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Rechtliche Grenzen ärztlicher Werbung

  • Beate Bahner
Chapter

Zusammenfassung

Die ärztliche Informations- und Werbefreiheit gilt nicht uneingeschränkt. Auch ärztliche Werbung unterliegt — ebenso wie die Werbung im allgemeinen Geschäftsverkehr — bestimmten Grenzen, die zu beachten sind.

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Literatur

  1. 763.
    Vgl. hierzu ausführlich Kapitel 9.2, S. 197 ff.Google Scholar
  2. 764.
    Vgl. hierzu Kapitel 10.6, S. 285 ff.Google Scholar
  3. 765.
    Vgl. zum Begriff des Wettbewerbs Kapitel 2.2, S. 12.Google Scholar
  4. 766.
    Eigennutz hemmt nun einmal anständiges Verhalten, so jedenfalls Baumbach/Hefermehl, Einl. UWGRn. 1, S. 189.Google Scholar
  5. 767.
    Baumbach/Hefermehl, Allg. Rn. 76.Google Scholar
  6. 768.
    BVerfG, Urt. v. 12.12.2000 – 1 BvR 1762/95 — www.bverfg.de.
  7. 769.
    Das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb enthält eine verfassungsrechtlich grundsätzlich unbedenkliche Regelung der Berufsausübung, BVerfGE 94, S. 372 ff. (390): Be-schl. v. 22.5.1996 – 1 BvR 744/88, 1 BvR 60/89 u. 1 BvR 1519/91 — = MedR 1996, S. 511 ff.Google Scholar
  8. 770.
    Vgl. Punkt A. der Begründung zu UWGE-BReg. v. 9.5.2003 — BR-Drucks. 301/03. Die Reform erfolgt zur Umsetzung des Art. 13 der Richtlinie 2002/5 8/EG des Europäischen Parlaments und des Rates über die Verarbeitung personenbezogener Daten und den Schutz der Privatsphäre in der elektronischen Kommunikation (ABl. L 20/37 vom 31. Juli 2002). Die bisherigen Regelungen des UWG stammen aus dem Beginn des letzten Jahrhunderts (UWG v. 7.6.1909, RGBl S. 499) und haben im Laufe der Jahrzehnte mehrfache Änderungen und Ergänzungen erfahren.Google Scholar
  9. 771.
    § 1 UWGE-BReg. v. 9.5.2003 — BR-Drucks. 301/03, als Zweckbestimmung erstmalig in das Gesetz aufgenommen. Zum Schutz vor den „Auswüchsen“ des Wettbewerbs vgl. auch Baumbach/Hefermehl Einl UWG Rn. 42; Allg Rn. 79.Google Scholar
  10. 772.
    BVerfG, Beschl. v. 7.11.2002 – 1 BvR 580/02 — www.bverfg.de; BVerfG, Beschl. v. 6.2.2002 – 1 BvR 952/90 — www.bverfg.de.
  11. 773.
    Allg. Meinung, vgl. zuletzt BVerfQ Beschl. v. 7.11.2002 – 1 BvR 580/02 www.bverfg.de; BVerfQ Beschl. v. 6.2.2002 – 1 BvR 952/90 — www.bverfg.de.
  12. 774.
    Baumbach/Hefermehl, Allg Rn. 80.Google Scholar
  13. 775.
    Baumbach/Hefermehl Einl UWG Rn. 65 ff. u. Allg Rn. 80. So auch das Bundesverfassungsgericht: „Bei dem in § 1 UWG enthaltenen Verbot, im geschäftlichen Verkehr zu Zwecken des Wettbewerbs Handlungen vorzunehmen, die gegen die guten Sitten verstoßen, handelt es sich um eine Generalklausel, mit der der Gesetzgeber im Hinblick auf die unübersehbare Vielfalt möglicher Verhaltensweisen im geschäftlichen Wettbewerb die missbilligten Verhaltensweisen umschrieben hat. Eine genauere Regelung erscheint nach der Eigenart des zu ordnenden Sachverhaltes kaum Google Scholar
  14. 776.
