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Rechtliche Grundlagen ärztlicher Werbung

  • Beate Bahner
Chapter

Zusammenfassung

Das ärztliche Werberecht ist unter verschiedenen Rechtsaspekten zu betrachten.

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Literatur

  1. 66.
    „A lie Deutschen haben das Recht, Beruf, Arbeitsplatz und A usbildungsstätte frei zu wählen“; Art. 12 Abs. 1 GGGoogle Scholar
  2. 67.
    BVerfG, Beschl. v. 9.5.1972 – 1 BvR 518/62 und 308/64 — BVerfGE 33, S. 125 ff. (158).Google Scholar
  3. 68.
    Gleichgültig ist hierbei, ob eine Tätigkeit in selbständiger oder unselbständiger Form ausgeübt wird, st. Rspr., vgl. zuletzt BVerfG, Beschl. v. 18.10.2001 – 1 BvR 881/00 m.w.N., www.bverfg.de; WRP 2001, S. 1437 ff. Vgl. zur Veränderung des ärztlichen Berufsbildes aufgrund der vielfältigen Beschränkungen der Freiberuflichkeit Quaas.
  4. 69.
    St. Rspr. des Bundesverfassungsgerichts, vgl. zuletzt BVerfG, Beschl. v. 4.8.2003 – 1 BvR 2108/02 -www.bverfg.de; BVerfG, Beschl. v. 17.4.2000 – 1 BvR 721/99 -www.bverfg.de mit Verweis auf BVerfGE 85, S. 248 ff.: Beschl. v. 11.2.1992; BVerfGE 94, S. 372 ff.: Beschl. v. 22.5.1996; auch BGH, Urt. v. 20.5.1999 IZR 40/97 WRP 1999, S. 1136.
  5. 70.
    Es leitet sich ab aus der in Art. 1 I GG garantierten Unantastbarkeit der Menschenwürde, dem Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit, Art. 2 I GG und dem Schutz des Lebens sowie der körperlichen Unversehrtheit, Art. 2 II 1 GG. Zu Bedeutung und Umfang der Patientenrechte s. umfassend und überzeugend Barth, S. 163 ff.Google Scholar
  6. 71.
    Zitat aus Barth, S. 177 m.w.N.Google Scholar
  7. 72.
    Zitat aus Barth, S. 164 m.w.N.Google Scholar
  8. 73.
    Barth, S. 177 ff.Google Scholar
  9. 74.
    Es ist verankert in der Deklaration des Weltärztebundes von Lissabon über die Rechte des Patienten (1996), Nr. 2 a i.V.m. Nr. 3 a: „Der Patient hat das Recht, seinen Arzt, das Krankenhaus oder die medizinische Einrichtung frei zu wählen bzw. zu wechseln, ungeachtet dessen, ob es sich um öffentliche oder private Einrichtungen handelt. Der Patient hat ein Recht auf Selbstbestimmung, d.h. auf freie Entscheidung in Bezug auf seine Person. “; (Abgedruckt in Deutsch, 4. Aufl., S. 704 ff.).Google Scholar
  10. 75.
    § 7 II S. 1 MBO.Google Scholar
  11. 76.
    Barth, S. 169.Google Scholar
  12. 77.
    Er kann ebenso entscheiden, ob er sich überhaupt von einem Arzt und nicht etwa von einem Heilpraktiker, Psychotherapeuten etc. behandeln lassen will. Hiervon zu trennen ist die in der Gesundheitsreform geplante Beschränkung der Arztwahl, soweit dies mit finanziellen Anreizen oder Vorteilen für die gesetzlich Versicherten verbunden sein soll.Google Scholar
  13. 78.
    So auch Barth, S. 170.Google Scholar
  14. 79.
    Rieger, MedR 1999, S. 513; Barth, S. 172.Google Scholar
  15. 80.
    So bereits Papier/Petz, NJW 1994, S. 1553 ff.Google Scholar
  16. 81.
