Die Isolierstoffe, ihre Eigenschaften und ihre Verwendung

  • Joseph Sebastian Cammerer

Zusammenfassung

Außer den eigentlichen wärmeschutztechnischen 1 Forderungen:
  • niedrige Wärmeleitzahl

  • geringes Raumgewicht

müssen von guten Isolierstoffen (je nach dem Verwendungszweck in verschiedenem Maße) folgende allgemeine Eigenschaften verlangt werden:
  • mechanische Festigkeit, Temperaturbeständigkeit

  • V olumenbeständigkeit, Bearbeitungsmöglichkeit

  • Unschädlichkeit für die zu schützende Anlage

  • Unempfindlichkeit gegen atmosphärische Einflüsse (kurzzeitige Durchfeuchtung, Vermoderung, Schwinden, Quellen).

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Literatur

  1. 1.
    Die spezifische Wärme, die für Anwärme-und Auskühlvorgänge eine Rolle spielt, ist bei organischen bzw. anorganischen Stoffen jeweils ungefähr gleich (vgl. Abschn. 35, S. 176). Merkliche Güteunterschiede in dieser Hinsicht gibt es also nicht.Google Scholar
  2. 1.
    Die Abbildungen wurden entgegenkommenderweise von folgenden Firmen zur Verfügung gestellt: Abb. 51, 54, 55, 58, 59, 79, 80, 88, 94, 95 von der Rheinhold Mahla G.m.b.H., Mannheim; Abb. 52 von den Vereinigten Deutschen Kieselgurwerken Hannover: Abb. 53 von der Badischen Anilin-u. Sodafabrik Ludwigshafen/Rh., Werk Oppau; Abb. 60 von der Grünzweig Hartmann G.m.b.H., Ludwigshafen; Abb. 61 von P. Althoff, Düren (Rhld.); Abb. 62 u. 68 von der Rheinhold Mahla, G.m.b.H., Saarbrücken; Abb. 63 von der Alfol-Dyckerhoff G.m.b.H., Hannover; Abb. 57 von der AG. der Gerresheimes Glashüttenwerke vorm. Ferd. Heye, Düsseldorf.Google Scholar
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    Vakuum-Isolierungen. Über Isolierungen unter Benutzung eines Vakuums vgl. die Abschnitte 30d, S. 155, und 39g, S. 212Google Scholar
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    Gistl, R.: Dämmstoffe und Mikroorganismen. Wärme-u. Kältetechn. 41 (1939) S. 49.Google Scholar
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    Nachstehende Ausführungen sind zum Teil aus einem Aufsatz von W. Simon: Betriebliche Anforderungen an das Rohrnetz zum Wärmeschutz. Wärme-und Kälte-Techn. Bd. 38 (1936) Heft 7 entnommen, zum Teil verdankt sie der Verfasser einem Briefwechsel mit Herrn Dr.-Ing. Paul Reschke, Dresden.Google Scholar
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    Vgl. O. Krischer und K. MalerÜber die Bestimmung des Diffusionswiderstandes und der kapillaren Flüssigkeitsleitzahl aus stationären und instationären Vorgängen. VDI-Forsch. Heft 472 (1959).Google Scholar
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  47. 7.
    Einige Werte der Tafel 56C verdankt der Verfasser Hr. HARRY CERMAK vom Institut für Baustoffe, Weimar.Google Scholar
  48. 8.
    Die in Zahlentafel 56 aufgeführten Diffusionswiderstandsfaktoren sind im streng physikalischen Sinn keine wirklichen Diffusionswiderstandsfaktoren Man müßte sie etwa als „scheinbare Diffusionswiderstandsfaktoren“ bezeichnen, da auch bei lufttrockenem Zustand der Proben eine gewisse kapillare Wasserbewegung während des Meßvorgangs vorhanden ist, die mit der Hygroskopizität der Proben verknüpft ist. Dies dürfte vor allem bei organischen Stoffen ins Gewicht fallen. J. S. Cammerer und P Görling haben in der zweiten der in der vorhergehenden Fußnote aufgeführten Arbeiten Ergebnisse an zwei Holzwoll-Leichtbauplatten veröffentlicht, die den zusätzlichen Einfluß einer kapillaren Wasserbewegung auch bei lufttrockenen Proben erkennen lassen. Man sollte sich also allgemein bei solchen Messungen auf Versuchsbedingungen einigen, die mittleren praktischen Verhältnissen möglichst gut angepaßt sind.Google Scholar
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    Vgl. O. Krischer und K. MalerÜber die Bestimmung des Diffusionswiderstandes und der kapillaren Flüssigkeitsleitzahl aus stationären und instationären Vorgängen. VDI-Forsch. Heft 472 (1959).Google Scholar
  51. 1.
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  52. 2.
    Neben der Benutzung zahlreicher unveröffentlichter Versuche von J. S. CAMMERER und P. GÖRLING wurde die Zahlentafel im wesentlichen auf folgenden Veröffentlichungen aufgebaut:Google Scholar
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    Cammerer, J. S., und P. GöRling: Die Messung der Durchlässigkeit von Kälteschutzstoffen für Wasserdampfdiffusion Kältetechnik 3 (1951) S. 2/7.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1962

Authors and Affiliations

  • Joseph Sebastian Cammerer
    • 1
  1. 1.TutzingDeutschland

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