    möglich. “ BVerfQ Urt. v. 12.12.2000 – 1 BvR 1762/95 — www.bverfg.de. § 1 UWG bestimmte: Wer im geschäftlichen Verkehr zu Zwecken des Wettbewerbs Handlungen vornimmt, die gegen die guten Sitten verstoßen, kann auf Unterlassung und Schadensersatz in Anspruch genommen werden. Der Wertmaßstab der „guten Sitten“ ist seinem Wortsinn nach mehrdeutig. Es kann eine Verweisung auf die tatsächlich bestehenden Sitten die Bräuche und Gewohnheiten des geschäftlichen Verkehrs — oder auf die Sittlichkeit das sittliche Empfinden, die Moral gemeint sein. Aus den Motiven zum Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) stammt die von der Rechtsprechung und vom Schrifttum zur Konkretisierung meist benutzte Formel wonach der Richter den Maßstab fur den Begriff der guten Sitten aus dem herrschenden Volksbewusstsein zu entnehmen hat — dem „Anstandsgefühl aller gerecht und billig Denkenden“ Vgl. hierzu weiter Baumbach/Hefermehl, Einl UWG Rn. 66 ff.
  15. 777.
    Zu Recht hatte der Bundesgerichtshof daher einem Abtreibungsgegner untersagt, sich vor einer Frauenarztpraxis mit Flugblättern und Transparenten aufzustellen und dort zu verbreiten: „Stoppt rechtswidrige Abtreibungen in der Praxis Dr.... “ Der Begriff „rechtswidrig“ sei in einer Weise verwendet worden, der ersichtlich eine Prangerwirkung gegen den als Einzelperson genannten Arzt erzeugt hat und erzeugen sollte. Darin — so die Bundesrichter zutreffend — liege eine derart schwerwiegende Verletzung des Persönlichkeitsrechts des Arztes, dass dahinter die Meinungsfreiheit des Abtreibungsgegners zurücktreten müsse; BGH, Beschl. v. 1.4.2003 — VI ZR 366/02 — www.bundesgerichtshof.de.Google Scholar
  16. 778.
    BVerfG, Urt. v. 11.3.2003 – 1 BvR 426/02 — (Benetton II) www.bverfg.de. Nicht sittenwidrig war nach richtiger Auffassung des Bundesverfassungsgerichts die Werbung der Firma Benetton, da der Auslegung der Fotos (als Meinungsäußerungen) keinesfalls allein die vom Bundesgerichtshof behauptete menschenverachtende Bedeutung beizumessen sei. Vielmehr sei — wie von dem Werbefotografen Toscani ausdrücklich beabsichtigt (vgl. hierzu dessen Buch unter Literaturverzeichnis) — auch eine Auslegung dergestalt möglich, dass mit diesen Fotos auf kritikwürdige Zustände hingewiesen werden solle: Hierzu das Bundesverfassungsgericht: „Ein vom Elend der Welt unbeschwertes Gemüt ist kein Belang, zu dessen Schutz der Staat Grundrechtspositionen einschränken darf.“ BVerfQ Urt. v. 12.12.2000 – 1 BvR 1762/95 www.bverfg.de. Vgl. zur Urteilsbegründung den Beitrag der Verfasserin in PID 1/2001. Im übrigen ist die Frage eines guten oder schlechten Geschmacks zwar politisch oder gesellschaftlich angreifbar, aber nach Überzeugung der Verfasserin nicht justiziabel. Unverständlich daher die trotz des o.g. Urteils des BVerfG konträre Auffassung des BGH in seinem Urteil v. 15.11.2001 — I ZR 275/99 — VersR 2002, S. 456 ff. („Benetton II“), welches in der Benetton-Anzeige die „Gefahr einer Verwilderung und Verrohung der Wettbewerbssitten“ sieht. Dieses Urteil wurde ein zweites Mal durch das Bundesverfassungsgericht aufgehoben, BVerfQ Urt. v. 11.3.2003 – 1 BvR 426/02 — (Benetton II) www.bverfg.de. Schuppen bemerkt hierzu: „Zwei höchste Gerichte streiten — so will es scheinen — zwar nicht wie manche Politiker um die Lufthoheit über den Stammtischen, aber — nicht weniger medienwirksam — um die Interpretationsherrschaft über das richtige Verständnis von Werbebotschaften.“
  17. 779.
    BVerfG, Urt. v. 11.3.2003 – 1 BvR 426/02 — (Benetton II) www.bverfg.de, vgl. hierzu auch Kapitel 9.2.5, S. 204.
  18. 780.
    BVerfG, Urt. v. 11.3.2003 – 1 BvR 426/02 — (Benetton II) www.bverfg.de.
  19. 781.
