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Grundlagen und klinische Bedeutung der Fibrinklebung

  • G. Schumacher
  • A. Braun
Conference paper
Part of the Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Plastische und Wiederherstellungschirurgie book series (PLASTISCHE CHIR, volume 17)

Zusammenfassung

Die Geschichte der Fibrinklebung ist mittlerweile fast 4 Jahrzehnte alt. Sie begann im Jahre 1940 als Young und Medawar erstmalig eine Nervenanastomose im Tierexperiment mit Fibrinogen angereichertem Hühnerplasma erfolgreich durchführten. Bereits vier Jahre später berichteten Young u. Mitarb. über die Technik der Klebung von Hauttransplantaten. In neuerer Zeit ist durch Matras (1970) der Einfluß des Fibrins auf die Wundheilung untersucht worden. Dabei fiel erneut die besondere Klebewirkung durch Fibrin auf. Der experimentellen Studie von Matras u. Mitarb. (1972) ist es zu verdanken, daß bei Nervenanastomosen am Ischiadicus des Kaninchens erstmalig ein hochkonzentriertes Fibrinogen-Kryopräzipitat verwendet wurde. Die Ergebnisse haben die klinische Anwendung des Fibrinklebers in verschiedenen chirurgischen Fachgebieten wesentlich beeinflußt. Sowohl Matras u. Mitarb. (1972) als auch Spängler jr. u. Mitarb. (1973) haben die Belastungsfähigkeit der „Fibrin-naht“ bei verschiedenen Fibrinogenkonzentrationen mit und ohne Zusatz von Faktor XIII getestet. Hierbei wurde besonders die Fibrinquervernetzung herausgestellt. Für die klinische Anwendung hat sich heute der aus humanem Spender-plasma gewonnene, kältekonservierte, gepoolte „Fibrinkleber“ bewährt.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1981

Authors and Affiliations

  • G. Schumacher
    • 1
  • A. Braun
    • 1
  1. 1.HeidelbergDeutschland

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