    So auch die Deklaration des Weltärztebundes von Lissabon über die Rechte des Patienten (1996), Nr. 3 b S. 2: „Der Patient hat ein Recht, die für seine Entscheidungen notwendigen Informationen zu erhalten. Für den Patienten sollte klar verständlich sein, worin der Zweck einer Diagnose oder einer Behandlung besteht, welche Bedeutung die Ergebnisse haben und was die Konsequenzen einer ablehnenden Entscheidung sein würden. “; (Abgedruckt in Deutsch, 4. Aufl. S. 704 ff.). Vgl. zu dem Recht der Unionsbürger auf Transparenz und Zugang zu den Dokumenten der Organe der Europäischen Union die sog. „Transparenzverordnung“ (EG) Nr. 1049/ 2001 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 30.5.2001 über den Zugang der Öffentlichkeit zu Dokumenten des Europäischen Parlaments, des Rates und der Kommission, NJW 2001, S. 3172 ff.; hierzu auch Partsch, NJW 2001, S. 3154 ff.Google Scholar
  17. 82.
    Wendt, in Münch: Art. 5 GG, Rn. 26 m.w.N.Google Scholar
  18. 83.
    Papier/Petz, NJW 1994, S. 1554 ff. m.w.N. Zum Recht des Arztes auf Unterlassung bestimmter Informationen vgl. Kapitel 3.1.3.2, S. 21.Google Scholar
  19. 84.
    Informationsquellen sind alle denkbaren Träger von Informationen, gleichgültig, ob die Informationen Tatsachen oder Meinungen betreffen, und gleichgültig, ob die Informationen sich auf öffentliche oder private Angelegenheiten beziehen, Wendt, in Münch: Art. 5 GG, Rn. 22 m.w.N.Google Scholar
  20. 85.
    Papier/Petz, NJW 1994, S. 15 54 ff. Ungehindert bedeutet frei von rechtlich angeordneter oder faktisch verhängter staatlicher Abschneidung, Behinderung, Lenkung oder Registrierung, vgl. Wendt, in Münch: Art. 5 GG, Rn. 23 m.w.N.Google Scholar
  21. 86.
    Wendt, in Münch: Art. 5 GG Rn. 23 m.w.N.Google Scholar
  22. 87.
    Papier/Petz, NJW 1994, S. 1554 ff. m.w.N. Ebenso OLG Düsseldorf, Beschl. v. 5.10.2001 – 27 U 6/01, wonach der Informationsgehalt ärztlicher Werbung auch mit Rücksicht auf die Interessenlage potentieller Patienten zu ermitteln ist, die vor allem dann ein Interesse daran hätten, etwas über das Leistungsangebot eines (Zahn-) Arztes zu erfahren, wenn dieser sich spezialisiert habe.Google Scholar
  23. 88.
    Deklaration von Amsterdam: WHO, Principles of the rights of patients in Europe, abgedruckt in European Journal of Health Law 1994, S. 281 ff.Google Scholar
  24. 89.
    Barth, S. 165 m.w.N.Google Scholar
  25. 90.
    Diese Entscheidung kann aufgrund des unmittelbaren Einflusses während des persönlichen Arzt-Patienten-Kontaktes erheblich erschwert sein.Google Scholar
  26. 91.
    Zu den Gelben Seiten vgl. Kapitel 8.6, S. 151 ff.Google Scholar
  27. 92.
    Zum „Anforderungsprofil an eine moderne Arzt-Patient-Kommunikation“ vgl. Barth, S.6ff.Google Scholar
  28. 93.
    Jaeger, S. 263.Google Scholar
  29. 94.
    Zu den Grenzen des Rechts auf informationelle Selbstbestimmung vgl. BVerfGE 65, S. 1 ff. (41 ff.); BVerfGE 78, S. 77 ff. (85 ff.); BGH, Urt. v. 13.11.1990 — VI ZR 104/90 — NJW 1991, S. 1532 ff.Google Scholar
  30. 95.
    OLG Nürnberg, Urteil v. 28.2.1992 – 6 U 2923/91 — WRP 1992, S. 737.Google Scholar
  31. 96.
