f., bes. Fn. 105.Google Scholar
  240. 1.
    Vgl. Jahr AcP 183, 791; Brinker, Die Dogmatik zum Vermögensschadensersatz, S. 218.Google Scholar
  241. 2.
    Anschaulich zu dem Gemeinten Jahr AcP 183, 791: Natürlich kauft man üblicherweise ein Surfbrett, nicht weil man es weiterverkaufen will und auf eine Steigerung des Verkaufswerts spekuliert, sondern um einen schöneren Urlaub zu genießen, aber wegen Entziehung des Eigentums ist der entzogene Verkaufswert zu ersetzen und nicht der entgangene Urlaubsgenuß zu kompensieren.Google Scholar
  242. 3.
    Vgl. hierzu Brinker a. a. O., S. 215 ff.Google Scholar
  243. 4.
    Siehe dazu auch Brinker, S. 219 ff.Google Scholar
  244. 1.
    Siehe oben 6.6.1.Google Scholar
  245. 2.
    BGHZ 56, 214, 220. Dazu näher und mit anschaulichen Beispielen für die vom BGH gemeinten Entbehrungen Dunz JZ 1984, 1010, 1012: viele kleine finanzielle Opfer, Zeit- und Kraftaufwand.Google Scholar
  246. 3.
    So auch Dunz a. a. O.: widerlegbare Pauschale für typische Folgeschäden.Google Scholar
  247. 4.
    Dazu BGHZ 92,85 = JZ 1985,39 m. Anm. Medicus.Google Scholar
  248. 5.
    Zu Recht spricht Dunz a. a. O., S. 1014 insoweit von einem der Rechtsprechung zugrunde liegenden Denkfehler.Google Scholar
  249. 1.
    Zu Recht betont Grunsky JZ 1983,372,373, die Rechtsordnung habe aus der wirtschaftlichen Einschätzung von Gütern die Konsequenzen zu ziehen und nicht auf die Wiederherstellung der „guten alten Zeit“ hin zu erziehen, in der noch nicht alles in Mark und Pfennig gemessen wurde.Google Scholar
  250. 1.
    BGHZ 89,60.Google Scholar
  251. 2.
    BGHZ 86, 128.Google Scholar
  252. 3.
    BGHZ 63,393.Google Scholar
  253. 4.
  254. 5.
  255. 1.
    Grundsätzlich zum Unterschied vom Motiv ökonomischen Handelns und den am Markt gehandelten objektiven Verwendungsmöglichkeiten Brinker a. a. O., S. 218 und Jahr AcP 183,779 ff. und vor ihnen schon Köndgen AcP 177, 1 ff. Zutreffend weist Brinker darauf hin, daß die Diskussion schief geführt wird, indem man allgemein so tut, als seien Motive und Gefühle handelbar.Google Scholar
  256. 2.
    Hierbei handelt es sich um „streng an die Person gebundene Güter“ im Sinne von Larenz, Schuldrecht, S.448 bzw. um „private Glücksgefühle“ im Sinne von Esser/Schmidt, S.482.Google Scholar
  257. 3.
    Vgl. zu diesem Beispiel auch Jahr AcP 183,791.Google Scholar
  258. 4.
    BGHZ 40, 345, 353; 45, 212; 66, 239; BGH NJW 1968, 1778; BGHZ 56, 214 = NJW 1971, 1692; NJW 1974,33; NJW 1985,2471.Google Scholar
  259. 1.
    Zum „Fühlbarkeitskriterium“ kritisch Hagen JZ 1983,836, der hierin zu Recht ein dem Schadensersatzrecht fremdes Element sieht. Anders Dunz JZ 1984, 1013, der darin ein Kausalitätsproblem sieht (überholende Kausalität?). Zur ökonomischen Bedeutung des „Fühlbarkeitskriteriums“ Ott/ Schäfer ZIP 1986,613,623.Google Scholar
  260. 2.
    BGH NJW 1974,33.Google Scholar
  261. 3.
    BGH NJW 1975,922.Google Scholar
  262. 4.
    S. 923; auf die Nutzungsmöglichkeit durch Überlassung an andere hat auch schon BGHZ 40,345, 353 verwiesen.Google Scholar
  263. 5.
    BGH NJW 1976,286.Google Scholar
  264. 6.
    Ablehnend hierzu Hagen a. a. O.; MünchKomm-Grunsky Rn. 19 vor § 249; Lange, Schadensersatz §6 VII (S. 187ff.); zustimmend jedoch Palandt-Heinrichs 2bbb vor §249; AK-BGB-Rüßmann Rz. 36 vor §249.Google Scholar
  265. 7.
