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Die Göttinger Rechenmaschinen G1, G2, G3

  • H. Billing
Part of the Informatik-Fachberichte book series (INFORMATIK, volume 37)

Zusammenfassung

Wenn ich über den Beginn der Göttinger Rechenmaschinenentwicklung berichten soll, so muß ich zurückgehen bis zum Spätsommer 1947, also zwei Jahre nach Kriegsende. In der Bunsenstraße 10, dem Gebäude der ehemaligen Aerodynamischen Versuchsanstalt, füllten sich die durch alliierten Kontrollratsbeschluß freigewordenen Gebäude allmählich mit neuen Institutionen und Instituten. So -, neben anderen, die Kaiser Wilhelm Gesellschaft mit Max Planck und Otto Hahn, das Institut für Physik mit Heisenberg, v. Laue und v. Weizsäcker. Trotz dieser Ansammlung großer Namen waren jedoch die Arbeitsbedingungen zumindest für alle experimentell Arbeitenden mehr als dürftig. Die noch aus dem Krieg stammenden wissenschaftlichen Geräte waren demontiert oder trotz miserablem Zustand als Kriegsbeute entnommen. Ich selbst baute in einem „Institut für Instrumentenkunde“ ein kleines Hochfrequenzlabor auf, zur Unterstützung der anderen Institute im Gelände. Aus ehemaligen Wehrmachtsbeständen hatte ich wenigstens einige Verstärkerröhren, einige Meßinstrumente für Strom und Spannung und sogar einen kleinen, ganz einfachen Kathodenstrahloszillographen. Meine wissenschaftliche Verbindung zum Ausland hin war völlig unidirektional. Wir hatten große Berichte über unsere Kriegsarbeiten geschrieben, die sogenannten „FIAT Reviews“, wurden gelegentlich auch mal direkt ausgefragt, erfuhren aber fast nichts. Von der Rechenmaschine ENIAC hatte ich lediglich im Göttinger Tageblatt eine kurze Notiz gelesen, die mich allerdings faszinierte.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1980

Authors and Affiliations

  • H. Billing
    • 1
  1. 1.Max-Planck-Institut für Physik und Astrophysik Institut für AstrophysikGarching bei MünchenDeutschland

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