    Vgl. Begründung zu § 1 UWGE-BReg. v. 9.5.2003 — BR-Drucks. 301/03. Ob diese begriffliche Änderung auch eine inhaltliche Änderung des „Verwerflichkeitsmaßstabes“ bewirkt, bleibt abzuwarten. Vgl. zum Abschied vom Begriff der guten Sitten Berlit, gegen diesen Änderungsvorschlag Sack. Google Scholar
  20. 782.
    § 3 UWGE-BReg. v. 9.5.2003 — BR-Drucks. 301/03 sah zunächst den Begriff „Verfälschen“ des Wettbewerbs vor, was der Bundesrat zu Recht kritisiert und durch das Wort „beeinträchtigen“ ersetzt hatte. Der Bundesrat hatte in seiner Stellungnahme auch das Wort „nur“ hinzugefugt, um hiermit zum Ausdruck zu bringen, dass nicht etwa unlautere Wettbewerbshandlungen zu einem beachtlichen Teil legalisiert würden, sondern lediglich die Verfolgung von Bagatellfällen ausgeschlossen werden solle.Google Scholar
  21. 783.
    „Wettbewerbshandlung ist jede Handlung einer Person mit dem Ziel, zugunsten des eigenen oder eines fremden Unternehmens den Absatz oder den Bezug von Waren oder die Erbringung oder den Bezug von Dienstleistungen, einschließlich unbeweglicher Sachen, Rechte und Verpflichtungen zu fordern.“ Zur fehlenden Wettbewerbsabsicht bei kostenloser Arzneimittelweitergabe vgl. Kapitel 8.9.5.1, S. 183. UasTatbestandsm “efohrdungdesLeh- Stellungnahme BRat v 20 6 m “schun8“ de durch d«. n 20–603 BR-Drucks. 301/03 Bundesrat«gefugt VglGoogle Scholar
  22. 786.
    BVerfG, Beschl. v. 6.2.2002 – 1 BvR 952/90 — www.bverfg.de; BVerfG, Urt. v. 1.8.2001 – 1 BvR 1188/92 WRP 2001, S. 1160 ff. = NJW2001, S. 3403 ff.
  23. 787.
    Zuletzt BVerfG, Urt. v. 11.3.2003 – 1 BvR 426/02 — (Benetton II) www.bverfg.de. Vgl. grundlegend zu Bedeutung und Schutzbereich der Meinungsfreiheit bei gewerblichen Werbemaßnahmen die Grundsatzentscheidung BVerfQ Urt. v. 12.12.2000 – 1 BvR 1762/95 — (Benetton I) www.bverfg.de; diese Rechtsprechung weiterführend BVerfG, Beschl. v. 6.2.2002 – 1 BvR 952/90 — (Werbung durch Augenoptikunternehmen und Werbung für „tierfreundliche Mode“); BVerfG, Beschl. v. 7.11.2002 – 1 BvR 580/02 (Anwaltsliste durch Verlag), jeweils www.bverfg.de; BVerfG, Beschl. v. 19.11.1985 – 1 BvR 934/82-MedR 1986, S. 128.
  24. 788.
    Zu Wettbewerbshandlungen der Ärztekammern vgl. Piper, S. 470.Google Scholar
  25. 789.
    OLG Hamm, Urt. v. 26.10.2000 – 4 U 112/00Google Scholar
  26. 790.
    Vgl. hierzu Kapitel 13.1, S. 333 ff.Google Scholar
  27. 791.
    Einhellige Auffassung in Rechtsprechung und Literatur, vgl. nur Baumbach/Hefermehl, § 1 UWG Rn. 678 m.w.N.; vgl. mich Laufs, S. 142.Google Scholar
  28. 792.
    Vgl. hierzu Kapitel 10, S. 217 ff.Google Scholar
  29. 793.
    Vgl. hierzu im einzelnen Baumbach/Hefermehl, § 1 UWG Rn. 609 ff.Google Scholar
  30. 794.
    BGH, Urt. v. 9.10.1997 – 1ZR 92/95 — WRP 1998, S. 172.Google Scholar
  31. 795.
    BGH, Urt. v. 9.10.1997 — I ZR 92/95 — WRP 1998, S. 172; Baumbach/Hefermehl, § 1 UWG Rn. 673 u. 674 ff.Google Scholar
  32. 796.
