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Übergangsprobleme

  • Helmut Wagner
Chapter
Part of the Springer-Lehrbuch book series (SLB)

Zusammenfassung

Unsere Ausgangsfrage, die gegenwärtig zu den meistdiskutierten in der angewandten Makroökonomie zählt, lautete: Welche Perspektiven bietet eine Europäische Wirtscharts- und Währungsunion aus volkswirtschaftlicher Sicht? Vor allem strittig ist hierbei die Ergänzung einer Wirtschaftsunion durch eine Währungsunion.

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Literatur

  1. 1.
    In der Tabelle 4 ist das Konvergenzkriterium d. nicht mit aufgeführt, da dies erst in den letzten beiden Jahren vor dem Zustandekommen der Währungsunion relevant wird.Google Scholar
  2. 3.
    Ein geldpolitischer Desinflationskurs ohne fiskalpolitische Unterstützung kann dagegen u.U. sogar zu einer Erhöhung der Inflationserwartungen führen. Siehe hierzu z.B. Sargent und Wallace (1981).Google Scholar
  3. 4.
    Dies ist auch der Ausgangspunkt des Zeitinkonsistenz-Ansatzes von Backus und Driffill (1985) gewesen. Vgl. in Abschnitt IV.2.4.Google Scholar
  4. 7.
    Vgl. näher zur Begründung solcher Gefahren oder Entwicklungen z.B. Wagner (1993). Zur Modellierung der wesentlichen ökonomischen Wirkungsmechanismen einer monetären Desinflationspolitik siehe Wagner ( 1987; 1990c ).Google Scholar
  5. 10.
    Dies ist ja nach dem Maastricht-Vertrag möglich; ja es erscheint sogar aus politischen Gründen nicht unwahrscheinlich.Google Scholar
  6. 11.
    Zur Erläuterung der Begriffe “Sattelpfad” und “bubble”-Pfade siehe weiter unten.Google Scholar
  7. 22.
    Vgl. z.B. De Grauwe (1993).Google Scholar
  8. 24.
    Vgl. z.B. Buiter, Corsetti und Roubini (1993) oder Eichengreen (1993).Google Scholar
  9. 25.
    Man erhält diese Formel, wenn man die Arithmetik in Abschnitt IV.2.2.4 oben verwendet und dort in Gleichung (*) iB und AM gleich Null setzt. Außerdem ist zu berücksichtigen, daß im Steady State Ab=0 ist.Google Scholar
  10. 26.
    Siehe z.B. Buiter, Corsetti und Roubini (1993), Table 6.Google Scholar
  11. 30.
    Dies hätte auch Rückwirkungen auf die geforderte Zinskonvergenz. Zinssätze können nur dann konvergieren, wenn es ein steigendes Vertrauen dahingehend gibt, daß die Wechselkurse fixiert bleiben. Spekulationsbewegungen werden dagegen auch zunehmende Abweichungen der Zinssätze erzwingen. Vergleiche hierzu die Theorie der Zinsparität in Abschnitt II1.2.3.E-IV.Google Scholar
  12. 31.
    Die Überbewertung ihrer Währung, die diese Länder durch die Wechselkursfixierung in den letzten zwei Jahren vor Eintritt in die Währungsunion hinnehmen müssen, bedeutet ja einen Wettbewerbsnachteil. Eine Überbewertung der Währung impliziert eine Verschlechterung der Terms of Trade, d. h. des Verhältnisses der Importpreise zu den Exportpreisen. Sie verteuert die inländischen Güter relativ zu den ausländischen Gütern und verringert somit die Wettbewerbsfähigkeit des Inlandes.Google Scholar
  13. 35.
    Siehe hierzu Fußnote 31 oben.Google Scholar
  14. 36.
    Um diese starken Überbewertungen ihrer Währungen durchzuhalten, mußten diese Länder zum Teil extrem hohe Nominalzinsen hinnehmen, da die Finanzmärkte eine beträchtliche Prämie für das Risiko von Abwertungen dieser Währungen erzwangen.Google Scholar
  15. 37.
    Allerdings kamen wissenschaftliche Untersuchungen (Rose und Svensson 1993) zu dem Ergebnis, daß die Finanzmärkte anscheinend diese Währungskrise vom September 1992 nicht antizipiert hatten.Google Scholar
  16. 38.
    Dabei richtete sich die Abwertungsspekulation, die zum Sprengsatz auch für dieses System wurde, nun gegen den französischen Franc, der gerade einen Stabilitätsvorsprung gewonnen hatte.Google Scholar
  17. 39.
    Die Interventionsverpflichtungen der Zentralbanken wurden dadurch praktisch suspendiert. Allerdings galt dies nur für eineinhalb Jahre, bis die spanische Peseta so stark unter Druck geriet, daß sie an die untere Bandbreite stieß. Von Mitte 1992 bis Ende 1994 ist die Peseta gegenüber den Kernwährungen des EWS um rund 20% abgewertet worden. Die reale Abwertung der Peseta war während dieses Zeitraums sogar noch stärker.Google Scholar
  18. 43.
    Vgl. De Grauwe (1993b), S. 657.Google Scholar
  19. 44.
    Dies heißt nicht, daß auch schon ein realer Konvergenzprozeß zwischen den EU-Ländern selbst stattgefunden hätte. Zu statistischen Meßkonzepten von Konvergenz siehe z.B. Pauly (1994).Google Scholar
  20. 45.
    Plakativ ausgedrückt bedeutet dies, erstmal das eigene Haus in Ordnung zu bringen, Darauf läuft der Vorschlag De Grauwe’s hinaus; vgl. De Grauwe (1993b, S. 657; sowie 1994 ).Google Scholar
  21. 47.
    Auch auf rein wirtschaftstheoretischer Grundlage lassen sich gravierende Zweifel begründen aufgrund der zahlreichen Probleme mit Suboptimalität, multiplen Gleichgewichten und der Nichtexistenz von Gleichgewichten, die in der Literatur über lokal öffentliche Güter und über die Theorie der Clubs (siehe hierzu z.B. Bewley 1981) gefunden wurden.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1995

Authors and Affiliations

  • Helmut Wagner
    • 1
    • 2
  1. 1.Lehrstuhl für Europäische WirtschaftspolitikHWPHamburgDeutschland
  2. 2.Lehrstuhl für VWL, insbes. MakroökonomikFernUniversität HagenHagenDeutschland

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