    Vgl. dazu Larenz, Schuldrecht I § 28II, S.440.Google Scholar
  266. 1.
    Freilich muß sichergestellt sein, daß es nicht infolge falscher Berechnung zu einer Doppelentschädigung kommt.Google Scholar
  267. 2.
    Daraufstellten ab Larenz, Schuldrecht I § 29 II, S.459; MünchKomm/Grunsky Rn.21 vor § 249; AK-BGB-Rüßmann Rz. 32 vor § 249.Google Scholar
  268. 1.
    Lange, Schadensersatz, §6 XIII 2 (S. 231); Larenz §29 II d (S. 462); Esser/Schmidt §32 II2 e (S. 508); Palandt/Heinrichs 2 b ee vor § 249; AK-BGB-Rüßmann Rz. 38 vor § 249; Stoll JZ 1977,97. And. jedoch MünchKomm/Grunsky Rn. 30 vor § 249; ders. NJW 1975,609 für den Fall des vollkommenen Entzugs der Freizeit.Google Scholar
  269. 2.
    BGHZ 63, 98 = NJW 1975, 40 (Rumänienreise); krit. dazu Grunsky NJW 1975, 609; BGHZ77, 116 = NJW 1980, 1947 m. Anm. Blaurock (Ferienhaus); BGHZ 85, 168 (Jugoslawienurlaub); BGH NJW 1982, 1522 (Bungalow auf Korsika); vgl. w. BGHZ 82, 219 = NJW 1982, 377 (Zimmer mit Meerblick); BGHZ 80,366 = NJW 1981, 1833 (Klinikaufenthalt).Google Scholar
  270. 3.
    Nachweise hierzu und zum vorangegangenen Schrifttum bei BGHZ 63,98, 100.Google Scholar
  271. 4.
    Dazu näher Blinker a.a.O., S.219ff.; Tolk, Der Frustrierungsgedanke und die Kommerzialisierung immaterieller Schäden, 1977.Google Scholar
  272. 5.
    Hierzu auch Larenz, Schuldrecht I § 29 II c (S. 461) m. w. Nachw.Google Scholar
  273. 6.
    So im Ergebnis Burger NJW 1980, 1249 mit der recht konstruierten Begründung, §651 f. Abs. 2 BGB sei zwar keine Ausnahmevorschrift zu § 253 BGB, wohl aber eine „legale Umgehung“, gegen Bartl NJW 1979, 1384, nach welchem § 651 f. Abs. 2 BGB nur Vermögensschäden erfassen und deshalb auf Nichterwerbstätige praktisch nicht anwendbar sein soll, was dem klaren Wortlaut der Norm widerspricht. Von Bedeutung ist die Frage nach der Rechtsnatur des Entschädigungsanspruchs auch für die Bemessung des Anspruchs der Höhe nach. An der vermögensrechtlichen Natur des Entschädigungsanspruchs halten, auch unter der Geltung des § 651 f. Abs. 2 BGB, fest außer Baiti a.a.O., auch ders., Reiserecht, 2.Aufl., Rn.100; Tonner, Der Reisevertrag, §651 f. BGB Rn. 12; Teichmann JZ 1979,740 und neuerdings vor allem LG Frankfurt NJW 1983, 1127.Google Scholar
  274. 1.
    BGH NJW 1983,35.Google Scholar
  275. 2.
    BGH NJW 1982, 1522.Google Scholar
  276. 3.
    BGH NJW 1982, 1522, 1523; NJW 1983,35.Google Scholar
  277. 4.
    BGHZ 63,98, 105.Google Scholar
  278. 5.
    Vgl. BGHZ 77, 116 zum Entschädigungsanspruch einer den Haushalt führenden Ehefrau. Nach LG Frankfurt NJW 1983, 1127 soll es auch unter der Geltung des § 651 f. Abs. 2 BGB dabei bleiben, da es sich bei dem Entschädigungsanspruch nach dieser Vorschrift nach wie vor um einen vermögensrechtlichen Anspruch handeln soll. Bei nicht erwerbstätigen Personen sei aber ein greifbarer Schaden nicht vorhanden. Es erhebe sich auch die Frage, welcher immaterieller Schaden bei ihnen auszugleichen sei.Google Scholar
  279. 6.