    BGH, Urt. v. 13.6.1996 – 1ZR 114/93 — GRUR 1996 S. 789, darauf bezugnehmend auch OLG Hamburg, Urt. v. 7.11.1996, 3 U 81/96 — MedR 1997, S. 177. Zu eng und undifferenziert daher noch OLG Köln, Urt. v. 9.3.2001 – 6 U 127/00 — (Zahnarzt im Internet), obwohl zum Zeitpunkt der Entscheidung das Bundesverfassungsgericht das grundsätzliche Werbeverbot der Berufsordnungen bereits mehrfach für verfassungswidrig erklärt hatte. Vgl. ausfuhrlich zum Meinungsstreit im juristischen Schrifttum Baumbach/Hefermehl, § 1 UWG Rn. 675 ff.Google Scholar
  33. 797.
    So auch Emmerich, S. 318 mit deutlicher Kritik an der bisherigen Tendenz der Gerichte, nach Möglichkeit jede in irgendeiner Hinsicht berufswidrige Werbung bei den freien Berufen zugleich als sittenwidrig zu brandmarken.Google Scholar
  34. 798.
    BVerfG, Beschl. v. 4.8.2003 (Werbung mit sportlichen Erfolgen) — 1 BvR 2108/02 www.bverfg.de, ebenso BVerfG, Beschl. v. 4.7.2000 – 1 BvR 547/99 — www.bverfg.de m.w.N. Vgl. hierzu auch Kapitel 10.2.2.1, S. 223.
  35. 799.
    Vgl. hierzu auch Kapitel 4.2.1, S. 42.Google Scholar
  36. 800.
    BVerfG, Beschl. v. 17. 4. 2000 – 1 BvR 721/99 — www.bverfg.de. So schon zuvor das Be-rufsG f. Heilberufe beim Verwaltungsgericht Greifswald, Urt. v. 30.9.1996 — BG19/96
  37. 801.
    Nach Auffasung von Laufs gehen für die Ärzte die Werbevorschriften der Berufsordnungen dem allgemeinen Wettbewerbsrecht grundsätzlich vor, soweit sie in zulässiger, d.h. verfassungsgemässer Weise den Wettbewerb unter den Berufsangehörigen regeln, vgl. Handbuch, S. 142, Rn. 11 m.w.N.Google Scholar
  38. 802.
    St.Rspr.,vgl.nurBGH,Urt.v. 14.4.1994–1ZR 12/92-MedR 1995, S. 113;BGH,Urt. v. 27.4.1995 – 1 ZR 116/93 — GRUR 1995, S. 612; zuletzt BVerfQ Beschl. v. 4.7.2000 – 1 BvR 547/99 — www.bverfg.de, vgl. auch Kapitel 12.2.4.3, S. 324.
  39. 803.
    KG Berlin, Beschl. v. 24.8.2001 – 5 W 53/01Google Scholar
  40. 804.
    Vgl. zur Veranwortlichkeit der Herausgeber entsprechender Verzeichnisse nur BGH, Urt. v. 10.4.1997 – 1 ZR 3/95 — WRP 1997, S. 1059 ff.Google Scholar
  41. 805.
    St. Rspr., vgl. nur BGH, Urt. v. 14.4.1994 – 1 ZR 12/92 — MedR 1995, S. 113 m.w.N.Google Scholar
  42. 806.
    BGH, Urt. v. 14.4.1994-IZR 12/92-MedR 1995, S. 113.Google Scholar
  43. 807.
    OLG Frankfurt, Beschl. v. 20.4.2000 – 6 W 53/00 — WRP 2001, S. 65, vgl. hierzu auch Kapitel 10.3.7.6, S. 252.Google Scholar
  44. 808.
    KG Berlin, Beschl. v. 24.8.2001 – 5 W 53/01Google Scholar
  45. 809.
    Vgl. hierzu ausführlich Kapitel 10.1, S. 217 ff.Google Scholar
  46. 810.
    St. Rspr., vgl. nur BVerfG, Beschl. v. 19.11.1985 – 1 BvR 934/82 — MedR 1986, S. 130 bis BVerfG, Beschl. v. 17.4.2000 – 1 BvR 721/99 — www.bverfg.de m.w.N.
  47. 811.
