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Was ist sachliche Werbung?

  • Beate Bahner
Chapter

Zusammenfassung

Die Dienstleistungen der Ärzte und Anwälte, der Steuerberater und Wirtschaftsprüfer sind zwar wirtschaftliche Güter, denn sie erfordern — wie die Güter anderer Unternehmer — den Einsatz von Betriebsfaktoren und finanziellen Mitteln. Im Gegensatz zur Herstellung von Produkten sind die Dienstleistungen der Freiberufler jedoch abstrakt, unsichtbar und kaum greifbar, deshalb für den Verbraucher meist schwer zu erfassen. Ein materielles Produkt kann durch ein besonderes Design attraktiv gestaltet werden. Bei der Dienstleistung ist dies unmöglich.302

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Literatur

  1. 301.
    § 27IIMBO 2002, vgl. Anhang 15.2, S. 353. Dasselbe gilt für die Werbung der Anwälte, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater.Google Scholar
  2. 302.
    Oehme/Oehme, S. 43: die immaterielle, meist geistige Leistung muss daher eine materielle, konkretisierende Ausdrucksform finden, zum Beispiel durch Leistungsangebot, Personal, Ausstattung, Ort oder Informationsbroschüren.Google Scholar
  3. 303.
    Kort, GRUR 1997, S. 701 ff.; Scholz, in Maunz/Dürig, Art. 12 GG Rn. 256; Gleißner-Klein, S. 79 ff. Oftmals kann die Qualität der ärztlichen oder anwaltlichen Dienstleistung noch nicht einmal nach ihrer Erbringung beurteilt werden: Denn ebenso wie mancher Prozess aufgrund der Rechtslage selbst vom „besten“ Anwalt nicht „zu gewinnen“ ist, kann manche Krankheit auch vom „besten“ Arzt nicht geheilt werden oder umgekehrt ohne entsprechende ärztliche Behandlung von alleine heilen.Google Scholar
  4. 304.
    Jaeger (Bundesverfassungsrichterin), S. 268.Google Scholar
  5. 305.
    Vgl. hierzu Kapitel 4.1.2, S. 38.Google Scholar
  6. 306.
    Taupitz, S. 510. Zum Erfordernis sachlicher Werbung durch die Anwaltschaft als unabhängigem Organ der Rechtspflege vgl. BVerfG, Beschl. v. 4.8.2003 (Werbung mit sportlichen Erfolgen) — 1 BvR 2108/02 — www.bverfg.de.
  7. 307.
    Taupitz, S. 546.Google Scholar
  8. 308.
    BVerfG, Urt. v. 29.10.2002 – 1 BvR 525/99 — www.bverfg.de.
  9. 309.
    Daher ist es im allgemeinen Geschäftsverkehr nicht bereits unsachlich, wenn ein Gewerbetreibender mit der besonderen Höflichkeit der Bedienung, der Pracht der Verkaufsräume und sonstigen Ausstattungen wirbt oder seine Waren in Film, Funk und Fernsehen anpreist. Das sind im allgemeinen Geschäftsverkehr keine Unlauterkeitsmomente, ebenso nicht schon die Tatsache, dass in suggestiver Form geworben wird. Vgl. zur gefühlsbetonten Werbung jedoch Kapitel 10.5.5, S. 281.Google Scholar
  10. 310.
    Baumbach/Hefermehl, vor §§ 3–8 UWG Rn. 6.Google Scholar
  11. 311.
    Baumbach/Hefermehl vor §§ 3–8 UWG Rn. 6.Google Scholar
  12. 312.
    Ebenso Nr. 3.2. Auslegungsgrundsätze BÄK zu §§ 27 ff. MBO vom 10.9.2002.Google Scholar
  13. 313.
    BVerfG Beschl. v. 17.7.2003 – 1 BvR 2115/02 — www.bverfg.de.
  14. 314.
    St. Rspr. des Bundesverfassungsgerichts, grundlegend BVerfG, Urt. v. 19.11.1985 – 1 BvR 934/82 — BVerfGE 71, S. 162 ff. (173 ff.), zuletzt BVerfG, Beschl. v. 4.8.2003 (Werbung mit sportlichen Erfolgen) — 1 BvR 2108/02 — www.bverfg.de.
  15. 315.
    Nicht vertretbar (ebenso wohl Spickerhoff, S. 1760) daher die Entscheidung des OLG Köln, Urt. v. 9.3.2001 – 6 U 127/00, NJW-RR 2002, S. 204 ff.: Das OLG hatte eine entsprechende Darstellung eines Zahnarztes im Internet als unzulässige Werbung untersagt, weil eine solche Darstellung reklameähnliche Züge aufweise und mit dem Berufsbild eines Zahnarztes nicht zu vereinbaren sei (nicht rechtskräftig).Google Scholar
  16. 316.
    Zum Überprüfungsrecht der Ärztekammer vgl. Kapitel 7.4.10, S. 105 ff.Google Scholar
  17. 317.
    Vgl. hierzu Kapitel 8.10.5.4, S. 193.Google Scholar
  18. 318.
    BVerfQ Beschl. v. 4.8.2003 – 1 BvR 2108/02 — www.bverfg.de; vgl. zu den Grenzen standesrechtlicher Werbebeschränkungen Kapitel 9.4, S. 211 ff.
  19. 319.