    Daher könne — so das OLG — das Recht des Verlages auf Pressefreiheit, welches für alle Presseveröffentlichungen ohne Rücksicht auf ihren Wert gelte, nicht dahingehend beschränkt werden, dass die Angabe beruflicher Informationen verboten werden könne.Google Scholar
  32. 97.
    Das Recht auf informationelle Selbstbestimmung ist ferner durch eine Entscheidung des Bundesgerichtshofes verletzt (BGH, Urt. v. 13.11.1990 — VI ZR 104/90 — NJW 1991, S. 1532 ff.): Die Presse durfte danach Namen, Adresse und Telefonnummer eines Arztes, der zum Notfalldienst eingeteilt war, auch gegen dessen ausdrücklichen Willen veröffentlichen. Ein besonderer Grund lag entgegen der Auffassung des BGH nicht vor, da der Notfalldienst von der Kassenärztlichen Vereinigung über eine Rettungsleitstelle organisiert wird und die Angabe dieser Telefonnummer für die Patienten grundsätzlich ausreichend ist.Google Scholar
  33. 98.
    Vgl. hierzu Kapitel 5.2.4, S. 61 ff.Google Scholar
  34. 99.
    „Die Errichtung von Verzeichnissen, die Ärzte enthalten, welche nicht ausdrücklich eingewilligt haben, ist unzulässig. “; Nr. 4 Auslegungsgrundsätze BÄK zu §§ 27 ff. MBO vom 10.9.2002.Google Scholar
  35. 100.
    Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und in dem Recht der persönlichen Ehre, Art. 5 Abs. 2 GG.Google Scholar
  36. 101.
    BVerfG, Urt. v. 11.3.2003 – 1 BvR 426/02 — (Benetton II) www.bverfg.de. Zur Meinungsfreiheit in der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts vgl. auch Grimm.
  37. 102.
    EGMR Strassburg, Urt. v. 25.3.1985 – 10/1983/66/101 — (Dr. Barthold), EuGRZ 1985, S. 170 ff.Google Scholar
  38. 103.
    BVerfG, Beschl. v. 7.11.2002 – 1 BvR 580/02 — www.bverfg.de; BVerfG, Beschl. v. 19.11.1985 – 1 BvR 934/82-MedR 1986, S. 128.
  39. 104.
    BVerfG, Urt. v. 12.12.2000 – 1 BvR 1762/95 — www.bverfg.de.
  40. 105.
    Vgl. hierzu Kapitel 8.7.2.3, S. 161 ff.Google Scholar
  41. 106.
    Nicht etwa auf die nach außen nicht erkennbaren Absichten des Urhebers der Äußerung, BVerfG, Urt. v. 11.3.2003 – 1 BvR 426/02 — (Benetton II) www.bverfg.de.
  42. 107.
    BVerfG, Urt. v. 11.3.2003 – 1 BvR 426/02 — (Benetton II) www.bverfg.de, vgl. hierzu auch Kapitel 9.2.4.1, S. 200 ff.
  43. 108.
    EGMR Strassburg, Urt. v. 25.3.1985 – 10/1983/66/101 — (Dr. Barthold), EuGRZ 1985, S. 170 ff.Google Scholar
  44. 109.
    Insgesamt stünde eine Schlechterstellung von Äußerungen mit wirtschaftswerbendem Charakter im Widerspruch zum Verbot staatlicher Bewertung von Meinungsäußerungen nach Motivation, Gegenstand, Inhalt und Form, vgl. Wendt, in Münch: Art. 5 Rn. 11 m.w.N.Google Scholar
  45. 110.
    Vgl. grundlegend zu Bedeutung und Schutzbereich der Meinungsfreiheit bei gewerblichen Werbemaßnahmen die Grundsatzentscheidung BVerfG, Urt. v. 12.12.2000 – 1 BvR 1762/95 — (Benetton-Werbung) www.bverfg.de; diese Rechtsprechung weiterführend BVerfG, Beschl. v. 6.2.2002 – 1 BvR 952/90 — (Werbung durch Augenoptikunternehmen und Werbung für „tierfreundliche Mode“) www.bverfg.de = DVB1 2002, S. 764 ff; BVerfG, Beschl. v. 7.11.2002 – 1 BvR 580/02 — (Anwaltsliste durch Verlag) www.bverfg.de; ebenso schon BVerfG, Beschl. v. 19.11.1985 – 1 BvR 934/82 — MedR 1986, S. 128. Vgl. auch Wendt, in Münck. Art. 5 GG Rn. 11 m.w.N.; Papier/Petz, NJW 1994, S. 1553 ff.