    Art. 12 GG unterscheidet zwischen der Berufswahl und der Berufsausübung. Während die Berufswahl frei sein soll, kann die Berufsausübung durch Gesetz oder aufgrund eines Gesetzes näher geregelt werden, Art. 1211 GG Ein statusbildender Charakter (im Sinne einer Berufswahl) kommt den sog. Berufsausübungsregelungen nicht zu, BVerfG, Beschl. v. 19.11.1985 – 1 BvR 934/82-MedR 1986, S. 128. In der 2. Facharztentscheidung hatte das Bundesverfassungsgericht hinsichtlich der Wahl der Facharztrichtung allerdings von einer „Lebensentscheidung“ gesprochen, vgl. Kapitel 7.1.2.2, S. 82. Zum Regelungsinhalt von Berufsausübungsregelungen vgl. eingehend Taupitz, S. 834 ff.Google Scholar
  48. 812.
    BVerfGE 94, S. 372 ff. (391): Beschl. v. 22.5.1996 – 1 BvR 744/88 u.a. — = MedR 1996, S. 511 ff., vgl. hierzu auch Kapitel 6.1, S. 65 ff.Google Scholar
  49. 813.
    Vgl. hierzu Kapitel 3.2.2, S. 34.Google Scholar
  50. 814.
    EGMR Strassburg, Urt. v. 17.10.2002 – 37928/97 — (Dr. Stambuk/Deutschland), NJW 2003, S.497 ff.Google Scholar
  51. 815.
    Wenn es keinen Gemeinwohlbelang gibt, der ein Verbot rechtfertigen kann, ist nicht mehr zu prüfen, ob es um eine tiefergreifende Einschränkung oder um eine belanglose Lästigkeit geht, Jaeger (Bundesverfassungsrichterin), S. 267.Google Scholar
  52. 816.
    St. Rspr., vgl. nur EGMR Strassburg, Urt. v. 17.10.2002 – 37928/97 — (Dr. Stambuk/ Deutschland), NJW 2003, S. 497 ff.; BVerfG, Beschl. v. 4.7.2000 – 1 BvR 547/99 www.bverfg.de, vgl. hierzu bereits Kapitel 6.1.1, S. 65 ff; zuletzt OLG Hamm, Urt. v. 14.9.2000–4 U 57/00-.
  53. 817.
    Jaeger (Bundesverfassungsrichterin), S. 268 Zum Begriff der Gesundheit fuhrt Jaeger (S. 264) aus: „Gesundheit — die individuelle wie die der Bevölkerungkann weder hergestellt und geliefert noch vom Staat in vollem Umfang gewährleistet werden. Gesundheit gehört nicht zu den verfügbaren Gütern. Auch die beste aller Welten beseitigt nicht Krankheit, Leiden und Tod. Die Arzte behandeln, sie garantieren nicht den Heilungserfolg. Gesundheit ist lebenslange individuelle Aufgabe des Einzelnen, das Resultat eines das ganze Leben durchziehenden Prozesses, der auch bestimmt wird von dem Verhalten des Einzelnen und seiner körperlichen Anlage“ Google Scholar
  54. 818.
    BVerfG, Beschl. v. 11.2.2003 – 1 BvR 1972/00 — www.bverfg.de.
  55. 819.
    BVerfG, Urt. v. 29.10.2002 – 1 BvR 525/99 — www.bverfg.de.
  56. 820.
    Vgl. zur Problematik der Angabe von selbsternannten Tätigkeitsschwerpunkten ausfuhrlich Kapitel 7.4, S. 91 ff.Google Scholar
  57. 821.
    BVerfG, Urt. v. 29.10.2002 – 1 BvR 525/99 — www.bverfg.de.
  58. 822.
    BVerfQ Urt. v. 29.10.2002 – 1 BvR 525/99 — www.bverfg.de.
  59. 823.
    BVerfG, Urt. v. 29.10.2002 – 1 BvR 525/99 — www.bverfg.de.
  60. 824.
    St. Rspr.: BVerfG, Beschl. v. 4.7.2000 – 1 BvR 547/99 — www.bverfg.de m.w.N.; BVerfG, Beschl. v. 21.4.1993 – 1 BvR 166/89-MedR 1993, S. 348.
  61. 825.
    OLG Düsseldorf, Urt. v. 18.7.2000 – 20 U 27/00Google Scholar
  62. 826.
    Vgl. hierzu bereits ausführlich Kapitel 4.2, S. 42 ff.Google Scholar
  63. 827.
    Hoffmann-Riem, Art. 5, Rn. 74.Google Scholar
  64. 828.
    BVerfQ Beschl. v. 11.2.1992 – 1 BvR 1531/90 — NJW 1992, S. 2341. In diesem Sinne auch Papier/Petz, NJW 1994, S. 1553 ff.Google Scholar
  65. 829.