    BVerfG, Beschl. v. 4.8.2003 – 1 BvR 2108/02 — www.bverfg.de.
  20. 320.
    Unvollständige Angaben werden aber dann unzulässig, wenn sie hierdurch irreführend sind und dem Wahrheitsgrundsatz widersprechen, Baumbach/Hefermehl, vor §§ 3–8 UWG Rn. 7; vgl. hierzu auch ausführlich Kapitel 10.2, S. 220 ff.Google Scholar
  21. 321.
    Vgl. hierzu Kapitel 8.10.5.1, S. 190.Google Scholar
  22. 322.
    Vgl. hierzu Kapitel 8.9, S. 176.Google Scholar
  23. 323.
    OLG Rostock, Urt. v. 6.2.2002 – 2 U 33/01 , vgl. hierzu auch Kapitel 10.5.3.2, S. 276.Google Scholar
  24. 324.
    Vgl. hierzu Kapitel 10.2.5, S. 237 ff.Google Scholar
  25. 325.
    OLG Düsseldorf, Urt. v. 18.7.2000 – 20 U 27/00Google Scholar
  26. 326.
    Umstritten, vgl. hierzu Kapitel 7.8.2, S. 109 ff.Google Scholar
  27. 327.
    § 6 Abs. 3 Berufsordnung der Rechtsanwälte.Google Scholar
  28. 328.
    BVerfG, Beschl. v. 17.7.2003 – 1 BvR 2115/02 — www.bverfg.de.
  29. 329.
    Vgl. hierzu ausfuhrlich Kapitel 10.3, S. 242 ff. Zur Zulässigkeit der Bezeichnung als Spezialist im Einzelfall vgl. Kapitel 7.6.6.1, S. 115 ff.Google Scholar
  30. 330.
    Vgl. aber hierzu auch Kapitel 10.3.6, S. 247.Google Scholar
  31. 331.
    Baumbach/Hefermehl § 1 UWG Rn. 393. Vgl. hierzu auch Kapitel 10.4.5.5, S. 265 und Kapitel 10.4.3.2, S. 258.Google Scholar
  32. 332.
    BVerfG, Beschl. v. 17.4.2000 – 1 BvR 721/99 , vgl. Kapitel 8.10.5.1, S. 190 ff.Google Scholar
  33. 333.
    Vgl. zum Praxisschild Kapitel 8.1, S. 119 ff.Google Scholar
  34. 334.
    Das OLG Schleswig-Holstein traf bei der rechtlichen Beurteilung einer ausführlichen Patientenbroschüre eine ausgesprochen diffenzierte und beispielhafte Entscheidung. Bemerkenswert ist hierbei auch die sorgfältige und notwendige Bezugnahme auf die Vorschriften des Kassenarztrechts, welche erst eine umfassende und richtige Gesamtbeurteilung der konkreten Werbemaßnahme ermöglicht, vgl. OLG Schlesw.-Holst., Urt. v. 3.4.2001 – 6 U 89/2000 — MedR 2001, S. 579 ff.Google Scholar
  35. 335.
    BVerfG, Beschl. v. 18.2.2002 – 1 BvR 1644/01 — www.bverfg.de; so schon OLG Koblenz, Urt. v. 13.2.1997 – 6 U 1500/96 — WRP 1997, S. 478.
  36. 336.
    BVerfG, Beschl. v. 18.2.2002 – 1 BvR 1644/01 — www.bverfg.de, vgl. zur Gesundheits-gefâhrdung und zum Vertrauensschwund als Gemeinwohlbelang Kapitel 9.3.2, S. 210.
  37. 337.
    BVerfG, Beschl. v. 24.7.1997 – 1 BvR 1863/96 , GRUR 1998, S. 71.Google Scholar
  38. 338.
    Zur Zulässigkeit der Ankündigung geänderter Sprechzeiten durch das Radio vgl. nur den Hinweis des Bundesverfassungsgerichts in BVerfG, Beschl. v. 18.2.2002 – 1 BvR 1644/ 01 -www.bverfg.de. Radio- und Fernsehwerbung sind auch nach Nr. 4 Auslegungsgrundsätze BÄK zu §§ 27 ff. MBO vom 10.9.2002 ausdrücklich erlaubt, vgl. dazu auch Kapitel 5.2.4, S. 61.
  39. 339.
    Zur Werbung im Internet vgl Kapitel 8.4, S. 140.Google Scholar
  40. 340.
    BVerfG, Beschl. v. 18.2.2002 – 1 BvR 1644/01 — www.bverfg.de, vgl. hierzu eingehend Kapitel 8.2, S. 123 ff.
  41. 341.
    Vgl. hierzu Kapitel 8.10.2, S. 188.Google Scholar
  42. 342.
    Baumbach/Hefermehl, § 1 UWG Rn. 71 m.w.N.; Jaeger-Lenz, S. 62; vgl. hierzu auch Kapitel 8.3.2, S. 130.Google Scholar
  43. 343.
    So heute ausdrücklich § 7 Abs. 2 Nr. 1 UWGE-BReg. v. 9.5.2003 — BR-Drucks. 301/03.Google Scholar
  44. 344.
    Nr. 3.3.1. Auslegungsgrundsätze BÄK zu §§ 27 ff. MBO vom 10.9.2002Google Scholar
  45. 345.
    BVerfG, Beschl. v. 18.2.2002 – 1 BvR 1644/01 — www.bverfg.de.
  46. 346.
    Zum Erfordernis eines Gemeinwohlbelanges bei berufsbeschränkenden Werbeverboten vgl. Kapitel 9.4, S. 211 ff.Google Scholar
  47. 347.
    Vgl. zur Versendung und Beilage von Praxisbroschüren Kapitel 8.3.2, S. 130 ff. und zum Recall-System Kapitel 8.9.3, S. 179 ff.Google Scholar
  48. 348.
    Vgl. § 7 Abs. 2 Nr. 4 UWGE-BReg. v. 9.5.2003 — BR-Drucks. 301/03.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2004

Authors and Affiliations

  • Beate Bahner
    • 1
  1. 1.HeidelbergDeutschland

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