  46. 111.
    BVerfG, Beschl. v. 7.11.2002 – 1 BvR 580/02 — www.bverfg.de.
  47. 112.
    BerufsG f. Heilberufe in Schleswig, Urt. v. 23.8.2000 — BG 10/99Google Scholar
  48. 113.
    BVerfQ Beschl. v. 7.11.2002 – 1 BvR 580/02 — www.bverfg.de.
  49. 114.
    Baumbach/Hefermehl, § 14 UWG Rn. 4.Google Scholar
  50. 115.
    Baumbach/Hefermehl, § 14 UWG Rn. 3. So wurde beispielsweise die Aussage “Jemand kommt als Gutachter nicht in Frage“ zwischen Rechtsprechung und Literatur unterschiedlich bewertet, vgl. Baumbach/Hefermehl, § 14 UWG Rn. 6.Google Scholar
  51. 116.
    Je allgemeiner die Äußerung gefasst ist, desto schwieriger gestaltet sich der Nachweis der Wahrheit bzw. Unwahrheit, Baumbach/Hefermehl, § 14 UWG Rn. 4.Google Scholar
  52. 117.
    BVerfG, Beschl. v. 7.11.2002 – 1 BvR 580/02 — www.bverfg.de; BVerfG, Beschl. v. 14.2.2000 – 1 BvR 1500/95 -www.bverfg.de.
  53. 118.
    Hoffmann-Riem, Art. 5 GG Rn. 74.Google Scholar
  54. 119.
    Papier/Petz, NJW 1994, S. 1553 ff., die mit überzeugenden Argumenten die völlige Delegierung von Umfang und Grenzen berufsrechtlich zulässiger Informationstätigkeit auf die Standesorganisationen für einen Verstoß gegen den Parlamentsvorbehalt und damit für einen Verfassungsverstoß halten.Google Scholar
  55. 120.
    Vgl. hierzu Kapitel 4.4, S. 48 ff.Google Scholar
  56. 121.
    Sie birgt die Gefahr, die Angehörigen dieser Berufe zu entmutigen, an der öffentlichen Diskussion über Fragen des Gemeinschaftslebens teilzunehmen, wenn eine solche Beteiligung nur möglicherweise irgendeine Werbewirkung hat. Dadurch ist sie zugleich geeignet, die Presse in ihren Hauptaufgaben der Information und Kontrolle zu beeinträchtigen, vgl. EGMR Strassburg, Urt. v. 25.3.1985 – 10/1983/66/101 — (Dr. Barthold), EuGRZ 1985, S. 170 ff.Google Scholar
  57. 122.
    Zwar ist die Beeinträchtigung der persönlichen Ehre Dritter zu beachten: Die Meinungsfreiheit muss stets zurücktreten, wenn eine Äußerung die Menschenwürde anderer Personen antastet. Diese — die Meinungsfreiheit verdrängende — „Schmähkritik“ ist jedoch eng definiert, BerufsG f. Heilberufe in Schleswig, Urt. v. 23.8.2000 — BG 10/99Google Scholar
  58. 123.
    Selbst die höchst umstrittene Werbekampagne der Firma Benetton („H.I.V POSITIVE“ — Stempel auf nacktem Gesäss) ist nach einem Grundsatzurteil des Bundesverfassungsgerichts als sozialkritische Aussage vom Recht auf Meinungsäußerung und Pressefreiheit gedeckt, BVerfG, Urt. v. 12.12.2000 – 1 BvR 1762/95 — www.bverfg.de. Vgl. zu diesem Urteil den ausführlichen Beitrag der Verfasserin in PID 1/2001. Zur Interpretation von Werbebotschaften vgl. Schuppen.