    BGH NJW 1983,35. Vgl. w. BGH NJW 1982, 1522; BGHZ 85, 168 = NJW 1983,218. Dag. mit eing. Begründung LG Frankfurt NJW 1983, 1127, wonach die Höhe des Schadensersatzes entsprechend dem Kommerzialisierungsgedanken unverändert an den Vermögensaufwendungen für einen Ersatzurlaub zu bemessen sein soll; ebenso LG Frankfurt NJW 1985, 143; LG Stuttgart NJW RR 1986, 349. Anders — auf den Reisepreis abstellend — AG Frankfurt NJW RR 1986, 348. Für die Maßgeblichkeit des Nettoeinkommens auch Bendref NJW 1986, 1721.Google Scholar
  280. 1.
    BGHZ 85, 168.Google Scholar
  281. 2.
  282. 1.
    Diesen im Wege der ergänzenden Vertragsauslegung zu gewinnenden Lösungsansatz hat generell Stoll JZ 1975,252 vorgeschlagen, dag. BGHZ 77, 116.Google Scholar
  283. 1.
    Für einen Entschädigungsanspruch auch für den Fall, daß der Urlaub durch ein sonstiges (=außervertragliches) zum Schadensersatz verpflichtendes Ereignis vereitelt worden ist, Palandt-Hein-richs 2bee vor § 249, MünchKomm-Grunsky, Rn. 30f. vor § 249; ders., JZ 1983,372,373 (vom Ergebnis her unbefriedigend, den deliktischen Schadensersatzgläubiger leer ausgehen zu lassen); Esser-Schmidt §32 II 2 c (S.507). Ebenso aus der früheren Rechtsprechung KG NJW 1970, 474 (Hundebiß); OLG Hamm VersR 1978, 1147; OLG Bremen VersR 1969,929 (Verkehrsunfall).Google Scholar
  284. 2.
    BGHZ 60,214 = JZ 1973,424 m. Anm. Grunsky; BGHZ 86,212.Google Scholar
  285. 3.
    BGHZ 60,214.Google Scholar
  286. 4.
    BGHZ 86,212.Google Scholar
  287. 1.
    BGHZ 86,212,214.Google Scholar
  288. 2.
  289. 3.
  290. 4.
  291. 5.
    Krit. zu der „Verwirrung“, die die Rechtsprechung des BGH ausgelöst hat Jahr AcP 183,725,792 Fn. 299, der zutreffend die Vermischung unterschiedlicher Begriffe, Aspekte und Rechte rügt.Google Scholar
  292. 1.
    Einen Versuch, diese Frustrationsschwelle zu operationalisieren, stellt die vom LG Frankfurt entwickelte „Frankfurter Tabelle zur Reisepreisminderung“ dar (s. NJW 1985, 113); vgl. die dazu abgedruckten Erläuterungen ebenda. Gem. Nr. 6 b wird danach ein Schadensersatzanspruch gem. § 651 f. Abs. 2 BGB nur anerkannt, wenn Mängel mit einem Gesamtgewicht von 50% vorliegen. Dazu näher Tempel NJW 1985,97; s. a. LG Frankfurt/M. NJW 1984, 1762.Google Scholar
  293. 2.
    Vgl. den krit. Hinweis bei Jahr AcP 183,789 (vgl. Fn.284): Urlaubsgenuß als geschützter Inhalt eines Persönlichkeitsrechts?Google Scholar
  294. 1.
    Verfehlt die schon erwähnte Entscheidung BGHZ 85, 168, den Erlebniswert eines Urlaubs hinter einem Bauzaun bei Kindern als den Urlaubserwartungen gleichwertig anzusehen. Zutr. in der Tendenz, einen „Balkonurlaub“ weitgehend als vertan anzusehen LG Frankfurt NJW 1980, 1286. Stärker auf den Einzelfall abstellend BGH NJW 1983,35; OLG München NJW 1984, 132.Google Scholar
  295. 2.
    Zutreffend hat das LG Frankfurt/M. NJW 1985, 201 mit lesenswerter Begründung den Schmerzensgeldanspruch eines Fluggastes, der wegen einer Demonstration (Flughafenblockade) den Flughafen 2Vi Stunden lang nicht verlassen konnte, abgelehnt.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1986

Authors and Affiliations

  • Hans-Bernd Schäfer
    • 1
  • Claus Ott
    • 1
  1. 1.Fachbereich Rechtswissenschaft IIUniversität HamburgHamburg 13Deutschland

Personalised recommendations