    St. Rspr. des Bundesverfassungsgerichts, zuletzt BVerfQ Urt. v. 29.10.2002 – 1 BvR 525/99 — www.bverfg.de; BGH, Urt. v. 20.5.1999 – 1ZR 40/97 — WRP 1999, S. 1136.
  66. 830.
    Für die konkrete Anwendung einer werbebeschränkenden Vorschrift der Berufsordnung fordert das Bundesverfassungsgericht daher besondere Gründe des Gemeinwohls, die die Anwendung dieser Verbotsvorschrift als sachgerecht erscheinen lassen. Diejenigen Gründe, die bereits allgemein die ärztlichen Werbebeschränkungen rechtfertigen, sind im konkreten Fall nicht ausreichend, vgl. BVerfG, Beschl. v. 19.11.1985 – 1 BvR 38/ 78, MedR 1986, S. 134, vgl. zu dieser Entscheidung auch Kapitel 12.2.4.6, S. 326.Google Scholar
  67. 831.
    BVerfG, Beschl. v. 11.2.2003 – 1 BvR 1972/00 — www.bverfg.de.
  68. 832.
    BVerfQ Beschl. v. 11.2.2003 – 1 BvR 1972/00 — www.bverfg.de.
  69. 833.
    EGMR Strassburg, Urt. v. 17.10.2002 – 37928/97 — (Dr. Stambuk/Deutschland), NJW 2003, S. 497 ff.Google Scholar
  70. 834.
    BVerfQ Beschl. v. 11.2.2003 – 1 BvR 1972/00 — www.bverfg.de.
  71. 835.
    Dies mag bei der Werbung für Schönheitsoperationen eventuell anders zu beurteilen sein.Google Scholar
  72. 836.
    Steiner (Bundesverfassungsrichter), MedR 2003, S. 1 (6). Eine mögliche fehlerhafte Arztbehandlung kann zwar eine Fremdgefahrdung des Patienten darstellen. Doch die Gefahr eines ärztlichen Behandlungsfehlers wird durch Werbeverbote kaum verhindert. Sonst gäbe es — angesichts des jahrzehntelangen völligen Werbeverbotes — wohl nicht eine in Rechtsprechung und Literatur umfassend behandelte Arzthaftungsproblematik, vgl. hierzu etwa den Artikel in der Ärztezeitung „Zahl teurer Fehler nimmt zu“ vom 23.3.2001, wonach die gesetzliche Krankenversicherung die Zahl ärztlicher Behandlungsfehler auf jährlich 100.000 Fälle schätzt.Google Scholar
  73. 837.
    So zuletzt BGH, Urt. v. 31.10.2002 – 1ZR 60/00 — www.bundesgerichtshof.de.Google Scholar
  74. 838.
    Vgl. hierzu auch Kapitel 4.2.3, S. 44 und Kapitel 12.2.3, S. 320.Google Scholar
  75. 839.
    Vgl. zur Zimmerklinik die Implantatentscheidung des BVerfQ Kapitel 12.2.2, S. 319.Google Scholar
  76. 840.
    Vgl. hierzu bereits Kapitel 4.2.1, S. 42 ff.Google Scholar
  77. 841.
    Vgl. hierzu auch Baumbach/Hefermehi, Allg Rn. 54–56 m.w.N.Google Scholar
  78. 842.
    BVerfQ Beschl. v. 9.3.2000 – 1 BvR 1662/97 — www.bverfg.de.
  79. 843.
    So das Bundesverfassungsgericht für die Apotheker bereits 1996 in BVerfGE 94, S. 372 ff. (395); vgl. hierzu auch Kapitel 2.2, S. 12 ff.Google Scholar
  80. 844.
    BVerfG, Urt. v. 29.10.2002 – 1 BvR 525/99 — www.bverfg.de., vgl. hierzu Kapitel 7.1.2.1, S. 81 ff.
  81. 845.
    BVerfGE 94, S. 372 ff. (399), hierauf auch bezugnehmend OLG Hamm, Urt. v. 11.2.2003 – 4 U 148/02 — www.justiz.nrw.de.Google Scholar
  82. 846.
    BVerfGE 94, S. 372 ff. (399).Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2004

Authors and Affiliations

  • Beate Bahner
    • 1
  1. 1.HeidelbergDeutschland

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