  59. 124.
    BerufsG f. Heilberufe in Schleswig, Urt. v. 23.8.2000 — BG 10/99Google Scholar
  60. 125.
    BGH, Beschl. v. 1.4.2003 — VI ZR 366/02 — www.bundesgerichtshof.de.
  61. 126.
    Die Europäische Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, abgedruckt in BGBl. 1952 II, S. 686, 953) wurde durch den Europarat erlassen. Sie wurde am 4. November 1950 in Rom unterzeichnet und ist im September 1953 in Kraft getreten. Ziel der Verfasser war die kollektive Durchsetzung der in der Allgemeinen Menschenrechtserklärung der Vereinten Nationen von 1948 verbrieften Rechte, www.coe.int, vgl. dort auch zur weiteren Entwicklung der EMRK und zum Erlass von zwölf Zusatzprotokollen. Die EMRK ist die wichtigste Konvention des Europarates zum Schutze der individuellen Menschenrechte und nationalen Minderheiten, Oppermann, Rn. 76.
  62. 127.
    Vgl. hierzu die Urteile des EGMR Strassburg, Urt. v. 25.3.1985 – 10/1983/66/101 — (Dr. Barthold), EuGRZ 1985, S. 170 ff und EGMR Strassburg, Urt. v. 17.10.2002 – 37928/97-(Dr. Stambuk/Deutschland), NJW 2003, S. 497 ff.Google Scholar
  63. 128.
    Umgekehrt unterliegt das europäische Gemeinschaftsrecht grundsätzlich nicht dem Maßstab der Grundrechte und einer entsprechenden Überprüfung durch das Bundesverfassungsgericht, es sei denn, eine Verfassungsbeschwerde legt begründet dar, dass die europäische Rechtsentwicklung einschließlich der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofes unter den erforderlichen Grundrechtsstandard abgesunken ist, st. Rspr. d. BVerfG, vgl. zuletzt Beschl. v. 9.1.2001 – 1 BvR 1036/99 — www.bverfg.de.
  64. 129.
    Dabei umfasst der Begriff des europäischen Rechts nicht nur materielle Rechtsnormen, sondern auch die Methodenwahl; denn die Wahl der Methode — Spezialität oder Konkordanz — entscheidet auch darüber, welche Rechtsnorm sich im Kollisionsfall durchsetzt und damit materiell gilt, BVerfG, Beschl. v. 9.1.2001 – 1 BvR 1036/99 — www.bverfg.de.
  65. 130.
    Art. 10 II EMRK i.V.m. Art. 8 II EMRK.Google Scholar
  66. 131.
    Vgl. hierzu Kapitel 3.2.2, S. 34 ff.Google Scholar
  67. 132.
    EGMR Strassburg, Urt. v. 25.3.1985 – 10/1983/66/101 — (Dr. Barthold), EuGRZ 1985, S. 170 ff.Google Scholar
  68. 133.
    EGMR Strassburg, Urt. v. 17.10.2002 – 37928/97 — (Dr. Stambuk/Deutschland), NJW 2003, S. 497 ff., vgl. hierzu auch Kapitel 8.8.2.1, S. 168.Google Scholar
  69. 134.
    Mit Sitz in Karlsruhe, § 1B VerfGG. Das BVerfG besteht aus zwei Senaten mit je acht Richtern. Die Senate berufen mehrere Kammern, bestehend aus drei Richtern, § 15 a BVerfGG. Die Amtszeit der Richter dauert zwölf Jahre, eine Wiederwahl ist ausgeschlossen. Vgl. zur Organisation des Bundesverfassungsgerichts die Homepage www.bverfg.de.
  70. 135.
    Der Beschwerdeführer muss deshalb zunächst von allen gesetzlich zur Verfügung stehenden Rechtsmitteln und Rechtsbehelfen Gebrauch machen. Vorrangig sollen so die Fachgerichte selbst Rechtsschutz gegen Verfassungsverletzungen gewähren und etwaige, im Instanzenzug auftretende Fehler durch Selbstkontrolle beheben können. Unter bestimmten Voraussetzungen sind Ausnahmen möglich, vgl. § 90 Abs. 2 S. 2 BVerfGGGoogle Scholar
  71. 136.
    BVerfG, Beschl. v. 26.8.1992 – 2 BvR 1321/92 NJW 1993, S. 384.Google Scholar
  72. 137.
    § 90 I BVerfGG Unter die öffentliche Gewalt fallen Behörden (also auch Landesärztekammern), Gerichte und andere öffentlich-rechtliche Institutionen.Google Scholar
  73. 138.
    § 93 a BVerfGG.Google Scholar
  74. 139.
    Von den jährlich eingegangenen Verfassungsbeschwerden (im Jahre 2002 wurden 2.422 Verfassungsbeschwerden eingelegt) werden ca. 98 % nicht zur Entscheidung angenommen. Das Bundesverfassungsgericht entscheidet lediglich über den minimalen Anteil von ca. 2 % der erhobenen Verfassungsbeschwerden inhaltlich im Wege eines Urteils oder eines Beschlusses (im Jahre 2002 waren dies 51 Entscheidungen), vgl. die Statistik unter www.bverfg.de. Ergeht aber ein solcher „Nichtannahmebeschluss“;, so bedeutet dies zugleich, dass das vorherige Urteil, welches vom Beschwerdeführer angegriffen wurde, zumindest nicht verfassungswidrig ist und keine Grundrechtsverletzung beinhaltet. Wird die Verfassungsbeschwerde nicht zur Entscheidung angenommen, so ist dieser Beschluss des Bundesverfassungsgerichts unanfechtbar, § 93 d BVerfGG.
  75. 140.
    Vgl. zu den für das Werberecht maßgeblichen Grundrechten Kapitel 3.1. S. 15 ff.Google Scholar
  76. 141.
    Ständige Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts, vgl. nur BVerfG, Beschl. v. 17.7.2003 – 1 BvR 2115/02 — www.bverfg.de.; BVerfG, Beschl. v. 18.10.2001 m.w.N. BvR 881/00 — www.bverfg.de = WRP 2001, S. 1437 ff.; Beschl. v. 9.3.2000 m.w.N. BvR 1662/97 — oder Beschl. v. 17.4.2000 m.w.N. — 1 BvR 721/99 — und Beschl. v. 4.7.2000–1 BvR 547/99 -www.bverfg.de; BVerfG, Urt. v. 12.12.2000–1 BvR 1762/95 — www.bverfg.de.
  77. 142.
    Ständige Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts, vgl. zuletzt BVerfG, Beschl. v. 30.1.2002 – 1 BvR 1542/00 — www.bverfg.de. Im Regelfall genügt grundsätzlich, auch soweit Grundrechte betroffen sind, der durch die Fachgerichte gewährte Schutz. Die Gestaltung des gerichtlichen Verfahrens, die Feststellung und Würdigung des Tatbestandes, die Auslegung des einfachen Rechts und die Anwendung auf den einzelnen Fall sind allein Sache der dafür zuständigen Fachgerichte. Daher muss die Grenze zwischen erlaubten und verbotenen Werbehandlungen — unter Abwägung des Grundrechts auf Berufsausübungsfreiheit — im Einzelfall von den Fachgerichten, also insbesondere den Zivilgerichten — gezogen werden.
  78. 143.
    BVerfG, Beschl. v. 7.11.2002 – 1 BvR 580/02 — www.bverfg.de.
  79. 144.
    St. Rspr. d. BVerfG, vgl. zuletzt BVerfG, Beschl. v. 30.1.2002 – 1 BvR 1542/00 www.bverfg.de.
  80. 145.
    § 34 Abs. 1 BVerfGG Es kann allerdings eine sog. Missbrauchsgebühr auferlegt werden, falls die Einlegung der Verfassungsbeschwerde oder der Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung missbräuchlich ist, z.B. bei einer Geltendmachung von (damals) 7 DM, vgl. BVerfG, Beschl. v. 26.8.1992 – 2 BvR 1321/92 — NJW 1993, S. 384: Denn es ist die Aufgabe des Bundesverfassungsgerichts, nur grundsätzliche Verfassungsfragen zu entscheiden, die für das Staatsleben und die Allgemeinheit wichtig sind, sowie nötigenfalls die Grundrechte des Einzelnen durchzusetzen. Deshalb nimmt es das Bundesverfassungsgericht nicht hin, falls es in Erfüllung dieser Pflichten missbräuchlich in Anspruch genommen wird.Google Scholar
  81. 146.
    Falls eine mündliche Verhandlung anberaumt wird, muss sich der Beschwerdeführer durch einen Anwalt oder einen juristischen Hochschulprofessor vertreten lassen. Eine anwaltliche Vertretung empfiehlt sich jedoch auch in Beschlussverfahren ohne mündliche Verhandlung, um die behauptete Grundrechtsverletzung formal und materiell richtig darzulegen.Google Scholar
  82. 147.
    67,9 % aller Verfassungsbeschwerden werden innerhalb eines Jahres entschieden, 20,9 % der Beschwerden innerhalb von 2 Jahren. Lediglich die verbleibende Anzahl der Verfassungsbeschwerden dauert drei Jahre und länger, vgl. die Statistik unter www.bverfg.de.
  83. 148.
    Diese positive Wende ist wohl zurückzuführen auf die Neubesetzung der für Werbe- und Wettbewerbssachen zuständigen 2. Kammer des 1. Senats des Bundesverfassungsgerichts: Richterin Renate Jaeger seit 1994, Richter Dr. Dieter Hömig seit 1995, sowie den heutigen Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts Prof. Papier bzw. Prof. Bryde, vgl. hierzu die Homepage des Bundesverfassungsgerichts unter www.bverfg.de.
  84. 149.
    §31BVerfGG Untragbar und gesetzeswidrig daher die zweite Benetton-Entscheidung des Bundesgerichtshofes vom 15.11.2001 I ZR 275/99 — VersR 2002, S. 456 ff., in welcher trotz der gegenteiligen Entscheidung des übergeordneten Bundesverfassungsgerichts vom 12.12.2000 – 1 BvR 1762/95 — die Benettonwerbung erneut wegen angeblicher Sittenwidrigkeit untersagt wurde. Dieses Urteil musste daher ein zweites Mal durch das Bundesverfassungsgericht aufgehoben werden, BVerfG, Urt. v. 11.3.2003 – 1 BvR 426/02 (Benetton II) www.bverfg.de.
  85. 150.
    Vgl. hierzu Kapitel 4.1.2, S. 38.Google Scholar
  86. 151.
    Vgl. hierzu Kapitel 13.2.1, S. 344.Google Scholar
  87. 152.
    BVerfG, Urt. v. 29.10.2002 – 1 BvR 525/99, vgl. Kapitel 7.1.2.1, S. 81 ff.Google Scholar
  88. 153.
    BVerfG, Beschl. v. 9.3.2000 – 1 BvR 1662/97 , vgl. Kapitel 7.1.2.2, S. 82 ff.Google Scholar
  89. 154.
    BVerfG, Beschl. v. 18.2.2002 – 1 BvR 1644/01 , vgl. Kapitel 8.2.2.1, S. 126 ff.Google Scholar
  90. 155.
    BVerfG, Beschl. v. 23.7.2001 – 1 BvR 872/00 , vgl. Kapitel 7.4.6.1, S. 97. Zur Problematik der Tätigkeitsschwerpunkte vgl. ausführlich Kapitel 7.4, S. 91 ff.Google Scholar
  91. 156.
    BVerfG, Beschl. v. 6.7.2002 – 1 BvR 1063/00 — www.bverfg.de für das Informationsrecht der Rechtsanwälte.
  92. 157.
    BVerfG, Beschl. v. 8.1.2002 – 1 BvR 1147/01 , vgl. Kapitel 7.6.6.1, S. 115 ff. mit kritischer Stellungnahme der Autorin. Google Scholar
  93. 158.
    BVerfG, Beschl. v. 4.8.2003 – 1 BvR 2108/02 , vgl. Kapitel 8.10.5.4, S. 193.Google Scholar
  94. 159.
    BVerfG Beschl. v. 4.7.2000 – 1 BvR 547/99 , vgl. Kapitel 10.3.6, S. 247 ff.Google Scholar
  95. 160.
    BVerfG, Beschl. v. 17.4.2000 – 1 BvR 721/99 , vgl. Kapitel 8.10.2, S. 188.Google Scholar
  96. 161.
    BVerfG, Beschl. v. 24.7.1997 – 1 BvR 1863/96 , GRUR 1991, S. 71, vgl. hierzu Kapitel 8.5.2.1, S. 149.Google Scholar
  97. 162.
    BVerfG Beschl. v. 18.2.2002 – 1 BvR 1644/01 — www.bverfg.de, vgl. hierzu ausführlich Kapitel 8.2.2.1, S. 126 ff.
  98. 163.
    So zuerst BVerfG, GRUR 1986, S. 382 (385); BGH v. 20.5.1999 — I ZR 40/97 — WRP 1999, S. 1136; zuletzt BVerfG, Beschl. v. 4.7.2000 – 1 BvR 547/99 — www.bverfg.de.
  99. 164.
    BVerfG, Beschl. v. 24.7.1997 – 1 BvR 1863/96 , GRUR 1998, S. 71.Google Scholar
  100. 165.
    BVerfG, Beschl. v. 17.4.2000 – 1 BvR 721/99 — www.bverfg.de.
  101. 166.
    BVerfQ Beschl. v. 17.4.2000 – 1 BvR 721/99 — www.bverfg.de.
  102. 167.
    Vgl. hierzu Kapitel 3.1.5, S. 28 ff.Google Scholar
  103. 168.
    Die Zahl der Richter entspricht derjenigen der EMRK-Staaten (zur Zeit 43). Sie werden von der Parlamentarischen Versammlung des Europarates auf 6 Jahre gewählt. Zu den Einzelheiten vgl. www.coe.int./T/D/Menschenrechtsgerichtshof/ und Oppermann, Rn. 91 ff.
  104. 169.
    Es kann allerdings nur die Verletzung durch einen Staat (einschliesslich des „eigenen“) geltend gemacht werden, nicht eine Missachtung der Rechte durch Private, Oppermann, Rn. 85.Google Scholar
  105. 170.
    Art. 26 EMRK.Voraussetzung für die Zulässigkeit der Individualbeschwerde ist ferner eine entsprechende Unterwerfungserklärung, die inzwischen von fast allen Mitgliedstaaten abgegeben wurde, vgl. Oppermann, Rn. 81.Google Scholar
  106. 171.
    EGMR Strassburg, Urt. v. 25.3.1985 – 10/1983/66/101 — (Dr. Barthold), EuGRZ 1985, S. 170 ff.Google Scholar
  107. 172.
    EGMR Strassburg, Urt. v. 17.10.2002 – 37928/97 — (Dr. Stambuk/Deutschland), NJW 2003, S. 497 ff., vgl. hierzu auch Kapitel 8.8.2.1, S. 168.Google Scholar
  108. 173.
    Der EuGH hat seinen Sitz in Luxemburg und besteht aus 15 Richtern sowie acht Generalanwälten, die unabhängig von den Richtern zur Vorbereitung der Entscheidung Rechtsgutachten erstellen und Voten vorschlagen. Diese sog. Schlussanträge, von denen die Richter abweichen können, werden gemeinsam mit der Entscheidung veröffentlicht und enthalten wesentlich ausführlichere Stellungnahmen, was für die Analyse von Entscheidungen, die selbst oft nur knapp begründet sind, hilfreich ist.Google Scholar
  109. 174.
    AH 220 EGVGoogle Scholar
  110. 175.
    Art. 101 Abs. 1 S. 2 GG, vgl. BVerfG, Beschl. v. 9.1.2001 – 1 BvR 1036/99 www.bverfg.de.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2004

Authors and Affiliations

  • Beate Bahner
    • 1
  1. 1.HeidelbergDeutschland

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